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Hornbach kommt nicht nach Aarburg!

Nachlassendes Interesse am Weber-Areal.

Die Firma Hornbach hat dem Gemeinderat Aarburg mitgeteilt, dass ihr Interesse an der „Webermatte“ stark nachgelassen hat. Das deutsche Grosshandelsunternehmen (Bau- und Gartenmarkt) beabsichtigte am Standort Aarburg zu expandieren. Der Gemeinderat musste den Firmenverantwortlichen von Anfang an erklären, dass eine Ansiedlung in Aarburg kaum möglich sein wird. Das Städtchen wird im Herbst vom Durchgangsverkehr befreit werden. Da kann es nicht darum gehen, sofort wieder Verkehr auf den bestehenden Strassenachsen zu generieren! Zudem bestehen die Produkteangebote in der näheren und weiteren Umgebung.

 

Erschliessungsplan „Högerli“

Der Regierungsrat hat den Erschliessungsplan „Högerli“ genehmigt (Ausbau Knoten Högerli/Steinrain). Es wird nun darauf ankommen, welche Bauabsichten die Grundeigentümerschaft für die Zukunft hat. Dementsprechend werden die öffentlichen und privaten Projekte koordiniert und die Kostenteilung für die Erschliessungswerke geregelt werden.

 

Auslastung SBB-Tageskarten

Nach einem halben Jahr Tageskarten-Verkauf 2007 liegt die Auslastung im Durchschnitt bei 83 Prozent. Im Jahr 2006 wurde eine durchschnittliche Auslastung von 80 Prozent erreicht. Ab 70 Prozent verkaufter Tageskarten (erhältlich bei den Einwohnerdiensten, Telefon 062 787 14 14) sind die Anschaffungskosten der Gemeinde gedeckt.

 

Verbleib bei der APK

Nach hartem Ringen verzichtet der Gemeinderat zähneknirschend auf einen Kassenwechsel und finanziert die Forderungen der Aargauischen Pensionskasse gemäss Grossratsbeschluss. Das Aarburger Gemeindepersonal bleibt bei der Aargauischen Pensionskasse APK auch nach Inkrafttreten des Pensionskassendekretes am 1.1.2008 versichert.

Harsche Kritik an der Reservebildung
Der Gemeinderat hatte bereits im Frühjahr nach Bekanntwerden des Grossratsbeschlusses die Ausfinanzierung im geforderten Umfange als volkswirtschaftlich unsinnig beurteilt. Mit der Ausfinanzierung der Deckungslücke auf 100 Prozent kann der Gemeinderat leben, obschon selbst „Pensionskassenpabst“ Professor Carl Helbling bei öffentlich-rechtlichen Kassen einen Deckungsgrad von 80-90 Prozent als genügend erachtet. Absolut unverständlich findet der Gemeinderat die Forderung einer Wertschwankungsreserve mit Verwendungsverzicht von 15 Prozent.

2.6 Millionen Franken Arbeitgeberreserve
Für die Einwohnergemeinde Aarburg heisst dies, dass zusätzlich zur Ausfinanzierung der Deckungslücke auf 100 Prozent im Betrage von 1.6 Millionen Franken weitere 2.6 Millionen Franken in die Kasse einbezahlt werden müssen. Zudem müssen rund 700'000 Franken für die Besitzstandswahrung ausgegeben werden. Die Totalaufwändungen für die Gemeinde betragen somit 4.9 Millionen Franken.

Es sind vor allem die 2.6 Millionen Franken für Wertschwankungsreserven, die dringend für die Finanzierung anstehender Investitionsaufgaben bereit stehen sollten, statt der Pensionskasse für Anlagen abliefern zu müssen.

Von diesem Mittelentzug sind alle der APK angeschlossenen Gemeinden betroffen. Die Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand wird gehemmt und läuft dem Wachstumsprogramm des Kantons Aargau diametral zuwider. Aus diesen Gründen spricht der Gemeinderat von einem „volkswirtschaftlich fragwürdigen Entscheid“.

Wenn man bedenkt, dass die erklecklichen Summen von der APK in Aktien zu Höchstkursen, überteuerte Immobilien und zum grossen Teil im Ausland investiert werden müssen, kann der Gemeinderat diesen Entscheid nicht nachvollziehen.

Volles Verständnis für mutigen Schritt der Stadt Zofingen
Deshalb zollt der Gemeinderat Aarburg seinen Kolleginnen und Kollegen in Zofingen höchsten Respekt für die konsequente Haltung. Sie wollen den Kassenwechsel vollziehen. Natürlich geht es in Zofingen um weit höhere Summen als in Aarburg (man spricht von bis zu 10 Mio. Franken), und es geht um mehr Versicherte. Relativ gesehen ist Aarburg jedoch in einer ähnlichen Situation. Und dennoch vollzieht der Gemeinderat den Schritt eines Kassenwechsels nicht. Mit ein Grund ist das damit verbundene Prozessrisi-ko über die Austrittsmodalitäten.

APK keine schlechte Kasse
Weshalb Aarburg den Kassenwechsel nicht vollzieht und das Personal weiterhin bei der APK versichert, ist zudem dem Umstand zuzuschreiben, dass die Arbeitgeberreserve von 2.6 Millionen Franken trotz Verwendungsverzicht nicht verloren ist. Erwirtschaftet die APK die notwendigen Reserven, führt dies zur Teil- oder vollständigen Rückzahlung an die Arbeitgeber.

Bei allem Abwägen, was zu tun ist, gibt schliesslich die Verlässlichkeit der APK als langjährige Vorsorgepartnerin der Gemeinde den Ausschlag für den Verbleib. Die Performance der letzten Jahre stimmt. Das Risiko ist kalkuliert. Der Aktienanteil der Anlagen liegt gegenüber anderen Kassen tiefer. Die Verwaltung ist effizient (tiefe Verwaltungskosten). Materiell wie emotional darf sich das Personal auf der sicheren Seite wägen. Seine be-rufliche Vorsorge liegt trotz allem dafür und dawider in bewährten und akzeptierten Händen, was dem Gemeinderat auch etwas wert ist.


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