19. 02. 2014

Kastanienbäume an der Oltnerstrasse müssen ersetzt werden



Die rotblühenden Kastanien an der Oltnerstrasse müssen ersetzt werden!

Die Gemeinde Aarburg hat 2009 im Rahmen der flankierenden Massnahmen zur Städtchen-Umfahrung OKUA den Strassenraum entlang dem Alten Friedhof bis zum Wallgrabenweg neu gestaltet. Dazu wurde der Strassenquerschnitt verkleinert und neue, sichere Fussgängerinseln geschaffen. Die so gewonnene Fläche bot Platz für eine Allee aus 15 rotblühenden Rosskastanien auf einem naturnah angepflanzten Grünstreifen. Dieser trennt den Gehweg zur Fahrbahn.

Im letzten Jahr haben die mit der Pflege beauftragten Werkhof-Mitarbeiter der Gemeinde eine Häufung von aufgehellten und frühzeitig welkenden Blättern an den Bäumen festgestellt. Gleichzeitig zeigten sich an einigen Rindenstellen schwarze Vernässungen. Nähere Abklärungen durch einen Sachverständigen haben ergeben, dass es sich bei diesem Befall um das Bakterium „Pseudomonas syringae aesculi“ handelt. Eine Baumkrankheit welche erstmalig 2006 nördlich der Alpen auch an Rosskastanien-Bäumen festgestellt wurde. Dabei befallen die Bakterien sowohl die weissblühenden als auch die rotblühenden Sorten der Kastanie.

Obwohl es Nachweise gibt, dass ältere Kastanienbäume trotz dieser Krankheit noch über einige Jahre weiter leben, macht ein Erhalt des noch jungen Bestands an der Oltnerstrasse keinen Sinn. Denn trotz den extra geschaffenen, guten Bodenbedingungen sind die Jungbäume bereits stark geschwächt und für den Befall anderer Krankheiten wenig gewappnet. Zudem soll die weitere Verschleppung der Bakterien eingeschränkt werden.

Der Gemeinderat hat sich deshalb auf Anraten der Fachleute entschlossen, die Kastanienallee durch Linden zu ersetzen. Dabei wird auf die im Strassenraum bewährte Krim-Linde (Tilia euchlora) zurückgegriffen, eine Kreuzung aus der Winterlinde und der Schwarzmeer-Linde. Die Arbeiten sollen bei geeigneter Witterung Ende Februar / Anfang März ausgeführt werden.

Obwohl 2009 die Abklärung für eine geeignete Baumsorte im Strassenraum auch das Thema der Baumkrankheiten beinhaltete, konnte die damals erst aufkommende Krankheit leider noch nicht erfasst werden. Gartenbauunternehmung und Baumschule zeigen sich jedoch kulant und gewähren der Gemeinde einen grosszügigen Rabatt. Zudem wird der Werkhof Bau selbst die Vorarbeiten erledigen. Die trotzdem noch anfallenden Kosten in der Grössenordnung von 15‘000 Franken müssen im Rahmenkredit Strassenunterhalt eingespart werden.

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