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Friedwald im Aarburger Brüschholz

Im Aarburger Brüschholz soll demnächst ein Friedwald realisiert werden. Der als Friedwald-Schöpfer bekannte Thurgauer Ueli Sauter hat vom Gemeinderat dafür grünes Licht erhalten. Der Gemeinderat ist der neuen Bestattungsform gegenüber aufgeschlossen.

Bereits im vergangenen Herbst traten die ortsbürgerlichen Kommissionen mit dem Projekt Friedwald an den Gemeinderat. Vom Friedwald-Projekt in der Schweiz hatte man schon gehört, doch ob die neue Bestattungsform bei der Bevölkerung Akzeptanz findet, schien ungewiss. Projektleiter Ueli Sauter und seinem Verein Naturbestattung und Friedwald gelang es, das Friedwald-Projekt weiter zu verbreiten. Die Medien berichteten umfassend - jüngst hat die TV-Sendung "10 vor 10" einen Beitrag ausgestrahlt. Laut Ueli Sauter hätten die Medien und die Bevölkerung durchwegs positiv reagiert. Der Gemeinderat hat deshalb in einem zweiten Anlauf grünes Licht für einen Friedwald im Brüschholz gegeben.

Was ist ein Friedwald?
Beim Projekt "Friedwald" handelt es sich um eine von Ueli Sauter entwickelte alternative Bestattungsart. Statt die Verstorbenen bzw. ihre Asche in einem herkömmlichen Friedhof oder in einer Urnenwand zu bestatten, wird die Asche in den Wurzelbereich eines Baumes gegeben: Entweder wird sie bei der Pflanzung eines Baumes eingestreut, oder aber nachträglich eingebracht. Die Asche wird nicht in der Urne belassen. Mitglieder des Vereins für Naturbestattung und Friedwald können sich ihren eigenen Baum erwerben. Durch ein Personalservitut zugunsten des Vereins Naturbestattung und Friedwald wird der Baum auf eine längere Zeit geschützt, in der Regel 99 Jahre.

Beim Friedwald handelt es sich im Wesentlichen um ein der Natur überlassenes Stück Land mit Bestockung. Als Begräbnisplatz ist er nur den Besitzern der Bäume bekannt - erkennbar ist er als solcher von aussen nicht. Ein Friedwald ist somit weder ein Friedhof noch ein Waldfriedhof im herkömmlichen Sinne: Weder gibt es Mauern, noch Zäune, noch Skulpturen, noch eingekieste oder gepflasterte Wege, noch zentrale Sitzelemente oder ähnliches. Auch ist der Friedwald keine parkähnliche Anlage mit gepflegtem Rasen zwischen den einzelnen Bäume. Im Friedwald finden keine Begräbniszeremonien statt, wie sie von konventionellen Friedhöfen her bekannt sind; demzufolge werden auch weder Kränze noch Blumensträusse oder ähnliches deponiert.

Geeignetes Grundstück im Brüschholz
Gemeindeförster Jörg Villiger hat seit längerem vom Friedwald-Projekt Kenntnis erhalten und in den Aarburger Waldungen Ausschau nach einem möglichen Grundstück gehalten. Ein Laubmischwald im Brüschholz, dessen Baumbestand ein Alter zwischen 5 und 20 Jahren aufweist, hat sich als Friedwald-Standort anerboten. Projektleiter Ueli Sauter hat den Standort als ideal für einen Friedwald bezeichnet. Die zentrale Lage, die herrliche Aussicht, die Ruhe und die Baumartenvielfalt sprechen für das Grundstück.

Vertragliche Regelung
Der Friedwald untersteht nicht der Baubewilligungspflicht. Von der Abteilung Wald des Finanzdepartementes wurde eine forstrechtliche Bewilligung in Aussicht gestellt. Die Ortsbürgergemeinde Aarburg, vertreten durch den Gemeinderat, schliesst mit dem Verein Naturbestattung und Friedwald einen Dienstbarkeitsvertrag ab. Das Recht auf den Bestand und die Nutzung der Bäume wird auf 80 Jahre festgelegt. Im weiteren wird eine Nutzungs-, Bewirtschaftungs- und Pflegevereinbarung getroffen, in welcher auch die Entschädigung festgelegt wird. Die Entschädigung beträgt Fr. 1'500.-- je zur Verfügung gestellter Baum für die ganze Vertragsdauer.

Keine Konkurrenz bestehender Einrichtungen
Der Friedwald wird gemäss den gewonnenen Erfahrungen in bescheidenem Rahmen beansprucht und konkurrenziert in diesem Sinne die bestehende Einrichtung des Friedhofes bzw. der herkömmlichen Bestattungsart nicht. Weder das Forstamt noch Bestattungsfunktionäre der Gemeinde haben mit den Beisetzungen im Friedwald etwas zu tun. Die Gemeinde erteilt dem Verein Naturbestattung und Friedwald lediglich das Recht, das Grundstück im Brüschholz für einen Friedwald zu nutzen. Interessierte für eine Friedwald-Baumbestattung müssen sich deshalb an den Verein Naturbestattungen und Friedwald, Haldenhof, 8265 Mammen wenden.
www.friedwald.ch

 

4-Klassen-Schulpavillon auf dem Schulareal Höhe

Die Gemeindeversammlung vom 24.11.2000 hat einen Kredit von Fr. 650'000.-für die Erstellung eines 4-Klassen-Schulpavillons auf dem Schulareal Höhe genehmigt. Aufgrund des Submissionsergebnisses hat der Gemeinderat beschlossen, den Schulpavillon bei der Firma ALHO AG Wikon zu bestellen. Der eingeschossige Pavillon kommt nördlich des Pausenplatzes zu stehen. Für die Inbetriebnahme auf das Schuljahr 2001/2002 sind noch verschiedene Infrastrukturarbeiten vorzunehmen.


Projekt Ortskernumfahrung im Internet

Auf der Homepage www.aarburg.ch ist neu das Projekt Ortskernumfahrung ausführlich beschrieben und bebildert. Die Seite gibt Auskunft über Vorgeschichte, Projekt, Kosten, Übersichtsplan, Planungsstand (wird laufend aktualisiert), Baubeginn und Nutzen.


Auszahlung der Stipendien 2000

An 9 Gesuchsteller wurden zu Lasten des Ausbildungsfonds insgesamt 8'000 Franken an Stipendien zugesprochen. Die Stipendien werden jeweils mit den Zinserträgen aus dem Ausbildungsfonds und den Bundessubventionen von rund 1'900 Franken pro Jahr bestritten.

Gesuche um ein Stipendium 2001 sind der Gemeindekanzlei bis Ende Jahr einzureichen. Stipendienreglemente und -Formulare können bei der Gemeindekanzlei oder online bei www.aarburg.ch (News/Info-Schalter/Stipendien) bestellt werden.


Baubewilligungen

Es wurde folgende Baubewilligung erteilt: An den Abwasserverband Aarburg für einen Schlammumschlagplatz und einen Containerunterstand in der Wiggermatte; an die Garage U. und H. Benz GmbH für die Umnutzung Lagerhalle in Autogarage mit Werkstatt an der Ruttigerstrasse 6.

 

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