10. 12. 2014

Der Gemeinderat hat der Steiner AG die Baubewilligung erteilt – Vorzeigeprojekt der Stadtaufwertung kann realisiert werden



Der Gemeinderat hat der Steiner AG die Baubewilligung erteilt – Vorzeigeprojekt der Stadtaufwertung kann realisiert werden


Die Überbauung „Bahnhof West“ unmittelbar beim ÖV-Knotenpunkt Bahnhof Aarburg überzeugt als qualitativ hochwertiges Städtebau-Projekt, wie es sich der Gemeinderat 2008 mit dem dafür beantragten Initial-Planungskredit vorgestellt hatte. Das Strategieprojekt „Stadtaufwertung Aarburg“ wird damit dem Aare-Städtchen ganz konkreten Gewinn in verschiedener Hinsicht bringen.

Die Aufwertungsstrategie, welche seit der Eröffnung der Ortskernumfahrung im Jahre 2007 verfolgt wird, scheint aufzugehen. Das Projekt, welches Investitionen von über 30 Mio. Franken auslöst, erfüllt alle Anforderungen, welche sich die Planungsverantwortlichen der Gemeinde erhofft haben und als gewinnbringend für die Gemeinde im Allgemeinen sowie für den Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof im Speziellen beurteilt werden.

Gemeinde mit erheblichem Ertrag dank der Stadtaufwertung
Dank der aktiven Rolle, welche die Gemeinde hier übernommen hat, kann sie heute stolz verkünden, dass das Projekt nicht nur zur Marktreife gebracht wurde, sondern dass sie dabei ihre Interessen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und einer städtebaulichen Visitenkarte einbringen und umsetzen konnte.

Zusammen mit den Architekten und dem Investor wurde ein Projekt entwickelt, welches der Gemeinde einen Entwicklungsschub bringen wird. Und „ganz nebenbei“ wird der Stadtaufwertungsfond mit einem Ertrag von gegen sechs Millionen Franken gespiesen werden, wenn der definitive Kaufvertrag abgeschlossen wird, wie der zuständige Gemeinderat Rolf Walser bestätigt.

Aktive Bodenpolitik und strategische Planung zahlt sich aus
Das attraktive Bauprojekt ist das Resultat einer aktiven Planung und Mitgestaltung seitens der Gemeinde. Als im Advent 2007 das ehemalige „Pro Wiggertal“- bzw. „Domotec“-Gebäude an der Güterstrasse abbrannte, erkannte der Gemeinderat, dass an diesem Platz eine Visitenkarte abgegeben wird und diese im Interesse der Gemeinde ausformuliert werden muss. Es wäre nicht auszudenken gewesen, wäre beispielswiese eine öde Lagerhalle an diesem so prominenten wie auch sensiblen Ort entstanden. Also kaufte die Gemeinde das Land im darauffolgenden Sommer kurzerhand selbst.

Damit eine gesamtheitliche und überzeugende Planung aufgegleist werden konnte, wurde ebenfalls der Güterschuppen auf der Parzelle der SBB sowie die „Rondelle“, damals im Besitz des Kantons Aargau und danach der Gemeinde abgetreten, in die Planung miteinbezogen.





Mit einem von der Gemeindeversammlung im Sommer 2008 bewilligten Initialplanungskredit von gut einer halben Million Franken wurde der Bearbeitungsschwerpunkt 5 im Rahmen der Stadtaufwertung ausgearbeitet.


Architekturwettbewerb nach SIA bringt die Qualität

In einem zweistufigen Architekturwettbewerb, welchen die Gemeinde selbst ausgeschrieben hatte, wurde 2009 das beste Projekt ausgewählt. Die Jury aus renommierten Architekten und Planern sowie Vertretern der Gemeinde erkor das Projekt des Büros Burkard Meyer Architekten BSA AG aus Baden zum Sieger. Ihr Projekt überzeugte aufgrund seiner städtebaulichen und architektonischen Entscheidungen und der damit verbundenen Massenverteilung. Man war damals der Meinung, dass das Projekt genug robust ist, damit es ohne Substanzverlust weiterentwickelt werden kann. Diese Beurteilung stellte sich als absolut richtig heraus, wie Lars Bolliger, Leiter Bau Planung Umwelt, heute feststellen darf.








Gesamte Nutzungsplanung wurde auf der Basis des Siegerprojektes durchgeführt
Für die beiden Planungsperimeter „Güterstrasse“ und „Rondelle“ beidseits der Bahnhofstrasse wurde eine „Spezialzone Bahnhof“ mit Gestaltungsplanpflicht ausgeschieden. Diese berücksichtigt sowohl die kantonale und regionale Richtplanung mit Entwicklungsschwerpunkten an ÖV-Knoten wie auch die projektspezifischen Voraussetzungen, welche sich selbstverständlich aufgrund der koordinierten Planung decken und auch auf die Ziele der Stadtaufwertung abgestimmt sind. Die Zonenplanung wie auch der Gestaltungsplan wurden im Sommer 2011 rechtskräftig.

An diesem Planungsbeispiel kann explizit mitverfolgt werden, was der Gemeinderat unter dem Titel Stadtaufwertung Aarburg versteht. Die hohe Bautätigkeit wird nicht vom Gemeinderat selbst ausgelöst, sondern durch die strategische Planung im Interesse der Gemeinde gesteuert und koordiniert, wie Gemeinderat und Ressortchef Bau Rolf Walser ausführt: „Nicht der Gemeinderat baut, sondern er begleitetet und steuert die Projekte der Investoren aktiv mit, entsprechend den Vorgaben der Masterplanung der Stadtaufwertung!“

Steiner AG entwickelte das Projekt zur Marktreife
Am Ende eines Bieterverfahrens für Investoren konnte im Februar 2013 mit der renommierten Steiner AG, Zürich ein Vorvertrag abgeschlossen werden, welcher der Steiner AG das Recht zusichert, das Projekt über das Baugesuchsverfahren bis zur Markt- und Baureife weiterzuentwickeln. Dies in Zusammenarbeit mit den siegreichen Burkard Meyer Architekten aus Baden sowie der Abteilung BPU der Gemeinde.

Der Gemeinderat ist hocherfreut, dass er am 1. Dezember 2014 die Baubewilligung erteilen durfte, nachdem im Rahmen des Baugesuchverfahrens und in Absprache mit dem Kanton und den SBB auch die letzten offenen Punkte gelöst werden konnten.


Letzte Hürde ist genommen
Die Steiner AG hat jetzt nach Erteilung der Baubewilligung zwei Jahre Zeit, die definitiven Kaufverträge abzuschliessen und mit dem Bau zu beginnen. Das Projekt sieht Nutzungen im Bereich Dienstleistung, Verkauf, Gastronomie, Wohnen mit Service-Leistung sowie Kleinwohnungen und Wohn-/Arbeits-Ateliers vor. Zudem wird eine gedeckte Park & Ride-Anlage für 23 Autos sowie eine Bike & Ride-Anlage für 115 Velos erstellt.





Die Überbauung verfügt insgesamt über eine Nutzfläche von 16‘600 m2 Bruttogeschossfläche sowie 165 Einstellhallenplätze und 20 oberirdische Kundenparkplätze. Dabei fallen etwa 2‘100  m2 an Verkaufsfläche an. Die Wohnfläche wird auf 166 Kleinwohnungen aufgeteilt.

Die unmittelbare Nähe zum ÖV-Knoten Bahnhof Aarburg-Oftringen sowie die hervorragende Lage zu den Verkehrsknoten Autobahn A1 und Bahnhof Olten prädestinieren das Projekt beziehungsweise das Nutzungskonzept in idealer Weise.


Stadtaufwertung nimmt Konturen an
Mit dem Projekt „Bahnhof West“, der Überbauung „Zimmerli-Areal“ und dem ebenfalls aus einem SIA-Wettbewerb hervorgegangenen hochwertigen Projekt „Webi-Areal“ sowie dem Wasserbauprojekt am Schnittpunkt zwischen Südquartier und Bahnhof-Areal wird ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung der hohen räumlichen und städtebaulichen Qualität geleistet. Die Projekte der privaten Investoren, in Übereinstimmung mit den intensiven Bemühungen der Gemeinde für eine attraktive Stadt, nehmen immer mehr Konturen an und zeitigen in Aarburgs Südteil bereits erfreuliche Resultate.



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