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Gedankenaustausch mit Grundeigentümern und Investoren

Gemeinde muss Vorbildfunktion übernehmen und die Wohn- und Lebensqualität weiter fördern

Der Gemeinderat Aarburg hält das Heft fest in den Händen, wenn es um die Zukunft des Städtli mit der Umfahrung geht. Es werden intensiv Gestaltungsfragen diskutiert. In einem Gespräch mit den Grundeigentümern und Investoren der Planungsgebiete und Bauprojekte auf Aarburger Boden stellt die Exekutive in den wesentlichen Punkten Übereinstimmung fest.

Der Gemeinderat will die Zukunft des Städtli Aarburg nicht dem Zufall überlassen, deshalb hat er zum vierten Feierabendgespräch die Grundeigentümer und Investoren eingeladen und um ihre Meinung gefragt.

Grosse Herausforderung
Die Herausforderung, die auf die Gemeinde Aarburg mit der Ortskernumfahrung zukommt, ist gross. Die Attraktivität des Städtli nimmt spürbar zu. Grundeigentümer und Investoren sind interessiert Bauprojekte zu realisieren. Die Gemeinde ist gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen festzulegen. Allein die Ortskernumfahrung ist nicht das Allerheilmittel für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde. Die Gemeinde muss noch einige Hausaufgaben lösen. Zweifellos aber wird mit der Umfahrung der Altstadt die wesentlichste Bedingung für eine gesunde Entwicklung von Aarburg vorangetrieben.

Gespräch im Kurthhaus
Zu den wichtigsten Akteuren der Zukunftsgestaltung gehören die Grundeigentümer und die Investoren. Für die Aarburger Behörde ist es deshalb naheliegend, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und in Erfahrung zu bringen, welche Erwartungen sie geltend machen. Darüber hinaus hat der Gemeinderat die Gelegenheit benützt, den Besitzern unüberbauter Flächen im Aarburger Kurthhaus seine Zukunftsvorstellungen und seine Anforderungen an eine qualitative und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde zu kommunizieren.


Lebens- und Wohnqualität im Zentrum der Anstrengungen
Zwischen den geladenen Gästen einerseits und der Behörde anderseits fand ein engagierter und äusserst offener Meinungsaustausch statt. Bereichert wurde die Veranstaltung durch die Teilnahme eines Architekten und Planers. Der „Städtebauer“ gewann in den letzten Jahren wertvolle Erfahrung in städtebaulichen Projekten. Dass die Gemeinde Aarburg mit seiner einzigartigen Kulisse mit Altstadt, Festung und Aarelandschaft Potenzial aufweist, ist bekannt. Die Gesprächsteilnehmer attestierten dem Städtli eine grosse Wohnattraktivität. Trotzdem müsste einiges noch ge-tan werden respektive qualitative Angebote für die Einwohnerinnen und Einwohner geschaffen werden, was eine gute Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Hand erfordert.

Der Traum vom Käfelen, Zeitung lesen und schwatzen im Städtli
Im Städtli soll es möglich werden, sich zu treffen, ein Café zu trinken, die Zeitung zu lesen, ein Gespräch zu führen, dies alles in einer erholsamen und wohltuenden Atmosphäre. Die Bewohner sollen gute Freizeit- und Sportmöglichkeiten haben. Das Wasser sei prädestiniert, um Freizeitaktivitäten und Sport in und am Wasser auszubauen, meinte etwa eine Teilnehmerin. Dass der Gemeinderat eine hohe Wohn- und Lebensqualität anstrebt und proaktiv agiert, freut die Grundeigentümer und Investoren. Das Marketing soll in einer guten Zusammenarbeit verstärkt werden. Die Gemeinde soll sich selbstbewusst präsentieren. Die erfolgte Steuerfusssenkung wird begrüsst. Der immer noch hohe Steuerfuss soll weiter gesenkt und in der Gesamtbetrachtung des Wohnorts-Entscheides nicht mehr gegen Aarburg den Ausschlag geben.

Hornbach hätte Einfluss auf verschiedene Entwicklungsgebiete
Der geplante Baufachmarkt Hornbach auf dem Weber-Areal hätte erhebliche Auswirkungen auf die Zukunftsentwicklung des Aarestädtli. Hornbach wird auch von der Behörde als renommiertes und leistungsfähiges Unternehmen beurteilt. Mehrheitlich würden von einem solchen Bauvorhaben aber negative Auswirkungen ausgehen. Nicht nur in Be-zug auf die Zunahme von motorisiertem Verkehr in und um Aarburg, sondern der Fachmarkt hätte auch einen entscheidenden Einfluss auf die Nutzung der naheliegenden Entwicklungsgebiete. Die dortigen Grundeigentümer beabsichtigen heute einen qualitativen Wohnungsbau im gehobenen Standard. Würde Hornbach bauen, müssten sie ihre Strategie überdenken. Vielmehr würden dann Günstig-Wohnungen realisiert, weil es undenkbar ist, neben einem Grossfachmarkt mit mehreren hundert Parkplätzen qualitatives Wohnen anzubieten.

Vorbildwirkung Gemeinde
Die Hauptstossrichtung für Aarburg, nicht zuletzt der zentralen Lage wegen eine gute Wohn- und Lebensqualität zu fördern respektive zu entwickeln findet Übereinstimmung mit den Grundeigentümern und Investoren. Aus planerischer Sicht ist in Aarburg ein Nutzungsmix anzustreben. Die Gemeinde soll bei ihren Vorhaben als Vorbild agieren. Private würden die Qualität nachahmen. Der Gemeinderat hat denn auch vor kurzem bei seiner internen Standortbestimmung über die Gemeindeentwicklung festgelegt, dass den Arealen Altstadt, Bahnhof und Badi besonderes Gewicht bei der Neugestaltung beigemessen werden muss.

 

Schulsozialarbeit kommt an die EGV

Gemeinderat und Schulpflege werden der nächsten Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2007 das Konzept der Schulsozialarbeit für die Primar- und Oberstufe an den Schulen Aarburg vorstellen und 110 Stellenprozente beantragen. Der Vorlage an die Gemeindeversammlung ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Installation dieses neuen Instrumentariums vorausgegangen. Insbesondere war die Höhe der Stellenprozente umstritten. Sowohl Gemeinderat als auch Schulpflege sind zum Schluss gekommen, dass die Schulsozialarbeit in den Schulen Aarburg dringend und zwingend installiert werden muss. Ohne Schulsozialarbeit leidet die Kernaufgabe der Lehrkräfte. Die Lehrtätigkeit soll jedoch nicht zunehmend vielfältiger auftauchenden sozialen Problemstellungen zum Opfer fallen. Vielmehr gilt es, Fachkräfte in bestimmten Fällen einzusetzen (vorgesehen ist die Anstellung einer Frau und eines Mannes), die rasch die richtige Hilfe anbieten können, sei es für die Schüler, die Lehrerschaft, die Eltern oder auch zur Unterstützung der geleiteten Schule. Die Schulsozialarbeit ist keine Absage an den Erziehungsauftrag der Eltern oder den Lehrauftrag der Lehrperson. Die Schulsozialarbeit hilft jedoch allen Beteiligten der Schule in schwierigen Situationen unbürokratisch und professionell.

 

Kritik am «Bildungskleeblatt»

Gemeinderat und Schulpflege haben anlässlich ihrer letzten gemeinsamen Sitzung das „Bildungskleeblatt“ diskutiert und je eine Stellungnahme an den Kanton abgegeben. Die Meinungen der beiden Behörden weichen nur in Detailfragen von einander ab. Die Stossrichtung der Schul-Reform ist zwar in vielen Punkten richtig und begrüssenswert. Bei der konkreten Umsetzung stehen Gemeinderat und Schulpflege der Reform aber kritisch bis sehr kritisch gegenüber. Es wird auch bemängelt, dass der Aargau im Alleingang eine grosse Reform plant und sich nicht darum kümmert, dass die Reform des Bildungswesens gesamtschweizerisch harmonisiert erfolgen sollte.

 

Kugelfang Schiessanlage Spiegelberg
muss nicht saniert werden

Das Aargauische Baudepartement hat Abklärungen über die Sanierung von Kugelfängen bei Schiessanlagen getroffen. Kantonsweit wurden 368 Kugelfänge zurückgemeldet, wovon deren 214 noch in Betrieb sind. Davon sind einige bereits saniert und andere mit künstlichen Kugelfängen versehen worden.

Bei vielen Kugelfängen ist möglicherweise ein Oberflächengewässer, eine Quelle oder ein Grundwasser durch Schwermetall belastet oder gefährdet. Und bei 21 noch in Betrieb stehenden Kugelfängen besteht aufgrund der gewässerökologischen Vorabklärungen sogar ein vordringlicher Handlungsbedarf. Das bedeutet für den Anlagebetreiber (dies ist zumeist die Gemeinde), dass eine Untersuchung gemäss Altlasten-Verordnung eingeleitet oder direkt die Ausarbeitung eines Sanierungsprojektes mit der Auflage zur Dekontamination (Aushub und Entsorgung) verfügt wird.

Bei der Aarburger Anlage besteht gemäss neuester Meldung des Kantons bezüglich gewässerökologischer Gefähr-dung kein Handlungsbedarf für eine Untersuchung zur näheren Abklärung des Gefährdungspotenzials. Kantonsweit soll dies für insgesamt 121 noch in Betrieb stehende Kugelfänge gelten. Eventuell ist bei diesen Anlagen aber eine Sanierungsbedürftigkeit bezüglich Bodenschutz gegeben.

Die Kosten für Aushub und Entsorgung bzw. für die Sanierung von Kugelfängen gehen zu Lasten der Betreiber. Der Bund finanziert 40% der Kosten mit, wenn ab dem 01.11.2008 kein Schadstoffeintrag (insbesondere Blei und Antimon) mehr in den Boden erfolgt.

Der Gemeinderat ist der Meinung, dass längerfristig eine regionale Zusammenlegung der Schiessanlagen sinnvoll ist.

 

Einwandfreie Amtsführung des Zivilstandskreises

Der Zivilstandsinspektor im Departement Volkswirtschaft und Inneres attestiert dem Zivilstandskreis Aarburg-Oftringen unter der Leitung von Corinne Pippi und Stellvertreterin Andrea Traber eine tadellose Führung, Organisati-on und Erledigung der zu bearbeitenden Zivilstandsereignisse. Die Datensicherheit und der Datenschutz sind gewährleistet. Die Rückerfassung der seit 1988 eröffneten Familienregisterblätter ist zu drei Viertel abgeschlossen. Der Zivilstandskreis ist gut organisiert.

 

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