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Leitbild Aarburg: Erste Reaktionen


Das Interesse für das Aarburger Leitbild scheint sich gemessen am Besucheraufmarsch anlässlich der Präsentation in der Mehrzweckhalle in Grenzen zu halten. Trotzdem ist der Funke für eine engagierte Diskussion über die Zukunft des Städtli gesprungen.

Die Diskussion zum Aarburger Leitbild ist lanciert. Der Gemeinderat hat seine Zukunftsvorstellungen in der Aarburger Mehrzweckhalle rund 60 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern bekannt gegeben, eine gemessen am 6500 Einwohner zählenden Städtli eine kleine Beteiligung.

Gute Dienstleistungen werden erwartet
Sowohl die interessierten Bürger - es waren am letzten Donnerstagabend vornehmlich treue Gemeindeversammlungsteilnehmer anwesend - als auch Gemeinderat und Projektgruppe dürften sich deswegen nicht irritieren lassen. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass die Einwohnerinnen und Einwohner primär gute Dienstleistungen ihrer Wohngemeinde erwarten und sich weniger über die Entwicklung Gedanken machen. Die öffentliche Hand bedient sich, gewollt oder ungewollt, seit einigen Jahren dem Modell der privatwirtschaftlich geführten Unternehmen. Der Gemeinschaftssinn tritt dadurch in den Hintergrund.

Steuerfuss vor weiteren Regionalaufgaben regionalisieren
Vor diesem Hintergrund darf keine allzu grosse Beteiligung an der Zukunftsgestaltung des Aarburger Städtli erwartet werden. Es werden sich vorab eingefleischte Aarburgerinnen und Aarburger zu Wort melden, wie das nach der Präsentation des Leitbildes der Fall war. Ein Teilnehmer fragte stellvertretend für viele interessierte Aarburgerinnen und Aarburger, welche Schwächen die vorgenommene Situations-Analyse zum Städtli zu Tage förderte, und gab die Antwort gleich selber: "Kein Geld!". Er fügte an, es gehe nicht, dass sich Aarburg überall beteilige und mitfinanziere und bei weitem den höchsten Steuerfuss habe. "Zuerst muss man den Steuerfuss regionalisieren." Eventuell müsste auch eine Fusion von Gemeinden in Betracht gezogen werden.

OKUA - Gunst der Stunde - nutzen
Der Gemeinderat kennt die finanziellen Nöte allzu gut. Niemals aber eröffnete sich dem Städtli eine solch grosse Verbesserung der Rahmenbedingungen, wie nun durch den Bau der Ortskernumfahrung. Liegenschaften, die wegen des Schmutzes vom Durchgangsverkehr nicht mehr unterhalten wurden, dürften nach der OKUA wieder genutzt werden. Die Städte Zürich, Luzern, Bern und Basel sind in mehr oder weniger 30 Minuten von Aarburg aus zu erreichen, sei es mit der Bahn oder mit dem Auto, bekräftige Gemeindeammann Karl Grob die Vorzüge des Aarestädtli, dessen gute Lage ihn vor 19 Jahren zur Wohnsitznahme in Aarburg bewogen habe.

Interessante Wohngebiete
Bauchef Hugo Zemp wusste zu berichten, dass im Gestaltungsplangebiet "Steinbille" in nächster Zeit rund 80 neuen Wohneinheiten "für höhere Ansprüche" vorgesehen sind, was gegen eine Million Franken Steuergelder pro Jahr eintragen soll. Der Gemeinderat sieht durchaus gute Chancen für die Zukunft Aarburgs. Bei den Projekten Wiggertalstrasse und A1/A2-Erweiterung fordert er die Interessen der Gemeinde Aarburg unmissverständlich ein. Dass Aarburg mit der auf kommunaler Ebene alleine finanzierten Ortskernumfahrung auch ein regionales Engagement erfüllt, ist für den Gemeinderat klar und sollte von der Region zur Kenntnis genommen werden.

Funke ist gesprungen
Die Präsentation des Aarburger Leitbildes hat einen Funken zum Springen gebracht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Präsentation sind sensibilisiert. Sie wissen, dass nicht alle Tage über die Zukunft des Wohnstädtli debattiert werden kann. Und interessante Sachfragen, die im Kontext zur Zukunft des Städtli beurteilt werden können, werden nicht ausbleiben.

Die Vernehmlassung zum Aarburger Leitbild läuft bis am 15. März 2005 (statt ursprünglich 16. Februar). Das Leitbild mit Beantwortungsteil kann auf der Gemeindekanzlei oder online (Download pdf, 376 kb) bezogen werden.

 

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