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Neuorganisation Zivilstandsämter:
Aarburg und Oftringen spannen zusammen!

Die Gemeinderäte von Aarburg und Oftringen schlagen dem Grossen Rat ein gemeinsames Zivilstandsamt in Aarburg vor. Die Gründe für eine eigene Lösung gegenüber einer Regionslösung in Zofingen liegen bei der verstärkten Zusammenarbeit der Nachbargemeinden, dem Erhalt ideeller Werte und bei der Kosteneinsparung. Für die Bevölkerung beider Gemeinden ist so eine attraktive und kostengünstige Lösung möglich.

Am nächsten Sonntag wird via Änderung des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EG ZGB) über die Neuorganisation der Zivilstandsämter abgestimmt. Der Bund schreibt im Zusammenhang mit der landesweiten Computerisierung der Zivilstandsregister ab Juni 2004 und den steigenden Anforderungen für alle Zivilstandsbeamtinnen und Zivilstandsbeamten einen Mindestbeschäftigungsgrad von 40 Prozent vor. Diese veränderte Situation verlangt auch im Kanton Aargau eine Straffung der Zivilstandsämter.

Gemeinsames Amt Aarburg-Oftringen
Die Gemeinderäte Aarburg und Oftringen haben sich auf ein gemeinsames Zivilstandsamt in Aarburg verständigt. Sie sehen gegenüber einem Anschluss an ein Regionales Zivilstandsamt in Zofingen wesentliche Vorteile. Das gemeinsame Zivilstandsamt wird mit 100 Stellenprozenten rund 16'500 Einwohnerinnen und Einwohner umfassen und kann in den bestehenden Strukturen der Aarburger Verwaltung angeboten werden. Das heute im Zivilstandswesen tätige Personal ist bestens ausgebildet, erfahren und auch künftig ein Garant für die effiziente Erfüllung dieser Aufgabe. Weil keine neuen Einrichtungen nötig sind, fällt die Lösung für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler beider Gemeinden sehr günstig aus. Der Standort Aarburg bietet auch für Trauungen beste Voraussetzungen.

Sieben Franken je Einwohner
Das gemeinsame Zivilstandsamt Aarburg-Oftringen kostet nach Berechnung des Gemeinderates Aarburg knapp 7 Franken je Einwohner und Jahr. Die Personal- und Infrastrukturkosten sind somit relativ tief und fallen günstiger aus als beim Anschluss an Zofingen.

Zusammenarbeit verstärken
Neben dem Zusammengehen von Oftringen und Aarburg im Zivilstandswesen soll die Zusammenarbeit beider Gemeinden generell intensiviert werden. Im Bevölkerungsschutz steht ebenfalls der Zusammenschluss an. Die Stellenleitung soll Oftringen übertragen werden. Und in Zukunft werden es weitere Aufgaben sein, die nach einer gemeinsamen, kostengünstigen Lösung rufen. Beispielsweise soll auch im EDV-Bereich eine Zusammenarbeit zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

Attraktiver Trauungsort für beide Gemeinden
Dass in Aarburg heiratswilligen Einwohnerinnen und Einwohnern aus den beiden Gemeinden ein schöner Trauungsort geboten werden kann, darin besteht kein Zweifel. Heute schon wird das Museumsgärtli an der Aare für Aperitifs nach den Trauungen sehr gerne benützt. Auch besteht die Möglichkeit, den Brautleuten und den geladenen Gästen ein Rahmenprogramm zu vermitteln, wofür je länger je mehr Bedarf besteht. Die Trauungen in Aarburg beizubehalten ist eine Herausforderung für die Tourismusbemühungen. Sie stehen aber auch ganz einfach für den Erhalt ideeller Werte. Die Zeremonien sind auch bei den Zaungästen sehr beliebt und vermögen ein Städtli zu beleben.

Lösung für die nächsten Jahre
Das Zivilstandsamt Aarburg-Oftringen erfüllt die Vorgaben von Bund und Kanton. Erfahrungsgemäss wird der Grosse Rat die Autonomie der Gemeinden respektieren und deshalb dieser Lösung für die nächsten Jahre sicher zustimmen. Die Gründe für die Heirat der Zivilstandsämter Aarburg und Oftringen sind durchwegs sachlich begründet und stellen für das ebenso begründete Regionale Zivilstandsamt in Zofingen eine Ergänzung und keine Konkurrenz dar.


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