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Die Weichen für die Zukunft
der Technischen Betriebe sind gestellt.

Der Gemeinderat Aarburg will die Betriebsleiterstelle der Elektrizitäts- und Wasserversorgung EVA wieder besetzen.

Die im Zusammenhang mit der Öffnung des Strommarktes und der im nächsten Jahr anstehenden Pensionierung des Betriebsleiters vorgenommene Standortbestimmung hat zu einer klaren Strategie geführt. Am Versorgungsbetrieb der Gemeinde wird festgehalten. Von einem Verkauf des Netzes oder einer externen Betriebsführung hält der Gemeinderat nichts.

Zu gut ausgebaut ist das Netz der Elektrizitätsversorgung und zu gut steht der Betrieb finanziell da, als ein Verkauf des Netzes in Frage kommen kann. Mit der Liberalisierung des Strommarktes wird der Gemeindebetrieb die «Durchleitungshoheit» als Netzeigentümerin behalten.

Kein Verkauf des Netzes
Wer an den Endverbraucher Strom liefern will, muss deshalb die Leitungen der EVA benüt-zen. Für diese Dienstleistung erhält die EVA ein Durchleitungsentgelt. Facharbeiten zeigen auf, dass ein gesunder Elektrizitätsbetrieb im Umfeld eines sich konkurrenzierenden Strommarktes durchaus in der Lage ist, sich zu behaupten. Deshalb besteht kein Anlass, das Netz zu verkaufen.

Technische Leitung optimieren
Die Frage, wie die Betriebsführung in Zukunft ausgestaltet werden soll, richtet sich nach der allgemeinen Entwicklung und nach den spezifischen Bedürfnissen der Gemeinde. Die Betriebe und die Verwaltung müssen sich auf die Kernaufgaben konzentrieren, eine Forderung, die unlängst landauf, landab Schule macht. Deshalb steht im Pflichtenheft der EVA in erster Linie die Versorgung der Leistungsempfänger mit Strom und Wasser zu konkurrenzfähigen Preisen. Dass der technische Bereich in der Gemeinde noch optimiert werden kann, ist der Gemeinderat überzeugt. Er hat deshalb das mittelfristige Ziel gesetzt, sowohl die EVA wie auch das Bau-, Planungs-, Kanalisations- und Umweltwesen einer technischen Leitung zu unterstellen. Eine weitere technische Disziplin ist die Informatik, die ebenfalls in den Bereich Technik eingeschlossen werden soll. Der Gemeinderat verfolgt die Idee einer künftigen operationellen Gemeindeorganisation mit einem Technischen Bereich und einem Verwaltungsbereich.

Betriebsleiterstelle mit einem Ingenieur besetzen
Die Führung des EVA-Betriebes erfordert die Fachkompetenz eines Fachhochschulabsolventen (früher HTL). Die Betriebsleiterstelle mit den entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten soll demnächst ausgeschrieben werden.

Rechtsform abklären
Ungeachtet der getroffenen Entscheide ist der Gemeinderat interessiert daran, die zweckmässigste Rechtsform für die Elektrizitätsversorgung abklären zu lassen. Er hat deshalb der Gemeinde Rothrist auf Anfrage signalisiert, an einer solchen gemeinsamen Abklärung mitzumachen.

 

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