04. 09. 2013

Planungen in Aarburg Nord werden konkret / Überführung Höhe / Neuer Gemeindeschreiber und Geschäftsleiter heisst Alfred Müller



Planungen in Aarburg Nord werden konkret


Gemeinderat Aarburg hat den Konzeptplan Aarburg Nord verabschiedet

Die Bemühungen der Gemeinde für eine Aufwertung in Aarburg Nord werden auch durch den Kanton und das Agglomerationsprogramm Aareland unterstützt und mitgetragen. So wird ein Betriebs- und Gestaltungskonzept Oltnerstrasse Teil der kantonalen Planung und des Verkehrsmanagements Wiggertal. Zur Aufwertung der Flussräume mit Anbindung nach Olten und Rothrist / Oftringen soll zudem im Rahmen des Agglomerationsprogramms der ersten Generation der Ausbau des Langsamverkehrsnetzes in Aarburg Nord als A-Priorität auf der Liste des Bundes ausgeführt werden.

Anlässlich der Sitzung von Ende Juni hat der Gemeinderat den Konzeptplan Aarburg Nord genehmigt und als behördeverbindliches Planungsinstrument verabschiedet. Der Konzeptplan ist eine vertiefte Weiterbearbeitung des Masterplans vom Herbst 2011.

Im Jahr 2012 wurden Gespräche zur Koordination und Kooperation geführt, so beispielsweise mit der Stadt Olten, dem Kanton Aargau und den betroffenen Grundeigentümern und Gewerbebetrieben. Mit dem Kanton konnte dadurch ein 
Betriebs- und Gestaltungskonzept BGK Oltnerstrasse mit vorgelagertem Steuer- und Leitkonzept vereinbart werden.

Im Herbst 2012 hat das Ressort Bau Planung Umwelt zusammen mit den beauftragten Planern anlässlich von drei Workshops mit den Grundeigentümern und Gewerbebetrieben kritische Inputs sowie ergänzende Ideen und Vorschläge aufgenommen.

Der Konzeptplan befasst sich mit den Themen Raumplanung, Städtebau und Verkehr. Das parallel dazu laufende Projet urbain widmet sich den sozialen Themen. Ziel der Planung ist eine langfristige Aufwertung von Aarburg Nord in den Bereichen des öffentlichen wie auch des privaten Raumes!

Ausbau Langsamverkehrsnetz im Rahmen des Agglomerationsprogramms
Mit der Anfrage des Regionalverbandes, das Langsamverkehrsprojekt Aarburg Nord im Rahmen des Agglomerationsprogramms zu verwirklichen, konnte dank der guten Vorarbeit bereits eine erste Ernte eingefahren werden. Der Bund beteiligt sich an den Agglomerationsprojekten mit 40 %.

Das Langsamverkehrsnetz in Aarburg Nord sieht einerseits eine Längsachse vom Städtchen bis nach Olten vor, andererseits die Quervernetzung des Quartiers und die Anbindung der Landschaftsräume Aare und Säliwald, welche Teil des Agglomerationsparks Aareland sind. Das Projekt eines Aareübergangs für den Langsamverkehr zum solothurnischen Ruttiger und Bornwald passt ebenso in das Agglomerationskonzept.

Mit der Umsetzung eines ersten Abschnitts des Langsamverkehrsnetzes wird für Frühling 2015 gerechnet, wobei kleine Korrekturen bei Signalisation und Markierung vorzu vorgenommen werden sollen.

Verknüpfung zum Projet urbain
Dabei soll auch das Projekt „QuAKTIV“ berücksichtigt und integriert werden. Dieses ist als eigenständiges Projekt dem Projet urbain angegliedert und setzt sich mit kinderfreundlicher Quartierentwicklung auseinander. In Zusammenarbeit soll entlang dem Langsamverkehrsnetz ein kleines Projekt unter Partizipation der Schüler und Jugendlichen realisiert werden.

Betriebs- und Gestaltungskonzept Oltnerstrasse
Gleichzeitig konnte mit der Planungsgrundlage des Konzeptplans dem Kanton auch die Notwendigkeit aufgezeigt werden, dass ein Ausbau und eine Aufwertung der Oltnerstrasse angegangen werden muss. Der Kanton wird zusammen mit der Gemeinde die Planungsarbeiten aufnehmen. Zuerst ist auf den aktuellen Verkehrszahlen ein Steuer- und Leitkonzept zu erstellen, bevor 2015 das eigentliche Betriebs- und Gestaltungskonzept ausgearbeitet werden kann.

Der Gemeinderat Aarburg hat dabei klar zum Ausdruck gebracht, dass die Oltnerstrasse nicht nur Durchgangsstrasse und Autobahnzubringer sein darf, sondern erstrangig als Zentrumsachse eines Agglomerationsraums ausgebaut werden und dabei alle nötigen Erschliessungsfunktionen für Aarburg Nord aufnehmen muss, ein Gebiet mit 3‘000 Einwohnern.

Der ÖV muss weitere Entlastung bieten
Der pünktliche Anschluss an den ÖV-Knotenpunkt Olten ist für die Pendler zentral. Ein Ausbau mit durchgehenden Busspuren von und nach Olten ist daher nötig. Weiter ist eine S-Bahn-Haltestelle in der Konzeptplanung vorgesehen. Diese ist auch als Vororientierung in den kantonalen Richtplan eingeflossen.

Nutzungsplanung löst Investorenprojekte aus
Durch die strategische Planung der Gemeinde sind auch einige Unternehmen und Grundeigentümer sowie Investoren aktiv geworden und haben perspektivische Überlegungen angestellt. Diese gilt es nun mit der noch anstehenden Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung zu koordinieren.

Entlang der Oltnerstrasse soll eine „Gewerbezone Oltnerstrasse“ erlassen werden, welche im Sinne des verdichteten Bauens einerseits und als urbaner Abschluss des dahinterliegenden Siedlungsgebietes andererseits auch eine Lärmschutzfunktion übernimmt. Den Grundeigentümern kann eine höhere und interessantere Nutzung angeboten werden, im Gegenzug verpflichten sie sich, die Konzeption des Masterplans zu übernehmen, wie etwa im Bereich von Anlieferung und Güterumschlag.

Mit einer rechtskräftigen Umzonung wird für Anfang 2015 gerechnet. Der Gemeinderat hofft, die verschiedenen Planungen auf der Zeitachse zufriedenstellend aufeinander abstimmen zu können, so dass die Gemeinde und die privaten Investoren ihre Ziele gemeinsam erreichen.

Eine anspruchsvolle Planung bringt den Erfolg
Einer etappenweisen und mittelfristigen Umsetzung der verschiedenen Teilprojekte geht eine intensive Planung voraus, die 2010 gestartet wurde. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter der Leitung des Ressorts Bau Planung Umwelt hat beharrlich an den verschiedenen Themen gearbeitet und viele Betroffene und Beteiligte mit ins Boot geholt. Der sich abzeichnende Erfolg der Planung Aarbug Nord auf Ebene Kanton und Region ist ein erster Lohn und unterstützt die einzelnen Projekte, damit diese schon bald zur Realisierung gelangen. Denn Gemeinderat Rolf Walser hält klar fest: die Stadtaufwertung wird an den Resultaten und dem nachhaltigen Erfolg gemessen. Diesem kommt Aarburg in kleinen aber bestimmten Schritten näher!

 

   



Überführung Höhe – Optimierung für den Langsamverkehr

Die Überführung Höhe erschliesst das nordöstliche Gebiet der Gemeinde. Die gesetzlichen Anforderungen erlauben die Einführung der Tempo-30-Zone auf der Brücke mit ihrer Fahrspur von ca. 7.15 m Breite nicht. Im Rahmen der Stadtaufwertung Aarburg Nord wird nun mit Markierungsarbeiten die Verkehrssituation auf der Überführung Höhe für den motorisierten und insbesondere für den Langsamverkehr optimiert.

Entlang der Südseite der Überführung wird ein neuer Fussgängerlängsstreifen (sogenannter „Aargauer Streifen“) markiert. Damit wird die Fahrbahn der Überführung auf 5.50 m verschmälert. Der durchgehende Mittelstreifen wird demarkiert. Der Verzicht auf diesen Mittelstreifen und die optische Einengung der Fahrbahn soll zur Drosselung der Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs führen. Der neue Fussgängerlängsstreifen mit der Breite von ca. 1.65 m ermöglicht als Ergänzung zur bestehenden Personenunterführung eine angenehmere oberirdische Fussgängerverbindung des nördlichen mit dem westlichen Gebiet von Aarburg Nord. Im westlichen Kurvenbereich der Überführung Höhe soll später zusätzlich eine direkte Fussgängerverbindung zum Schulhaus Höhe erstellt werden.

Im Bereich der Verzweigung Ruttigerstrasse/Überführung Höhe führen örtliche Verhältnisse mit enger Strassenführung und steiler Böschung der angrenzenden Parzelle zu ungenügenden Sichtverhältnissen. Die erforderlichen Sichtverhältnisse könnten nur mit kostenintensiven baulichen Massnahmen erreicht werden. Um die gefährlichen Konfrontationen zwischen den Fussgängern und den motorisierten Verkehrsteilnehmern in diesem Bereich zu entschärfen, ist eine ca. 15 m breite, beige Flächenmarkierung (FGSO, Quarzsand) geplant. Diese soll die Verkehrsteilnehmer für die gefährliche Situation sensibilisieren und zu einer, den Verhältnissen angepassten Verhaltensweise auffordern.

Die Umsetzung dieser Optimierungsmassnahmen für den Langsamverkehr erfolgt so rasch als möglich. Die Kosten von rund CHF 15‘000 werden dem Rahmenkredit Strassenunterhalt belastet.







Neuer Gemeindeschreiber/Geschäftsleiter heisst Alfred Müller

Nach einem ausführlichen Evaluationsverfahren hat der Gemeinderat als neuen Gemeindeschreiber/Geschäftsleiter der Gemeinde Aarburg Alfred Müller, Muhen AG, gewählt. Herr Müller ist als patentierter Gemeindeschreiber während vielen Jahren in Muhen AG erfolgreich tätig gewesen. Nach verschiedenen Weiterbildungen sucht er nun eine neue Herausforderung in der Leitung einer wesentlich grösseren Gemeinde.

Der Stellenantritt von Alfred Müller in Aarburg erfolgt am Montag, 6. Januar 2014. Der Gemeinderat heisst den neuen Gemeindeschreiber/Geschäftsleiter bereits heute herzlich willkommen. Gemeindebehörde und Verwaltung wünschen ihm, dass er sich im Rathaus Aarburg schnell einlebt und dass ihm die neue Tätigkeit viel Freude und Erfolg bringt.



Gemeinde Aarburg
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