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Gasthof Bären muss offen bleiben

Gemeinderat Aarburg begrüsst Vorgehen der Genossenschaft.

Der Vorstand der Genossenschaft Gasthof Bären will ein Gesuch um Nachlassstundung einreichen und die Fortführung des Betriebes sicherstellen. Mit Unterstützung der Neuen Aargauer Bank und der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit soll eine zukunftsgerichtete Lösung für den Bären gefunden werden. Die Aarburger Behörde begrüsst
alle Anstrengungen für den Erhalt des Bären. Generell tut sich nämlich Aufbruchstimmung breit: Die Ausgangslage für die Umfahrung des Städtli und damit eine Attraktivitätssteigerung des Ortskerns sowie Teilumsetzungen des Tourismuskonzeptes sind vielversprechend.

Der Aarburger Gemeinderat hat von den Absichten der Genossenschaft Gasthof Bären, beim Bezirksgericht ein Gesuch um Nachlassstundung einzureichen und den Betrieb weiterzuführen, Kenntnis genommen. Er begrüsst diesen Schritt und insbesondere die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit und der NAB.

Mitwirkung des Finanzchefs
Er hat den Verantwortlichen anerboten, mit Finanzchef Alois Spielmann einen Verbindungsmann zur Behörde zu stellen. Nach Auffassung des Gemeinderates muss der Bären unbedingt erhalten bleiben. Sollte er schliessen, wird der Lebensnerv des Städtli Aarburg empfindlich getroffen. Dabei sieht die Zukunft mit Ortskernumfahrung und ersten Projekten der Tourismusförderung zur Vermarktung der attraktiven Kulisse von Aarburg vielversprechend aus. Die Unterstützung der Gemeinde für den Gasthof Bären hat aber weitgehend ideellen Charakter. Eine finanzielle Beteiligung kann in der derzeitigen Situation nicht in Frage kommen.

Finanzielle Unterstützungen
In den letzten 20 Jahren wurde der Bären mit namhaften Beiträgen der Gemeinde unterstützt. 1982 wurde ein Darlehen über 300 000 Franken gewährt. Im selben Jahr gewährte die Ortsbürgergemeinde ein Darlehen von 20 000 Franken. Die Einwohnergemeindeversammlung beschloss zudem 1992 einen auf 5 Jahre befristeten, jährlichen Betriebsbeitrag von 22'500 Franken für die Erhaltung des Bärensaals für die Öffentlichkeit. Der Gasthof Bären, entstanden mit der burgseitigen Häuserzeile nach dem Stadtbrand von 1840, wurde im Jahr 1983 renoviert. Der Gasthof steht unter Heimatschutz und das verurkundete "ehehafte Tavernenrecht" bezeugt die lokale und gesellschaftliche Bedeutung dieses öffentlichen Gasthofes. Die sehr gute Zentrumslage ist von grosser Bedeutung und sollte auch für eine künftige Lösung genutzt werden können. Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass für die Liegenschaft ein Investor gefunden werden sollte. Er intensiviert seine Anstrengungen für interessante Rahmenbedingungen im Städtli. Die Umfahrung wird mit Hochdruck vorangetrieben und das Tourismuskonzept vermag erste Projekte zu produzieren, die im Verbund mit den bestehenden Ressourcen bald einmal Erfolge bringen können.

 

Bewilligung für Gartenwirtschaft des AGUA
Im März konnte der Gemeinderat Nicolas Castillo die Bewilligung für die Nutzung der Liegenschaft Landhausstrasse 17 als Speiserestaurant erteilen. Hand geboten für die Idee des Restaurants "AGUA" haben Heinz und Norma Eng, die Besitzer des "rustikalen, alten, heimeligen Gewölbekellers an idyllischer Lage", wie einer Beschreibung des Betriebsleiters über das Objekt in seinem Werbesprospekt zu entnehmen ist. An seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat Nicolas Castillo zusätzlich die Bewilligung für die Benützung des "Platzes der Begegnung" am Landhausquai als Gartenwirtschaft erteilt.

Öffentlicher Platz
Weil es sich um einen öffentlichen Platz handelt, ist die Erlaubnis mit der Auflage verbunden, die Gartenwirtschaft für öffentliche Anlässe im Bedarfsfalle zu räumen. Im Übrigen muss der Bewilligungsempfänger die einschlägigen Vorschriften wie Einhaltung der Nachtruhe sowie die gastgewerblichen Auflagen erfüllen. Die Gartenwirtschaft an der Aare wird in den Sommermonaten zum Verweilen einladen. Der Zeitpunkt der Eröffnung steht noch nicht fest. Laut Betriebsführer Nicolas Castillo werden demnächst die Einrichtungsarbeiten für das AGUA in Angriff genommen.



Umsetzung Teile Tourismuskonzept
Dank privater Initiative und der Förderung touristischer Anliegen des Gemeinderates, können bereits innert kurzer Zeit erste Teile des Tourismuskonzeptes der Gemeinde Aarburg umgesetzt werden. Die Idee der Aareschifffahrt, welche ebenfalls im Konzept enthalten ist, soll in einem nächsten Schritt an die Hand genommen werden.

 

Kommunale Gesamterneuerungswahlen am 23. September und 2. Dezember 2001
Die gegenwärtige Amtsperiode 1998/2001 läuft Ende Jahr aus. Die Gemeinden haben im Herbst 2001 die Erneuerungswahlen für die Amtsdauer 2002/05 durchzuführen. Aufgrund der vom Bundesrat festgelegten Blanko-Abstimmungsdaten hat der Gemeinderat für die kommunalen Erneuerungswahlen folgende Daten festgelegt: Sonntag, 23.9.2001, Urnengang mit 1. Wahlgang Gemeinderat und Gemeindeammann/Vizeammann sowie Schulpflege und Kommissionen (sofern keine stille Wahl zustande kommt) sowie Sonntag, 2.12.2001, Urnengang mit 2. Wahlgang Gemeinderat und Gemeindeammann/Vizeammann sowie Schulpflege und Kommissionen (sofern nötig und keine stille Wahl zustande kommt).

Gemäss Aarburger Gemeindeordnung vom 1.1.1998 müssen 5 Mitglieder des Gemeinderates, 7 Mitglieder der Schulpflege, 9 Mitglieder der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission, 3 Mitglieder und 1 Ersatzmitglied der Steuerkommission (bisher mussten 3 Ersatzmitglieder gewählt werden, gemäss neuem Steuergesetz nur noch 1 Ersatzmitglied) sowie 9 StimmenzählerInnen gewählt werden.

Wahlvorschläge bis 10. August einreichen
Am 21.5.2000 haben die Stimmberechtigten die Teilrevision des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) gutgeheissen. Die Inkraftsetzung erfolgte auf den 1.7.2000. Für die Erneuerungswahlen ergeben sich einige Aenderungen. Der Gemeinderat hat allen Ortsparteien die Neuerungen und der detaillierte Terminplan für die Wahldaten vom 23.9. und 2.12.2001 zur Kenntnis gebracht und sie mit den Formularen für die Wahlvorschläge bedient. Die Wahlvorschläge für den 1. Wahlgang sind bis spätestens am Freitag, 10. August 2001 bei der Gemeindekanzlei einzureichen. Sie sind von 10 Stimmberechtigten zu unterzeichnen. Die zur Wahl vorgeschlagenen Personen haben die Wahlannahmeerklärung zu unterschreiben, welche im Anmeldeformular integriert ist. Für die Ausfertigung des Wahlfähigkeitsausweises ist die Stimmregisterführerin besorgt.

 

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