17. 04. 2013

Fortimo Invest AG will auf Webi-Areal bauen / Polizeiliche Sicherheit / Einbürgerungsrunde 2013 / Bundesbeitrag von 50 000 Franken / Rückgang Arbeitslosigkeit / 4 883 Motorfahrzeuge / Unentgeltliche Rechtsauskunft / Baubewilligungen



Fortimo Invest AG will auf dem Webi-Areal bauen

Der Baugesuchseingabe ging ein mehrjähriger, sorgfältiger Planungsprozess mit der Gemeinde voraus
Das Areal „Webi Ost“ ist baureif geworden. Alle raumplanerischen Vorarbeiten sind abgeschlossen. Der Regierungsrat genehmigte die Änderung des Bauzonenplans. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt hat nun auch den Gestaltungsplan genehmigt. Die St. Galler Immobilienunternehmung Fortimo Invest AG hat dem Gemeinderat bereits das Baugesuch zur Prüfung und Bewilligung eingereicht.
Der Gemeinderat hat sich mit der Stadtaufwertungsstrategie einer qualitativen und nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde verschrieben. Nachdem die Gemeindeversammlung im März grünes Licht gegeben hat für die Realisierung von „Bahnhof West“ durch die Steiner AG, ist die Immobilienunternehmung Fortimo einen Schritt weiter. Das Baugesuch für eine Wohn- und Dienstleistungsüberbauung auf dem Webi-Areal Ost ist eingereicht. Das Projekt des Büros Kistler und Vogt, Biel, welches den Architekturwettbewerb im Dezember 2010 gewann, kann realisiert werden, sofern es alle raumplanerischen und baupolizeilichen Bedingungen erfüllt. Das umfangreiche Baugesuchsdossier liegt vom 22. April bis 21. Mai 2013 im Rathaus öffentlich auf.

Gestaltungsplan überzeugt
Der Gestaltungsplan, der auf der Grundlage des Architekturwettbewerbs Webi-Areal Ost und dessen Siegerprojekts erstellt wurde, überzeugt auch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Die Prüfinstanz nimmt mit der Genehmigung vom 26. März 2013 eine allgemeine Beurteilung vor und äussert sich zu Erschliessung, Parkierung und Mobilität, zur Festlegung der Baulinien, zum Schutzobjekt Villa Weber (der GP erfüllt die Anliegen der kantonalen Denkmalpflege durch die Überbauung mit grossen Einzelbauten im parkähnlich gestalteten östlichen Webi-Areal mit Integrierung des kommunalen Schutzobjekts Fabrikantenvilla Weber), zum Dorfbach und Freiraumkonzept und zum Hochwasserschutz. Die Sondernutzungsvorschriften zum Gestaltungsplan sind nach Beurteilung des DBVU sachgerecht und rechtmässig und unterstützen die Zielsetzungen des Gestaltungsplans. Der Baugesuchseinreichung ging ein rund vierjähriger Planungsprozess voraus. Die Investorin konnte von diesem nachhaltigen Vorgehen überzeugt werden. Sie baut nun auf einer hiebundstichfesten raumplanerischen Leistung, welche im Rahmen der Planungsauflage und Einsprachen noch optimiert werden konnte.

244 Wohnungen
Die Fortimo Invest AG ersucht um die Bewilligung von 244 Wohnungen und Dienstleis-tung/Gewerbe mit einer Bruttogeschossfläche von insgesamt 36 000 Quadratmetern. Bei den Wohnungen handelt es sich um 2.5-Zimmer, 3.5-Zimmer, 4.5-Zimmer und einen kleineren Anteil 5.5-Zimmer Wohnungen. Im Längsbau A entlang der Strickereistrasse sind 1 370 Quadratmeter Gewerbe im Erdgeschoss vorgesehen, und im 1. und 2. Obergeschoss sind 3 490 Quadratmeter Dienstleistung integriert. Der Längsbau B entlang des Dorfbachs enthält einen Gewerbeanteil im Erdgeschoss von 530 Quadratmeter sowie 260 Quadratmeter für eine Kindertagesstätte. Die Erschliessung der acht Punktbauten und der zwei Längsbauten erfolgt über den Kreisel Bahnhofstrasse/Strickereistrasse respektive über die Bahnhofstrasse/Weberstrasse (vier Punktbauten) zu den Tiefgarageanlagen.


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Polizeiliche Sicherheit gewährleistet

Blick auf den Bereich Sicherheit im Aarburger Rechenschaftsbericht 2012 lässt keine wirklichen sicherheitsrelevanten Probleme erkennen.
Die polizeiliche Versorgung von Aarburg erfolgt seit dem 1.1.2009 bekanntlich durch die Regionalpolizei Zofingen. Die Präsenz und damit die Prävention muss aus Sicht der Gemeinde noch erhöht werden. Schwerpunkte der polizeilichen Tätigkeiten in Aarburg waren, dies rein aus Sicht der Gemeinde mit Blick auf den Rechenschaftsbericht 2012, Geschwindigkeitskontrollen und Speedy-Messungen auf verschiedenen Strassenzügen sowie Patrouillentätigkeit bei verschiedenen Problempunkten (Hotspots). Auch Dauerbrenner wie die Missachtung des Nachtfahrverbots im Städtchen und des Linksabbiegeverbots ab der Boningerbrücke ins Städtchen wurden wiederkehrend kontrolliert.

Zeitaufwand Repol und Gemeindebeitrag
Die Repol hat im Berichtjahr ihre Produkte für jede Gemeinde erstmals detailliert erfasst. Sie hat für Aarburg im Berichtjahr 2‘614 Stunden aufgewendet. Durchgeführt bzw. geleistet wurden Gemeindepatrouillen, Nachtpatrouillen, Interventionen/Alarme, Verkehrskontrollen und Verkehrsunterricht in den Schulen. Weiter wurden Ordnungs- und Geschwindkeitsbussen ausgeteilt und Einsätze geleistet in den Bereichen Häusliche Gewalt, Einvernahmen/Befragungen, Strassenverkehrsgesetz, Fahren in angetrunkenem Zustand sowie Anzeigen und Verhaftungen. Überdies wurden Leistungen erbracht in der Rechtshilfe wie z.B. Zustellungen, polizeiliche Zuführungen, Anzeigeeröffnungen, Kontrollschilder- und Ausweisentzüge, Mietausweisungen, Einbürgerungsberichte. Der Gemeindebeitrag 2012 an die Repol belief sich auf 405 500 Franken (Vorjahr 404 700 Franken).

Verkehrskontrollen und Bussenwesen
Die Einnahmen aus von der Repol in Aarburg ausgestellten Parkbussen (solche Kontrollen erfolgen lediglich sporadisch bzw. im Anzeige-Fall) und Geschwindigkeitsbussen fliessen der Repol selbst zu. Die systematische Kontrolle des ruhenden Verkehrs erfolgt seit 1.6.2009 durch die Securitas. Diese hat 2012 Parkbussen in der Höhe von 45 340 Franken (39 560 Franken) ausgestellt. Diese Busseneingänge fliessen in die Gemeindekasse und dienen zum Teil zur Begleichung des Aufwandes.




Parkuhren / sms&Park
Die Parkuhren werden durch die Abteilung BPU bewirtschaftet. An Parkgeldern aus Parkuhren und dem sms&Park sind der Gemeinde im Berichtjahr rund 27 230 Franken (23 550 Franken) zugeflossen. Die Parkuhren neigen je länger je mehr zu Störungen und (teilweise durch Vandalismus bedingt) Reparaturen. 2010 wurde in Aarburg parallel zu den bestehenden Parkuhren flächendeckend das System sms&Park eingeführt. Die Möglichkeit, die Parkgebühren mit dem Handy zu bezahlen, wurde im Berichtjahr 2012 410 mal (Vorjahr 338) benutzt: Für die Gemeinde wird ein bedeutender Einsparungseffekt entstehen, wenn defekte Parkuhren dereinst nicht mehr bzw. nur noch durch eine einzige zentrale Parkuhr ersetzt werden müssen.

Parkkarten und PP-Vermietung
Die gelben Monats- und Jahresparkkarten sowie die Vermietung von gemeindeeigenen Parkplätzen an Private (20 in der Kloos und 2 an der Dürrbergstrasse vis-a-vis Bisang-Druck sowie 2 am Kronenrain vor dem Betreibungsamt) haben Einnahmen von 20 600 Franken (21 240 Franken) generiert.

Nachtparkierung
Insgesamt waren per Ende Berichtsjahr 2012 256 Nachtparkierer erfasst. Davon hatten 40 (2011 = 42) eine Dauerbewilligung (Semesterrechnung). 216 waren sporadische Parkierer (Einzelrechnung). Der Gemeindekasse sind aus dem Nachtparking im Berichtjahr rund 66 800 Franken (2011 = 64 600 / 2010 = 51 600 / 2009 = 61 000 Franken) zugeflossen. Den Einnahmen steht der Aufwand für die nächtliche Erfassung durch die Securitas gegenüber. Hintergrundidee bei der Nachtparkinggebühr ist die Erstellung einer gewissen Ordnung in „zugeparkten“ Quartieren. Die Liegenschaftseigentümer sollen wieder vermehrt zur Realisierung von Parkieranlagen auf privatem Grund hingeführt werden.








Einbürgerungsrunde 2013

Der Gemeinderat legt der Gemeindeversammlung vom 14. Juni 2013 16 positive Einbürgerungsanträge vor. Die Gesuche beinhalten insgesamt 19 Erwachsene bzw. Jugendliche und 7 Kinder, welche eingebürgert werden sollen. 33 Personen wurden zum schriftlichen Test eingeladen. 19 Personen erreichten die nötige Punktezahl. Die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission prüft die Vorlage des Gemeinderates zu Handen der Gemeindeversammlung.





Bundesbeitrag von 50 000 Franken

Der Bund unterstützt die Quartierentwicklung Aarburg Nord (Projet urbain). Für das laufende Jahr werden 50 000 Franken zur Verfügung gestellt. Die Projektorganisation wurde leicht modifiziert. Sie berichtet dem Gemeinderat regelmässig den Stand der Projekte: Der Quartier-Mittagstisch ist ein Thema eines Praktikums ab Beginn August. Die Sprachgruppe bestehend aus Deutsch- und Fremdsprachigen trifft sich ab 3. Mai alle zwei Wochen im Quartierbüro (14.00 bis 15.30 Uhr). In Zusammenarbeit mit der Abteilung Bau Planung Umwelt werden verschiedene Standorte für Aktivitäten der Quartiergestaltung definiert. Für das „Urban gardening“ wird noch ein Standort gesucht.






Rückgang der Arbeitslosigkeit

Der allgemeine Rückgang der Arbeitslosigkeit macht sich auch in Aarburg bemerkbar. Gegenüber 23 neuen Stellensuchenden, verzeichnet die Arbeitslosenstatistik des Kantons per März 2013 einen Abgang von 41 Stellensuchenden (- 18 Stellensuchende). Insgesamt sind 151 Aarburger Einwohnerinnen und Einwohner arbeitslos.






4 883 Motorfahrzeuge

Die Statistik Aargau weist für die Gemeinde Aarburg total 4 883 Motorfahrzeuge aus, davon 3 788 Personenwagen. Motorräder sind 478 registriert, Lieferwagen 253 und Anhänger 213.






Unentgeltliche Rechtsauskunft am 8. Mai

Die Rechtsauskunft vom Mittwoch, 1. Mai wird verschoben auf Mittwoch, 8. Mai 2013, von 17 – 18.30 Uhr, im Sitzungszimmer Kurthhaus (über der Stadtbibliothek). Fürsprecher und Notar Dr. Hans B. Diriwächter steht für Rechtsauskünfte unentgeltlich zur Verfügung. Die Rechtsauskunftsstelle ist eine Dienstleistung des Aargauischen Anwaltsverbandes.






Baubewilligungen

An Adrian Bucher für Ersatz Ölheizung am Falkenhofweg 10; an Peter und Christine Hürlimann für Neubau von zwei Abstellplätzen an der Bahnhofstrasse 70; an SVEA Baugenossenschaft für Aussensanierung Mehrfamilienhaus an der Bahnhofstrasse 14; an Regiohomes AG für Neubau von 2 Mehrfamilienhäuser an der Sommeraustrasse 13a + 13b; an Gülbin und Engin Özogul für Neubau Einfamilienhaus mit Garage an der Alten Zofingerstrasse 12; an Adrian und Beatrix Minder für Anbau Veranda an der Längackerstrasse 30; an Kuno Seifert für Neubau Autounterstand an der Brodheiteristrasse 11a; an Claudia und Erich Meier-Hunziker für Erweiterung Garage an der Alten Zofingerstrasse 52c; an Sibylle und Domenico Massimi für Anbau Gerätehaus und Neubau Sichtschutzwand an der Frohburgstrasse 29; an Staat Aargau für Abbruch Gebäude AGV Nr. 249 an der Alten Zofingerstrasse 94; an Franca und Donatello Gruosso für Neubau Einfamilienhaus mit Garage an der Alten Zofingerstrasse 14; an SIKAMA Immobilien AG für Neubau von 5 Mehrfamilienhäuser (Teil West) an der Zimmerlistrasse 12 - 20.


Gemeinde Aarburg
Rathaus, Städtchen 37
CH-4663 Aarburg

Telefon 062 787 14 20
Fax 062 787 14 10
E-mail: info@aarburg.ch