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Trinkwasserversorgung in Notlagen

Die Elektrizitäts- und Wasserversorgung Aarburg hat die Trinkwasserversorgung in Notlagen geplant. Die Hauptgefahren der Wasserversorgung sind mikrobiologische Verunreinigungen und ein länger andauernder Stromunterbruch.

Die Aarburger Behörde und die Wasserversorgung sind gewappnet. Sollte eine Versorgungsnotlage auf dem Gemeindegebiet eintreten, wissen die Verantwortlichen welche Massnahmen getroffen werden können und müssen. Die Gefahren und die möglichen Schäden wurden erfasst, die Massnahmen geplant. Die Vorbereitungsarbeiten für eine Notlage erfolgt nach der Verordnung Trinkwasserversorgung in Notlagen VTN. Das Baudepartement hat den Massnahmenplan genehmigt.

Quell- und Grundwasservorkommen
Die Wasserversorgung liefert jeden Tag in jeden Haushalt, in alle Schulen, in je-den Produktionsbetrieb einwandfreies Trinkwasser. Es muss in genügender Menge und in guter Qualität aus dem Wasserhahn fliessen. Das ist selbstverständlich. Das Trinkwasser für die Einwohner von Aarburg stammt aus dem Grundwasser des Aare-Flusstals, genauer dem Grundwasserstrom "Hägeler". Vom Grundwasserpumpwerk "Paradiesli" wird das Wasser über Leitungen und anderen techni-schen Einrichtungen direkt oder indirekt in die höher gelegenen Wasserreservoire "Spiegelberg Alt" und "Spiegelberg Neu" sowie "Rindel" gepumpt. Über das weit verzweigte Leitungsnetz fliesst das Trinkwasser von dort zu jedem Wasserhahn und zu jedem Hydranten.

Verbrauch von über 400 Liter pro Einwohner und Tag
Der Wasserbrauch pro Einwohner und Tag ist enorm. Im Durchschnitt werden über 400 Liter Trinkwasser pro Einwohner und Tag verbraucht, 160 Liter davon allein im Haushalt. Die Wasserstatistik der Elektrizitäts- und Wasserversorgung Aarburg wies für das Jahr 2003 eine verkaufte Wassermenge von 505 000 Kubikmeter aus. 72 000 Kubikmeter Wasser verliessen öffentliche Brunnen. Die Verluste inklusive Bauwasser und Spülungen betrugen weitere 248 000 Kubikmeter von den gesamthaft über 800 000 Kubikmeter Wasser, die das öffentliche Leitungsnetz im Jahr durchfliessen.

Gemeinde verantwortlich für Sicherstellung in Notlagen
Damit bei Naturereignissen wie Überschwemmungen oder durch menschliches Versagen verursachte Grundwasserverunreinigungen eine Notlage vermieden werden kann, muss eine umfangreiche Vorsorgeplanung erstellt werden. Der Bundesrat hat 1991 mit der Verordnung "über die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notlagen" entsprechende Rahmenbedingungen vorgegeben.

Die Massnahmen sollen gewährleisten, dass die normale Versorgung mit Trinkwasser so lange als möglich aufrechterhalten bleibt, auftretende Störungen rasch behoben werden können und das zum Überleben notwendige Trinkwasser jederzeit vorhanden ist.
Die Inhaber von Versorgungsanlagen müssen diese Verordnung umsetzen.
Die Gemeinde trägt für ihr Versorgungsgebiet die Verantwortung für die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notlagen.

Gefahrenszenarien und Massnahmen für Aarburg
Die vom Aargauischen Baudepartement bewilligte Massnahmenplanung trifft Vor-kehrungen für die Gefahren und Risiken, welche bei einem Stromausfall, bei einem Brandfall, bei der Verschmutzung aus dem Strassenverkehr und bei einer mikrobiologischen Verunreinigung auftreten können.

Bei einem Stromausfall über einige Stunden wird es kaum Versorgungsschwierigkeiten geben. Dafür bestehen genügend Reserven in den Reservoirs. Anders sieht es bei einem längeren Stromausfall aus. Die Pumpwerke müssen mit leistungsstarken Notstromaggregaten weiter betrieben werden, deren Installation Zeit beansprucht. Aber auch in diesem Fall wird die Versorgung nur über Stunden unterbrochen werden müssen.

Bei einer Verunreinigung aus dem Strassenverkehr müssen die Pumpen sofort abgestellt werden, um eine Verschmutzung des Leitungsnetzes zu verhindern. Kann die Verschmutzung des Netzes, auch bei einer mikrobiologischen Verunreinigung, nicht verhindert werden, wird die Bevölkerung unverzüglich über die Medien informiert und angewiesen, das Wasser nicht mehr zu benützen. Das betroffene Versorgungsnetz muss minutiös gereinigt und durch das Kantonale Labor geprüft werden, bevor es wieder zur Versorgung freigegeben wird.

Getränke-Notvorrat ist Aufgabe der Einwohner
Die Elektrizitäts- und Wasserversorgung Aarburg wird alles unternehmen, um auch in einer Notlage möglichst ohne Unterbruch Wasser liefern zu können oder Notwasserabgabestellen einzurichten. In einer Notlage muss aber damit gerechnet werden, dass die öffentliche Wasserversorgung während einiger Tage gänz-lich ausfällt. Jeder Einwohner sollte deshalb einen Notvorrat an Trinkwasser für mindestens drei Tage anlegen. Für drei Tage sind 15 bis 20 Liter pro Person erforderlich.

Zum Downloaden: Merkblatt Getränke-Notvorrat

 

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