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Rechnungsabschluss 2004

Ausserordentlich hohe Erbschaftssteuern führen zu gutem Abschluss.

Allgemeines
Das Rechnungsjahr 2004 fiel dank ausserordentlichen Erbschaftssteuer-Einnahmen von rund Fr. 2.7 Mio. positiv aus. Auch bei den Einkommens- und Vermögenssteuern durfte gegenüber dem Budget ein Mehr von Fr. 1.6 Mio. (+16 %) vereinnahmt werden. Jedoch wurde ein Grossteil davon durch massiv tiefere Aktiensteuern (minus 66 %) wieder kompensiert. Als Endresultat waren dennoch zusätzliche Abschreibungen von rund Fr. 3.1 Mio. möglich, ein willkommener Beitrag an die laufenden und bevorstehenden Investitionen und Sanierungen.

Es sind folgende markanten Abweichungen gegenüber dem Voranschlag zu verzeichnen:

 

Verwaltungsrechnung
Die nachfolgende Tabelle zeigt Aufwand und Ertrag nach Abteilungen
(in tausend Franken)

 

Eigenwirtschaftsbetriebe
Die Rechnung der Wasserversorgung schliesst besser ab als budgetiert (+Fr. 91'500.--). Das Guthaben gegenüber der Einwohnergemeinde nahm auf-grund der höheren Nettoinvestitionen um rund Fr. 184'200.-- ab und betrug Ende 2004 noch Fr. 139'400.--.

Das Ergebnis der Abwasserbeseitigung entspricht ziemlich genau den budgetier-ten Erwartungen. So betrug die Selbstfinanzierung rund Fr. 712'700.-- (+ Fr. 19'500.--). Durch die hohen Anschlussgebühren und tieferen Ausgaben beliefen sich die Nettoinvestitionen gerade mal auf Fr. 70'400.--, weshalb die Schuld gegenüber der Einwohnergemeinde sogar um Fr. 642'300.-- abgetragen werden konnte (Stand per 31.12.2003: Fr. 1'841'300.--).

Durch die Gebührenerhöhung erzielte die Wertstoffbeseitigung einen Über-schuss in Form von zusätzlichen Vorschussabtragungen (Fr. 69'700.--). Deshalb ist die Schuld bei der Einwohnergemeinde erstmals wieder gesunken und beträgt per Ende 2004 rund Fr. 239'400.--.

Die Rechnung der Elektrizitätsversorgung schliesst gegenüber dem Voranschlag besser ab. Jedoch fielen auf der Investitionsseite um rund Fr. 540'400.-- höhere Ausgaben an. So nahmen die Eigenmittel trotz höherem Ertragsüberschuss um Fr. 168'500.-- ab, betrugen aber per 31.12.2004 immer noch rund Fr. 3'055'800.--.

 

Entwicklung Steuersollstellung

Gemeindesteuern

Das Ergebnis bei den Gemeindesteuern zeigt ein lachendes und ein weinendes Auge. Zum einen liegen die Einkommens- und Vermögenssteuern rund Fr. 1'643'000.-- (+16 %) über dem Budget, bzw. Fr. 1'129'000.-- (+10 %) über dem Vorjahr.

Zum anderen liegen die Aktiensteuern mit rund Fr. 625'000.-- (-66 %) massiv un-ter dem Voranschlag. Die Differenz zum Vorjahr beträgt sogar Fr. 1'012'000.-- (minus 76 %). Grund dafür sind diverse Sollstellungskorrekturen, zum Teil bis zu 4 Jahre zurück.

Trotzdem schliessen die Gemeindesteuern netto mit rund Fr. 973'000.-- besser ab, als im Budget angenommen. Die Differenz zum Vorjahr beträgt Fr. -62'000.--.

 

Steuerausstände und -abschreibungen
Exakt im gleichen Rahmen, wie die Steuersollstellungen gestiegen sind, liegen auch die Ausstände höher. So beträgt der Ausstand (ohne provisorische und verfallene) 10.49 % des Steuersolls (2003: ebenfalls 10.49 %). Die Abschreibungen liegen mit Fr. 213'107.40 auf dem budgetierten Niveau.

 

Abschreibungen
Die Abschreibungen im Rechnungsjahr 2004 machen total Fr. 4'645'050.83 und setzen sich wie folgt zusammen:

Vorgeschriebene Abschreibungen auf Verwaltungsvermögen

1'556'470.00

Zusätzliche Abschreibungen auf Verwaltungsvermögen

3'088'580'83

 

Erkenntnisse/Ausblick
Die Einwohnergemeinde Aarburg kann ein sehr gutes Rechnungsergebnis 2004 vorweisen. Schliesslich konnten im vergangenen Jahr trotz hohen Investitionen weitere Fr. 1.8 Mio. an Schulden abgebaut werden.

Der gewichtigste Grund für das erfreuliche Ergebnis ist ohne Zweifel der Erbschaftssteuer-Eingang von rund Fr. 2.7 Mio. Leider hat jede Medaille zwei Seiten. So handelt es sich bei diesen Einnahmen um einmalige Gelder, und zudem fehlen diese Mittel zukünftig für die Einkommens- und Vermögensbesteuerung.

Jedoch konnten auch die Steuern der natürlichen Personen erfreulicherweise besser abschliessen. Die rund Fr. 1.6 Mio. mehr an Einkommens- und Vermögenssteuern stimmen wieder etwas zuversichtlicher für die Zukunft. Der durch das neue Steuergesetz verursachte Einbruch konnte mittlerweile überwunden und in einen Zuwachs umgewandelt werden. Schmerzlich ist allerdings das Defizit bei den Aktiensteuern. Die höheren Einnahmen der Vorjahre wurden alle in einem Jahr nach unten korrigiert.

Doch auch auf der Ausgabenseite mussten Zunahmen hingenommen werden. Nach wie vor muss die Infrastruktur den steigenden Verhältnissen angepasst werden, zum Beispiel durch weitere Aufstockungen der Kindergarten-Pensen, Folgekosten durch die Schulraumerweiterung, etc. Auch gibt die kontinuierliche Zunahme der Sozialhilfegesuche Anlass zur Sorge. Immer mehr Personen und Familien können nicht mehr selber für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Währenddem Bund und Kanton ihre Leistungen an Bedürftige mit Sparpaketen kürzen, muss die Gemeinde als letztes Auffangnetz aushelfen.

Bereits angekündigt ist das 3. Paket der Aufgabenteilung Gemeinden - Kanton
(GAT III), welches die Rechnung der Gemeinde Aarburg zusätzlich mit mehreren Steuerprozenten belasten wird. Daneben laufen weitere Programme, wie ALÜP (Aufgaben- und Lastenüberprüfung des Kantons), welche den Gemeinden noch-mals Mehrkosten verursachen werden.

Es bleibt somit nichts anderes übrig, als nach wie vor sparsam mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen, damit unsere Gemeinde auch für die Zukunft gewappnet ist.


Ortsbürgergemeinde
Die Ortsbürgerrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 25'900.-- ab. Das Eigenkapital der Ortsbürger erhöht sich dadurch auf Fr. 662'300.--.

Der Forstbetrieb erwirtschaftete einen Gewinn von Fr. 61'400.--, der in die Forst-reserve eingelegt werden konnte, welche sich auf Fr. 269'800.-- erhöht. Grund für das positive Ergebnis waren jedoch einmalige Entschädigungszahlungen.

 

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