18. 11. 2015

Schulraumerweiterung Oberstufe Paradiesli Aarburg



Schulraumerweiterung Oberstufe Paradiesli Aarburg – Bereinigung der Nutzungsstruktur bringt neuen Schulraum im bestehenden Schulhaus

Ein überzeugender Projektvorschlag durch die beauftragten Architekten löst das Schulraumproblem innerhalb des bestehenden Schulhauses. Zudem wird mit einem ökonomischen, freigestellten Ergänzungsbau das Ensemble der Schulanlage erweitert. Dieser nimmt sämtliche, nicht-unterrichtsbezogene Nutzungen sowie die gesamte Schul- und Stufenleitung mit der Schulverwaltung auf.

Eine regelmässige Konsolidierung des Schulraumbedarfs aufgrund der prognostizierten Schülerzahlen sowie der Bautätigkeit erlaubt es dem Gemeinderat, aufgrund der Empfehlungen der Schulraumplanungskommission zeit- und bedarfsgerecht den notwendigen Schulraum zur Verfügung zu stellen. Dabei wird auch die aktuelle Entwicklung der Schulreformen berücksichtigt.

Entsprechend der vorausschauenden Planung ist auch der notwendige Finanzbedarf im Investitionsplan abgebildet. Die Strategie der beiden Schulzentren Paradiesli und Höhe wird weiter verfolgt. Die Typologie der „Pavillonarchitektur“, welche das Ensemble der Schulanlage aufwertend ergänzt, wird nach dem Doppelkindergarten im Jahre 2014 somit weitergeführt. Der geplante Ergänzungsbau kann später bei Bedarf aufgestockt werden.

Konsolidierung des Schulraumbedarfs und der Investitionsplanung auf der Basis der strategischen Planung
Der Schulraumbedarf für die Mittel- und Oberstufe wurde seitens der Schulpflege mit 4-6 Schulzimmern und ebenso vielen Gruppenräumen ermittelt. Die Schulanlage Paradiesli verfügt heute über keinen Gruppenraum. Dazu kommt, dass die Nicht-Unterrichtsräume wie Büros, Besprechungszimmer, Informatik und Archiv / Kopierraum beliebig und teilweise unsinnig über das gesamte Gebäude und alle drei Stockwerke verteilt sind. Neben einer konventionellen Anbauvariante als Fortführung der Erweiterung von 2003 nach Osten entstand daher die Idee, eine Bereinigung der Nutzungen im Bestand durchzuführen.

Konzeptvariante aufgrund der heute unbefriedigenden Raumverteilung
Das „Ausmisten“ aller nicht direkt dem Unterricht dienenden Nutzungen ergab tatsächlich zusätzlich vier Klassenzimmer, sechs Gruppenräume und ein Materialraum. Damit wird der Schulraumbedarf befriedigt. Alle Räume, welche im bestehenden Schulhaus umgenutzt werden, werden selbstverständlich auf den aktuellen Stand des Unterrichtens gebracht und mit den entsprechenden Medien ausgestattet.

Alle „Nicht-Unterrichtsräume“ werden gesammelt und effizient in einem erdgeschossigen Pavillon-Gebäude untergebracht. Es sind dies Büros für Schul- und Stufenleitung, Sekretariat, Informatik, Schulsozialarbeit und die Bibliothek, Lehrerzimmer sowie Kopier-, Material- und Archivräume.

Die Nutzungsstruktur wird dadurch insgesamt bereinigt und die Schulanlage Paradiesli ist sowohl im Unterrichts- als auch im Administrations- und Leitungsbereich wieder gerüstet, auch für spätere Erweiterungen.



Mit einem Solitärbau als räumliche Begrenzung des Pausenplatzes kann den verschiedenen Anforderungen nachgekommen werden. Er liegt auch optimal zu allen Gebäudeflügeln der bestehenden Anlage und der Mehrzweckhalle.

TU-Submission für das gesamte Gebäude in Holzelementbauweise
Der Solitärbau wird wiederum als Holz-Elementbau mit Holzfassade geplant. Grund dafür ist diesmal jedoch nicht der straffe Zeitplan, sondern die überzeugende Bauweise für einen erdgeschossigen Bau ohne Unterkellerung und der ökologische Aspekt des Naturbaustoffes Holz. Auch die Vorkehrungen für eine spätere Aufstockung (Prinzip Doppel-Kiga) werden bereits heute getroffen und mit dem Bau als Vorinvestition umgesetzt.



Es ist vorgesehen eine Totalunternehmer-Submission durchzuführen. Nach einer Auftragserteilung kann die detaillierte Planung angegangen und der Holzelementbau auf das Schuljahr 2017/18 hin innert kurzer Frist vor Ort aufgebaut werden. Im bestehenden Gebäude sollen jedoch bereits auf den Sommer 2016 hin zwei zusätzliche Klassenzimmer eingerichtet werden, um die Raumnot schnell zu lindern.

Kreditvorlage an der Winter-Gemeindeversammlung
Der Kostenvoranschlag auf Stufe Vorprojekt rechnet mit Aufwendungen von 2.19 Mio. Franken. Davon fallen 320‘000 Franken für die Umnutzung und Erneuerung der bestehenden Schulräume an. Die nötige Neu-Möblierung, alle Nebenkosten und die Umgebungsarbeiten sind eingerechnet.

Der Gemeindeversammlung wird ein Investitionskredit vorgelegt, welcher wiederum den notwendigen Schulraum für die nächsten Jahre sicherstellt, ohne bereits Reserven zu bauen, die vielleicht in dieser Form nicht benötigt werden.

Schulbauprojekte sind nur bedingt die Folge der Bautätigkeit
Entgegen der oft verbreiteten Meinung, dass die neuen Wohnüberbauungen und damit verbunden der kontinuierliche Anstieg der Einwohnerzahl hauptverantwortlich seien für den Bedarf an Schulraumstrukturen, sind es viel mehr die veränderten und vielschichtigen Anforderungen an den Schulbetrieb (Gruppen- und Spezialräume) sowie die Organisation mit Schul- und Stufenleitung. So hat der Zuwachs an Einwohnern in Aarburg von 460 Personen in den letzten zwei Jahren einen zusätzlichen Kindergarten bedingt. Die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Höhe wurde bereits 2010 geplant, bevor der Einwohnerzuwachs markant anzusteigen begann. Grund war auch in der Höhe erstrangig der Nachholbedarf an Raumstruktur für den zeitgemässen Unterricht.






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