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Gemeinderat verärgert über falsche Darstellung
zum Ausbau A1/A2 im Zofinger Tagblatt

Die Gemeinde Aarburg unterstützt den Autobahnausbau seit Projektbeginn und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung.

Aarburg als Verhinderer des Autobahnausbaus darzustellen, wie es im ZT-Interview vom 3. August 2007 mit Nationalrat Ulrich Giezendanner geschehen ist, ist eine Frechheit, sagt der Aarburger Gemeinderat. Die Gemeinde übernimmt den ganzen Öko-Ausgleich für den 6 Streifen-Ausbau.

Das Zofinger Tagblatt stellte dem in Verkehrsfragen in der breiten Bevölkerung anerkannten Nationalrat Ulrich Giezendanner Fragen zur Verkehrspolitik (Interview vom 3.8.2007). Dabei ging es um die Forderung des schweizweiten Ausbaus der Nationalstrassen. Nationalrat Giezendanner erklärte, der Ausbau der A1 auf 6 Spuren von Härkingen ins Wiggertal müsse endlich an die Hand genommen werden. Nach seinem Wissensstand werde dieser Ausbau nur noch durch die Gemeinde Aarburg mit einer fragwürdigen Einsprache verhindert. Auf seine infrastrukturmässigen Wünsche für die Region befragt, erklärte der Rothrister Nationalrat, die Gemeinde Aarburg respektive der Gemeinderat soll vernünftig werden und verantwortungsbewusst mithelfen, den Ausbau der A1 auf 6 Spuren sofort zu realisieren.

Ausbau keine Frage
Dieser durch die Lokalredaktion des ZT ohne Gegendarstellung übernommene und veröffentlichte Sachverhalt ist völlig verfehlt. Seit Projektbeginn unterstützt der Gemeinderat den Autobahnausbau zwischen Härkingen und Wiggertal auf sechs Spuren. Für den Aarburger Gemeinderat ist und war es nie eine Frage, dass das Nationalstrassen-Nadelöhr ausgebaut werden muss. Von einer Einsprache des Gemeinderates Aarburg kann schon gar keine Rede sein.

Der Strassenausbau bedingt nach Umweltverträglichkeitsnormen einen ökologischen Ausgleich. Der gesamte ökologische Ausgleich für den Streckenabschnitt wurde auf Aarburger Boden, zwischen Bernstrasse und Rishalde, geplant. Der Gemeinderat ist einverstanden, dass die notwendigen Flächen zusammen mit den betroffenen Bewirtschaftern auf dem Gemeindegebiet von Aarburg geplant und realisiert werden. Ergo unterstützt die Gemeinde Aarburg den Autobahnausbau auf 6 Spuren und leistet einen wichtigen Beitrag zur raschen Realisierung. Die Gemeinde Aarburg öffentlich als Verhinderer des Autobahnausbaus darzustellen, ist dicke Post.

Getrennte Verfahren
Parallel zum Ausbauprojekt der A1/A2 laufen bekanntlich die Planungen für die Wiggertalstrasse und den neuen Aareübergang. Die Wigger-talstrasse soll ebenfalls auf der Seite Aarburg realisiert werden. In dieser Frage sind sich der Gemeinderat Aarburg und die Aargauer Baudirektion nicht einig. Der Gemeinderat will Alternativen sehen und beurteilen können. Wie er bereits früher bekannt gegeben hat, ist die Option südlich der Autobahn in die Überlegungen miteinzubeziehen. Eine WTS auf der Aarbiger Seite wird keine Erschliessungsfunktion übernehmen, und auch der spätere Bau der WTS in den Bereich des ökologischen Ausgleichs überzeugt nicht. Der Vorsteher des Baudepartementes hat die Linienführungsoption aus Aarburg aufgenommen. Derzeit laufen Zweckmässigkeitsbeurteilungen der verschiedenen Varianten.

Die Verfahren zum Nationalstrassenprojekt und die Planungen und Entscheide zur Wiggertalstrasse und einem neuen Aareübergang laufen losgelöst voneinander. Der Kanton wird nach seinen Angaben von Anfang Juli das Nationalstrassenprojekt im Herbst auflegen.

 

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