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OKUA Aarburg:
Ein Objekt unter Aufsicht der Öffentlichkeit

Über dem OKUA-Portal an der Bahnhofstrasse werden Geschichten erzählt…

Yves Mettler, ein junger Schweizer Künstler, der in Genf und Berlin lebt, hat den Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum“ bei der Ortskernumfahrung Aarburg gewonnen.

Er erklärt nachfolgend, was es mit der Skulptur über dem Tunnel-Portal auf sich hat und geht auf Textsuche:

Mit dem Bau der Ortskernumfahrung Aarburg führte der Kanton einen Wettbewerb für Kunst im Öffentlichen Raum durch. Es ging nicht nur darum, den funktionalen Bau mit einem Kunstobjekt zu verschönern, sondern die OKUA mit der Öffentlichkeit zu verbinden.

Als Künstler war es mir wichtig die Veränderung die dem Städtli bevorsteht preiszugeben und sichtbar zu machen. Das Objekt sollte eine bewusste Verbindung herstellen zwischen dem neuen Bau und die Erfahrung, die Geschichte und Geschichten aus Aarburg.

Begehbare Skulptur aus Häusern und Tunnel
Ein Raum ist nie neutral, er hat immer eine Geschichte: Er wird bestimmt von den Menschen die sich darin einrichten und leben. Eine Veränderung von diesem Raum ist dann eben auch nie neutral, und verändert, vertieft, wie auch immer, die Bestimmung von diesem Raum.
Der Bau der OKUA vertieft nochmals die Geschichte von Aarburg in Beziehung zum Verkehr, ein Thema das die ganze Schweiz durchdringt. Dieser Bau wird die Beziehung vom Städtli zum Verkehr tief verändern. Was danach passieren wird ist noch offen und lässt von einem neuen Leben, von einer neuen Ära träumen. Die Skulptur soll diese geschichtliche Bestimmung und den kommenden Träumen preisgeben und öffentlich machen.
Die begehbare Skulptur aus Häusern und Tunnel beherbergt zugleich den unheimlichen Ausblick auf den Transitverkehr und die Erzählungen der Aarburger. Dieser neue Ort wird nicht nur ein Ort der Erinnerung sein, sondern auch der aktiven Erzählung. Die Sammlung der erzählten Geschichten wird unendlich erweiterbar und bestimmbar sein. Es ist ein bisschen wie ein Garten der unter der Aufsicht der Öffentlichkeit steht, weil diese Geschichten eben von Aarburgern geschrieben werden, von jenen Leuten, die mit Aarburg etwas erlebt haben. Es wird jedermann/-frau dazu eingeladen zu erzählen wie er nach Aarburg gekommen ist, von Aarburg gegangen ist; wo Aarburg in der Welt liegt; wer oder was durch Aarburg wanderte, oder nie ankam. Erzählungen, die die Vergangenheit beschreiben oder die Gegenwart verfolgen, öffentlich oder ganz persönlich, aber auch von der möglichen Zukunft schwärmen. Sie alle werden gesammelt und in der Skulptur immer wieder abgespielt, und immer wieder kommen neue Geschichten dazu.

Texte gesucht
Wir suchen kleine Texte zwischen 1’200 und 6’000 Zeichen (ohne Leerzeichen) zu den Stichwörtern Brücken, Strassen und Tunnels in und um Aarburg; Reisende, Touristen in Aarburg; Aarburg und die weite Welt; Warum, wie kam man nach Aarburg? Warum musste man, wollte man weg von Aarburg? Was erinnerte mich an Aarburg als ich woanders war? Womit verbinde ich Aarburg? Aarburg auf dem Weg zwischen Norden und Süden; Aarburg und seine Zukunft; Meine Zukunft in Aarburg; Was mit der Aare durch Aarburg passierte und passieren wird; In Aarburg Ferien machen; In Aarburg arbeiten; Auf dem Wanderweg um Aarburg; In der Aalnacht; An der Woog; Vor der OKUA; Die Baustelle der OKUA; Seit der OKUA; In Aarburg bauen; Aarburg und seine Nachbarn; ... Schon ein Bild im Sinn? Dann nichts wie los. Die Geschichten können sie ab jetzt schon an die Gemeinde, Email zentraledienste@aarburg.ch oder per Email an geschich-ten@theselection.net schicken.

Die Geschichten-Sammlung wird diesen Sommer anfangen. Und am diesjährigen Wasserfest lade ich, Yves Mettler, Sie persönlich ein das Projekt kennen zu lernen und dazu beizutragen, damit wir die Skulptur mit einem festen Bestand von Geschichten im Oktober gemeinsam eröffnen können. Am Wasserfest werde ich anwesend sein, bereit alle Ihre Fragen zu beantworten. Ich erwarte alle Neugierigen, die sich mit ihrem Ort auseinandersetzen wollen.

 

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