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Rechnungsabschluss 2001

Dank höheren Steuereinnahmen und tieferem Nettoaufwand gutes Resultat erzielt. Abtragung des Bilanzfehlbetrages und zusätzliche Abschreibungen wurden möglich.

Allgemeines
Durch die deutlich höheren Einnahmen bei den Aktiensteuern sowie den Erbschafts- und Schenkungssteuern konnte der Bilanzfehlbetrag abgetragen werden. Da auch der Nettoaufwand durch Sparmassnahmen reduziert werden konnte, resultieren zusätzliche Abschreibungen von Fr. 1'312'436.14. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von Fr. 366'250.00.

Folgende markante Abweichungen gegenüber dem Voranschlag haben unter anderem zu diesem Rechnungsabschluss geführt:

Mehraufwand

.

Erwerb Schulpavillon Paradiesli

Fr.

67'000.-

Berufsbildung

Fr.

165'000.-

Nettoaufwand Dienststelle 581 (Sozialhilfe)

Fr.

94'000.-

Nettoaufwand Dienststelle 740 (Friedhof, Bestattung)

Fr.

70'000.-

 

Mehreinnahmen

 

höhere Einkommens- und Vermögenssteuern

Fr.

620'000.-

höhere Aktiensteuern

Fr.

430'000.-

höhere Erbschafts- und Schenkungssteuern

Fr.

1'525'000.-

Verwaltungsrechnung
Die nachfolgende Tabelle zeigt Aufwand und Ertrag nach Abteilungen (in tausend Fr.)

Eigenwirtschaftsbetriebe
Die Rechnung der Wasserversorgung schliesst ebenfalls positiv. So konnte die Schuld von Fr. 130'000.-- gegenüber der Einwohnergemeinde ganz abgetragen werden. Per Ende Jahr resultierte sogar ein Guthaben von rund Fr. 22'000.--.

Die Schuld der Abwasserbeseitigung bei der Einwohnergemeinde konnte im Jahr 2001 um knapp Fr. 310'000.-- abgetragen werden (Voranschlag Fr. 330'000.--). Das budgetierte Ziel wurde somit beinahe erreicht. Es wurden lediglich minimalste Investitionen von Fr. 79'000.-- getätigt wurden.

Die Wertstoffbeseitigung erzielte trotz Zuschuss der Gemeinde von Fr. 96'600.-- ein Defizit von Fr. 69'000.--. Somit ist die Schuld bei der Einwohnergemeinde weiter angewachsen und beträgt per Ende 2001 rund Fr. 263'000.--.

Entwicklung Steuersollstellung
Gemeindesteuern
Zahlen siehe separate Grafik

Zwar liegt der Ertrag der Einkommens- und Vermögenssteuern über dem budgetierten Ziel, jedoch konnte der Vorjahresstand um Fr. 370'000.-- nicht erreicht werden. Der höhere Ertrag der Aktiensteuern ist einmalig und auf Korrekturen bei der Veranlagung der Firma Franke und des Perry Centers (Aufteilung Aarburg/Oftringen) zurückzuführen. Auch die Erbschafts- und Schenkungssteuern waren 2001 ausnahmsweise hoch. Dies hat aber negative Auswirkungen auf den Einkommens- und Vermögenssteuerertrag der Folgejahre.

Steuerausstände und -abschreibungen
Nach den enormen Abschreibungen im Vorjahr resultierte im 2001 wieder ein deutlich tieferer Verlust der Steuerguthaben. Mit der Umstellung auf das neue Steuergesetz sind die Steuern 2001 fast ausnahmslos noch provisorisch. Erst im 2002 kann, nach Eingang der Steuererklärungen, die definitive Veranlagung vorgenommen werden. Der Steuerausstand ist gegenüber dem Vorjahr wiederum gesunken. Die intensive Bewirtschaftung der Steuerausstände macht sich somit deutlich bemerkbar.
Zahlen siehe separate Grafik

Abschreibungen/Bilanzfehlbetrag
Die Abschreibungen im Rechnungsjahr 2001 machen total Fr. 3'130'612.-- und setzen sich wie folgt zusammen:

Vorgeschriebene Abschreibungen auf Verwaltungsvermögen

Fr.

1'509'531.-

Abschreibung Darlehen Gasthof Bären

Fr.

300'000.-

Vorgeschriebene Abschreibungen auf Bilanzfehlbetrag

Fr.

1'729.-

Restliche Abschreibungen auf Bilanzfehlbetrag

Fr.

6'916.-

Zusätzliche Abschreibungen auf Verwaltungsvermögen

Fr.

1'312'436.-

Somit konnte der Bilanzfehlbetrag ganz abgeschrieben werden. Das Verwaltungsvermögen beträgt per Ende 2001 total Fr. 12'906'187.59.

Erkenntnisse/Ausblick
Die Rechnung hat unter anderem dank ausserordentlichen Steuererträgen erfreulich abgeschlossen. Das Ergebnis ist geprägt von einmaligen Einnahmen und dem anhaltenden Sparwillen von Souverän, Behörden und Verwaltung. Nur die dringend notwendigen Investitionen wurden getätigt und der Aufwand laufend auf seine Notwendigkeit überprüft.

Das Rechnungsergebnis 2001 bestätigt den Gemeinderat ebenfalls in seinem Bestreben, die Finanzen Aarburgs weiterhin im Griff zu haben, zumal bereits hohe Ausgaben, wie die Ortskernumfahrung, die Erweiterung der Schulräume und Schulhausrenovationen, in naher Zukunft anstehen.

Vor dem Hintergrund, dass

  • die Schuldenlast bei 19 Mio. Fr. weiterhin sehr hoch ist,
  • minimalste Investitionen, wie in den letzten Jahren getätigt, nur aufschiebende Wirkung haben,

muss für einen nachhaltigen gesunden Finanzhaushalt der Nettoaufwand weiterhin tief gehalten werden und die Steuereinnahmen (bei gleichbleibendem Steuerfuss) müssen mittelfristig erhöht werden können. Dazu braucht es in erster Linie den Willen und die Einsicht, dass weiterhin auf alles Wünschbare verzichtet wird.

Ortsbürgergemeinde
Die Ortsbürgerrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 8'000.-- ab. Das Eigenkapital der Ortsbürger erhöht sich somit auf Fr. 575'300.--.

Der Forstbetrieb schliesst mit einem Gewinn von Fr. 2'500.-- ab, der in die Forstreserve eingelegt werden konnte, welche sich auf Fr. 142'000.-- erhöht. Ausschlaggebend für dieses gute Ergebnis war zur Hauptsache der positive Abschluss im Holzproduktionsbetrieb.

Rechnungsabschluss 2001 als Download (pdf-File, 223 KB)
zum Ausdrucken und Lesen

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