Geschichte

Ortsname

Im Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen (herausgegeben vom Centre de dialectologie de l'Université de Neuchâtel) wird zu Aarburg einleitend eine Auswahl historischer Belege aufgeführt:

1183 Ulrich de Arburch
1201 Heinricus de Arburc
1224 Adelheidis de Aarburg
1238 Cuno von Aarburc
1261 actum in castro Arburk
1332 gegeben ze Arburg


1124 Adelbero comes de Areburg
Der vermeintliche Erstbeleg
sei eine spätere Fälschung zudem als "Froburg" zu lesen!
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Araburc - "Burg an der Aare" - wird als Bildung aus dem Flussnamen Aare (Ara) und Burg (Burc) verstanden. In Mundart wird Aarburg als "Arbirg" ausgesprochen.

Der Adler im Gemeindewappen
auf einer Anlehnung des Namens an deutsch "Aar" und althochdeutsch "Aro" (= Adler).
 

Stadt und Burg

Wer die „Aarburg“ gegen 1100 erbaute, ist ungewiss. Vermutlich waren es die Grafen von Froburg, die zur Sicherung ihres Besitzes und zur fiskalischen Auswertung des Verkehrs auf Strasse und Fluss, den Felsriegel, welcher den südlichen Abschluss der Aareklus bildet, befestigten. Die das Engnis überragende Felsrippe bot sich in geradezu idealer Weise zur Burggründung an. Damit ist auch schon der Name gegeben: Aare und Burg = Aarburg.


Reproduktion nach einem Stich von Matthäus Merian, 1624.

Ende des 13. Jahrhunderts ging die Burg an das aufstrebende Geschlecht der Habsburger über. Der erwachende Gotthardverkehr brachte Verdienst; das Leben auf Fluss und Landweg konnte kontrolliert werden. 1415 wurden Burg und Städtchen von den Bernern übernommen. Diese erkannten bald die wehrtechnisch günstige Lage und bauten die Burg 1574/75 sowie 1658/73 zur „Veste“ aus. Sie sollte die Verbindung zum bernischen Unteraargau und zum reformierten Stand Zürich unweit der engsten Stelle des bernischen Herrschaftsbereiches schützen.

Mit dem Einmarsch der Franzosen am 10. März 1798 ging für das Städtchen Aarburg und die umliegenden Gemeinden eine wichtige Epoche zu Ende: Das Amt Aarburg wurde aufgehoben, die regionalen Aufgaben der Stadt Zofingen übertragen und ein neuer Bezirk geschaffen.

Weitere Angaben zur Festung
siehe hier
Festung Aarburg

Stadtbrand 1840


In der Nacht vom 3. auf den 4. Mai 1840 wütete ein verheerender Stadtbrand. Den Flammen fielen Kirche, 28 Wohnhäuser, die drei Tavernenwirtschaften Krone, Bären und Falken, drei Scheunen und zwei Nebengebäude zum Opfer. 68 Familien wurden obdachlos. Glücklicherweise hat der Brand  kein Menschenleben gefordert. An Hilfe fehlte es bei der Brandbekämpfung nicht. Feuerrotten aus nicht weniger als 42 Gemeinden (von Aarau, den benachbarten Olten und Zofingen über Sempach bis Sumiswald) halfen auf dem Platze aus.

Literatur-Tipps

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>> Literatur, Musikalien





Gemeinde Aarburg
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CH-4663 Aarburg

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