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Aarburger Leitbild
mit Volldampf entworfen

Wenn es nach dem Gemeinderat, der Projektgruppe, den interviewten Personen in der Gemeinde und den Studenten des Studiengangs Bauprozessmanagement geht, besteht kein Zweifel daran, dass die Gemeinde die Gunst der Stunde - den Bau der Ortskernumfahrung - nutzen will. In vorbildlicher Zusammenarbeit wurde der Entwurf des Aarburger Leitbildes erstellt. Eine genau so gute Zusammenarbeit wird mit der Bevölkerung angestrebt.

Eine besondere Präsentation des Leitbild-Entwurfs hatten sich die fünf Studenten der Fachhochschule Aargau ausgedacht. Im Städtli startend wurden der Gemeinderat, die Mitglieder der Projektgruppe sowie Dozenten der Fachhochschule Aargau nochmals auf den in den letzten Wochen durchlaufenen Arbeitsprozess mitgenommen.

Der Postenlauf mit Ausführungen zum schrittweisen und methodisch professionell entworfenen Aarburger Leitbild erlaubte den Teilnehmern, die Arbeit nochmals zu reflektieren. Auf der Festung, dem Ziel des Laufs, überraschten die Studenten mit einer gelungenen Präsentation zum Aufbau des Leitbilds (Leitsätze, Ziele und Massnahmen) anhand des Teilbereichs Raumentwicklung, bevor eine Schlusspräsentation und Fragerunde zum Leitbildentwurf folgte.

Kritische Beurteilung des Entwurfs
Die Begleitung durch das Studio 45, eine Lerneinheit im Studiengang Bauprozessmanagement (BPM), unter der Leitung von Hansjürg Etter, Dozent an der Fachhochschule Aargau, ist Ende Juni abgeschlossen. Die Studenten haben dem Gemeinderat in feierlicher Form die erste Fassung des Leitbilds, die Interviewauswertung (37 Interviews wurden mit Personen in der Gemeinde vertraulich durchgeführt und ausgewertet) und das Handbuch zum weiteren Prozessablauf ausgehändigt. Die erste Fassung wurde als noch nicht für die Öffentlichkeit zweckmässige Dokumentation beurteilt. Sowohl die Projektgruppe wird am Leitbildentwurf noch arbeiten, als auch der Gemeinderat wird sich noch eingehend damit befassen. Dann werden die formulierten Zukunftsvorstellungen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, und die Bevölkerung wird vor Ende des Jahres zu runden Quartiertischen eingeladen, damit sie ihre Bedürfnisse, Anliegen und Wünsche ergänzen und die bestehenden Inhalte hinterfragen kann.

Aussergewöhnlich gute Zusammenarbeit
Was nicht nur die Beteiligten zu loben vermochten, ist vor allem den Dozenten anlässlich der Präsentation der Arbeit aufgefallen: die sehr gute Zusammenarbeit von Projektgruppe und Studentengruppe. Die engagierte und von gegenseitigem Interesse geprägte Zusammenarbeit wurde als aussergewöhnlich beurteilt. Ein regelrechtes Feuer ist bei den Beteiligten im Aarburger Städtchen entbrannt, das es für den bevorstehenden, langen Weg bis zur Realisierung des Leitbildes und deren Umsetzung zu erhalten gilt. Dass noch viel Knochenarbeit zu tun ist, ist jedermann bewusst.

Wer sind die Beteiligten?
Bis anhin sind vier unterschiedliche Personengruppen an der Arbeit beteiligt. Der Gemeinderat hat die Initiative zur Erarbeitung eines Leitbildes ergriffen. Die Projektgruppe Stadtentwicklung Aarburg hat das Leitbild in Angriff genommen. Die Mitglieder sind: Béatrice Frey, IG-Zentrum; Elisabeth Widmer, Gemeinderätin; Lars Bolliger, Bauverwalter; Rolf Fritschi, IG-Aarburg; Rainer Frösch, Regionalverband RVWS; Fritz Rudolf, Wirtschaftsvertreter; Hugo Zemp, Gemeinderat. Die Studierenden des Studiengangs BauProzessManagement der Fachhochschule Aargau haben in den letzten beiden Semestern die IST-Analyse, die Grundlagenerarbeitung, die konzeptionelle Arbeit vorgenommen und die Projektgruppe beim Erstellen des Leitbilds unterstützt. Zudem standen die zahlreichen Interviewpartner den Studierenden Red und Antwort.

Was ist BauProzessManagement?
Beim Studiengang BauProzessManagement (BPM) der Fachhochschule Aargau handelt es sich um eine neue Ausbildung auf dem Gebiet des Bauwesens, die im deutschsprachigen Raum bisher einzigartig ist. BPM steht für Gestaltung, Umsetzung und Steuerung von Prozessen. Gestalten in einem ganzheitlichen Sinne verstanden, hat Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen und beeinflusst wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen.
Die zentrale Tätigkeit von BPM ist das Führen und Vernetzen von Prozessen und steht im Spannungsfeld unterschiedlichster Interessen der Beteiligten. Eine Besonderheit des Studiengangs BPM besteht darin, dass die Hälfte der Ausbildung aus Teamarbeiten, sogenannten Studios in realen Projekten, wie die Stadtentwicklung Aarburg, besteht.

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