07. 02. 2013

Schulsozialarbeit Aarburg auf Kurs



Schulsozialarbeit Aarburg auf Kurs


Kim Luu und Thomas Lüscher berichten über das Jahr 2012

Der Gemeinderat hat den Jahresbericht 2012 der Schulsozialarbeit mit Interesse zur Kenntnis genommen. Die vorhandenen personellen Ressourcen werden effektiv in die Fallarbeit und in Projekte eingesetzt. Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Eltern werden in zahlreichen und unterschiedlichen Anliegen unterstützt.


Start
Nach den Herbstferien im Oktober 2011 fingen Kim Luu (30%) und Thomas Lüscher (80%) ihre Arbeit als Schulsozialarbeiter/in in Aarburg an. Die Schule Aarburg hat seit einigen Jahren die Schulsozialarbeit (SSA) installiert.  Bei den Lehrpersonen und bei den Schülern war das Angebot der SSA präsent, und entsprach, was die Schüler angeht, auch den Vorstellungen des neuen Teams.

Zu den anfänglichen Startarbeiten gehörte das Einrichten der neuen Büros, das Softwareprogramm kennenlernen, Material beschaffen, Vorstellungsrunden bei möglichst vielen Schülern und Lehrpersonen, Arbeitsaufteilung untereinander, Unterstützung bei aktuellen akuten ersten Fällen. Zudem musste spezifisches Arbeitsmaterial erarbeitet werden.

Die folgenden Statistiken beziehen sich nur auf das Kalenderjahr 2012.


Zeitaufwendungen der SSA
Insgesamt stehen der SSA 110 Stellenprozente zur Verfügung. Die Statistik über den Einsatz der SSA zeigt folgendes Bild:




Als Fallarbeit gelten Einzelgespräche mit Schülerinnen und Schülern (SuS), Elterngespräche, Lehrergespräche bezüglich eines SuS und Gruppengespräche, Kriseninterventionen sofern sie insgesamt mindestens 1 Stunde in Anspruch nehmen. Kürzere Beratungen sind unter der Rubrik Präsenz. Unter Präsenz ist zu verstehen: Kurzberatungen, Schülerhilfen und Anwesenheit in den verschiedenen Lehrerzimmern. Als Klassenprojekte zählen Präventionsprojekte und Kriseninterventionen in den Klassen. Administrative Arbeiten in Bezug auf unsere Klienten werden mit dem Softwareprogramm der Winschule erledigt. In die Rubrik Sitzungen fallen die wöchentliche Intervision, die 2 monatigen Sitzungen mit Stufen- und Schulleiter zusammen mit dem Leiter der Sozialen Dienste, die noch unregelmässig stattfindende Sitzung nur mit Stufen- und Schulleiter, Supervisionen, Weiterbildungen sowie sämtliche Sitzungen mit externen Stellen, welche zur besseren Vernetzung der SSA dienen. Unter Diverses fällt die Wegzeit zwischen den Schulhäusern und alles Nichtklassifizierbare. Unter Lehrersupport sind die Anliegen betreffend Psychohygiene zu verstehen, welche nicht direkt mit der Klasse oder mit einzelnen Schülern verbunden sind.


Themenschwerpunkte der Fallarbeit nach Zeitaufwand
Die 118 bearbeiteten Fälle generierten unterschiedlich viel Zeitaufwand. In folgender Grafik sind nicht die Anzahl Fälle massgebend, sondern der durch die SSA investierte Zeitaufwand.



Gemäss Bericht waren die Fälle mit mehreren Problematiken versehen und nicht eindeutig zuweisbar. Generell kann aber gesagt werden, dass die meisten Probleme aufgrund schwieriger Situationen zuhause auftreten.

Die SSA betreut sämtliche Schulhäuser und Kindergarten in Aarburg. Sie versuchte allen Schulhäusern gleich viel Zeit zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich sah die Verteilung folgendermassen aus.



Die verschiedenen Schulhäuser hatten auch verschiedene Themenschwerpunkte. Im Primarschulhaus Höhe waren die SSA am meisten mit Präventions- und Integrationsarbeiten beschäftigt. Im Paradiesli konnten viele niederschwellige kurze Beratungen im Auftrag von Schülern (Schülerhilfe) und einige Kriseninterventionen (Time-out) erledigt werden. Im Hofmatt war die SSA vorwiegend mit Klassen- und Gruppeninterventionen beschäftigt. In den Kindergarten durften einzelne Eltern in Erziehungsfragen beraten werden.


Fazit
Das SSA-Team ergänzt sich gut und konnte Arbeitsabläufe und Aufgabenverteilung optimieren. Das Vertrauen in die Arbeit, die im Auftrag der Sozialen Dienste Aarburg in der Schule Aarburg erledigt werden, ist vorhanden. Die meisten Aufträge erhalten die Schulsozialarbeiter von den Lehrpersonen, verhältnismässig wenig gelangen Eltern direkt an die SSA. Schüler und Schülerinnen, vor allem aus der Oberstufe nutzen das niederschwellige Angebot für ihre unterschiedlichsten Anliegen. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Stufenleitungen ist unkompliziert und konstruktiv. Die Vernetzung mit sozialen und für die Schule Aarburg wichtigen Institutionen verdichtet sich.

In der heutigen Zeit muss häufig schnell reagiert werden und es kommt zu zeitaufwendigen Kriseninterventionen. Die SSA möchte auch im kommenden Jahr etwas dagegen halten und längerfristig denken. Weiterhin soll Zeit für Präventionsprojekte zur Verfügung stehen. Bis anhin wurde ein Präventionskatalog für die Oberstufe erstellt. Anhand diesem können die Lehrpersonen zu einem aufgelisteten Thema (Cannabis, Alkohol, Sozial- und Selbstkompetenzen, Internet etc.) buchen. Diese Lektionen sollen die Schüler und Schülerinnen in erster Linie zum Reflektieren ihres eigenen Verhaltens anregen. Für die Primarschulen wird ein altersentsprechendes Modul geplant mit der Überzeugung, dass sich diese investierte Zeit später wieder um ein mehrfaches auszahlen wird.



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