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Engagement des Gewerbevereins Aarburg gegen das Lädelisterben

Die Läden im Städtli müssen aktiv unterstützt werden.

Der Gemeinderat und der Gewerbeverein Aarburg haben sich über die Ladensituation im Städtli ausgesprochen. Die Politiker und die Gewerbetreibenden sind sich einig. Es braucht gute Rahmenbedingungen und ein ausserordentliches Engagement, um die bestehenden Läden zu erhalten und neue Ladenbesitzer zu gewinnen.

In den 50er und 60er Jahren stand der Detailhandel in Aarburg noch in der Blütezeit. Zahlreiche Geschäftsinhaber fanden ihren Verdienst im Städtchen. In den vergangenen Jahren musste aber ein massiver Rückgang des Detailhandels hingenommen werden. Der Lebensmittelhandel hat sich ganz aus dem Städtchen zurückgezogen. Bekanntlich hat die Migros ihr Geschäft beim Damm aufgegeben und der nachfolgende Primo-Laden konnte die gewünschten Umsätze ebenfalls nicht erzielen. Dafür halten heute Spielsalons Einzug. Eine denkbar schlechte Entwicklung, meinen Gemeinderat und Gewerbeverein.

Verändertes Konsumverhalten
Fehler oder Fehlerhafte für diese Entwicklung müssen keine gesucht werden. Die Ursache für die heute schwierige Situation des Detailhandels liegt im veränderten Konsumverhalten der Konsumenten. Gefragt sind heute Einkaufsmöglichkeiten, wo mit dem Auto direkt vors Geschäft gefahren werden kann und alles zu kriegen ist. Das ist nun mal so. Mit dieser Ausgangslage müssen auch die Aarburger Ladenbesitzer leben. Diese Situation macht es aber für die Geschäftsinhaber besonders schwierig, wenn Investitionsentscheide gefällt werden müssen.

Verkehrssanierung und andere Chancen
Dass aber die geplante Verkehrssanierung in Aarburg die Möglichkeiten des Gewerbes vermindern soll, sieht der Gemeinderat nicht. Vielmehr erhält der Detailhandel grosse Chancen, die es zu prüfen, abzuwägen und nach Möglichkeit zu nutzen gilt.
Mit der Verkehrssanierung wird das Städtli Aarburg als Einkaufsgelegenheit um ein Vielfaches attraktiver. Es müssen aber vorbereitende Massnahmen getroffen werden, dass die Leute gerne ins Städtli einkaufen kommen. Da sollte zum Beispiel ein Café eröffnet werden können. Mit der Tourismusförderung zielt der Gemeinderat ab, der Gastronomie und dem Gewerbe allgemein zu mehr Umsatz zu verhelfen. Diese Anstrengungen werden konsequent weitergeführt. Ein Wigger Village würde nach Ansicht der Aarburger Exekutive ebenfalls positive Impulse bringen. Die Einkaufszentren und Fachmärkte werden von einer Vielzahl von Konsumenten besucht und sind nicht wegzudenken. Es geht darum, partnerschaftlich zusammen zu arbeiten, so muss der Detailhandel jede Gelegenheit nutzen, mit den grossen Händlern ins Geschäft zu kommen.

Erwartungen des Gewerbevereins
Der Gewerbeverein fordert vom Gemeinderat "gute Rahmenbedingungen", ein allgemein gültiger Begriff, den es zu verifizieren gilt. Die Gewerbler bemängeln konkret die Rechtsungleichheit gegenüber Tankstellenshops, die länger offen halten. Aber auch baupolizeiliche Vorschriften in der Altstadt behindern oft eine zeitgemässe Entwicklung. Beleuchtete Reklamen zum Beispiel sind im Altstadtbereich nicht zugelassen.
Der Gemeinderat und der Gewerbeverein stimmen überein, dass ein ausserordentliches Engagement nötig ist, um überhaupt den Ist-Zustand zu erhalten, verschweige denn, neue Läden zu fördern. In einer ersten Phase geht der Gewerbeverein nun daran, dem Gemeinderat die erforderlichen Rahmenbedingungen zu formulieren und einen Massnahmenkatalog aufzustellen, um die Ladenbesitzer aktiv zu unterstützen. Der Erfolg der Bestrebungen wird letztendlich eine Frage des Engagements aller Beteiligten sein.

Wirtschaftsförderung angesprochen
Der Gemeinderat hat die Delegierten des Gewerbevereins informiert, dass er mit Hilfe einer allenfalls extern geleiteten Wirtschaftsförderung brachstehende Fabrik- und Gewerbeareale nutzbar machen will. Der Gewerbeverein begrüsst und unterstützt die Absicht des Gemeinderates.

 

Urnenabstimmung am 4. März 2001
Das Referendum gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung vom 24. November 2000 für eine Holzschnitzelheizung ist zustande gekommen. Der Gemeinderat hat 476 gültige Unterschriften festgestellt. Das sind bedeutend mehr als der notwendige Zehntel der 3392 Stimmberechtigten in Aarburg (340 Unterschriften). Demnach entscheidet das Volk anlässlich der Grossratswahlen vom 4. März, ob bei einem Bruttokredit von 562'700 Franken für die Schulanlage Höhe eine Holzschnitzelheizung in Betrieb genommen wird. Für das Referendum zeichnet das Referendumskomitee "bürgerliche Parteien", Postfach 174, Aarburg. Das Referendumskomitee sowie die Initianten der Holzschnitzelheizung wurden vom Gemeinderat ersucht, die Argumente Pro und Kontra für einen kurzen Bericht zuhanden der StimmbürgerInnen zu liefern. Das Zustandekommen des Referendums wird im amtlichen Publikationsorgen veröffentlicht. Gegen diesen Beschluss kann innert 6 Tagen nach der Veröffentlichung beim Departement des Innern Beschwerde geführt werden.

 

Parkplätze auf dem Schulhausplatz Hofmatt
Der Schulhausplatz Hofmatt wird nach einer Versuchsdauer von einem Jahr für das öffentliche Parkieren während der Nacht von Montag - Samstag 19.00 - 06.00 Uhr und Sonntags ganzer Tag frei gegeben. Damit wird das Parkplatzangebot am Abend und am Wochenende erweitert.

 

Personelles
Der Gemeinderat hat den 38-jährigen Roger Kaufmann als neuen Badmeister der Aarburger Badi ab der Saison 2001 eingestellt. Der neue Badmeister hat eine Berufslehre als Binnenschiffer absolviert und hat sämtliche notwendigen Kurse für die Tätigkeit eines Badmeisters besucht. Die beiden letzten Badesaisons war er als Badmeister in Windisch tätig. Für die Nachfolge von Susanna Lauber, Teilzeitangestellte 50 % auf der Gemeindekanzlei, wurde Béatrice Käser, Olten, mit einem Teilzeitpensum von 30 % angestellt. Lisbeth Grosse, Leiterin der Einwohnerkontrolle übernimmt neu die Stellvertretung der Zivilstandsbeamtin Corinne Pippi, dies als Folge der Zusammenfügung der Einwohnerkontrolle und des Zivilstandsamtes in einem Büro. Die Stellvertretung II (vorher I) übernimmt Urs Wicki, Gemeindeschreiber-Stellvertreter. Die neuen Lehrlinge der Gemeindeverwaltung ab dem nächsten Sommer heissen Gabriela Meyer, Riken und Eugen Neumann, Rothrist.

 

420 Tonnen Karton und Papier
Die Schulen Aarburg haben im vergangenen Jahr bei 6 Sammlungen insgesamt 420 Tonnen Papier und Karton zusammengetragen. Im Vorjahr waren es 400 Tonnen. Für die zwischenfallfreien Sammlungen gebührt den SchülerInnen und der Lehrerschaft der beste Dank.

 

Sirenenprobealarm
Der alljährliche Sirenenprobealarm findet am Mittwoch, 7. Februar 2001, zwischen 13.30 Uhr und 14.00 Uhr statt. Im Anschluss an den Probealarm der Zivilschutz-Sirenen wird auch der Feuerwehralarm geprobt. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten.

 

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