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Kunst im Rathaus
als Kontrast zum grauen Verwaltungsalltag

Erhard und Walter Roth stellen im Aarburger Rathaus aus: Zwei unterschiedliche Künstler stellen derzeit im Aarburger Rat-haus ihre Werke aus. Erhard (Harry) Roth fängt leidenschaftlich Momente des Staunens ein und präsentiert farbenfrohe Pastellbilder und Mischtechniken. Walter Roth zeigt mit seinen Intarsienbilder Handwerkskunst erster Güte.

Das Aarburger Rathaus steht nach der Fotoausstellung von Pfarrer Edi Bolliger wiederum Künstlern für die Präsentation ihrer Werke zur Ver-fügung. Vom Erdgeschoss (Seiteneingang) bis zum dritten Obergeschoss des Rathauses inklusive Vorraum der Abteilung Finanzen zieren Kunstwerke von Harry und Walter Roth die Wände.

Entführung in die Welt des Bewunderns
Der Aarburger Harry Roth, nun wohnhaft in Rothenfluh ist fasziniert von der Schönheit der Natur, von Häusern, Gegenständen und vielem mehr und begann seit Kindheit all das zeichnerisch darzustellen. Sein Anliegen ist es, den Moment des Staunens, der Freude einzufangen und bildhaft wiederzugeben. Der Betrachter soll in diese Welt des Bewunderns entführt werden, und einen Moment lang die „realen“ Zwänge unseres Daseins vergessen, schreibt der Künstler zu seinen Werken. Er möchte, dass die wunderbare Natur möglichst intakt weiteren Generationen Freude bereitet. Mit Wehmut stelle er fest, dass einige Zeitgenossen in unserer Umwelt sehr grob „herumstochern“. Sie würden damit nicht allein die Pflanzen und Tiere, sondern auch die Gefühle und Aesthetik von empfindsameren Mitmenschen verletzen. „Die Pastellkreide ermöglicht es mir, die feinen Stimmungen und Strukturen in der Natur wiederzugeben, dabei kommt auch mein spezieller Blinkwinkel, die Sichtweise und das momentane Gefühl zum Ausdruck“, erklärt Harry Roth zu seiner Technik. Seine Bilder gewinnen zunehmend an Prägnanz und sind Ausdruck davon, seinen Glauben an eine bessere Welt nicht aufzugeben, so seine philosophische Betrachtung.

Über 80 Holzarten gesammelt
Gegensätzlicher könnten die von Vater Walter Roth ausgestellten Bilder nicht sein, obschon ebenso Feingespür fürs Detail gefragt ist. Die Einlegearbeiten, sogenannte Intarsien, sind ein altbekanntes Kunsthandwerk, wo verschiedene Holzarten in Ornamentikform eingelegt wer-den. Schon in den Jugendjahren hätten ihn die Intarsien so stark fasziniert, dass er selbst nach dem Berufswechsel vom Schreiner zum Bun-desbeamten nicht von der Kunstschreinerei losgekommen sei. Walter Roth gibt zu bedenken, dass es in diesem kunsthandwerklichen Bereich keinerlei Ausbildung gebe. Er habe jahrelange Versuche benötigt, dazu gehörten Holzkenntnisse, Vertiefung in die Holzbehandlung, Anwen-dungstechniken und vieles mehr, bis mit Zeichnen und Gestalten das erste Bild geboren worden sei. Die jeweiligen Motive würden zahlreiche Studienzeichnungen voraus setzen, damit das Holz in seiner Struktur und Farbeigenschaft zur Einheit, sprich zum Bild geformt werden kön-ne. Die Schwierigkeit sei dabei, eine Zeichnung so anzulegen, dass das Motiv auch mit Holz machbar sei, denn filigrane Motive würden sich nicht mit allen Hölzern fertigen lassen, so der Künstler. Walter Roth reiste in Europa, Kanada und Asien und sammelte über 80 Holzarten.

Ausstellung im Rathaus
Die Bilder der beiden Künstler werden das Innenleben des Aarburger Rathauses rund ein Jahr beleben. Von Harry Roth sind 26 Werke aus-gestellt. Von Walter Roth sind elf Intarsien-Werke zu bestaunen. Sämtliche Werke können gekauft werden. Weitere Informationen oder die Kontaktadressen zu den beiden Aarbiger Künstler sind bei den Zentralen Diensten der Gemeindeverwaltung erhältlich.

 

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