04. 04. 2012

Ziele Gemeinderat bis Ende 2013



Zukunft Gemeinde: „Es ist klar, wohin wir wollen.“

Gemeinderat legt die Ziele bis Ende 2013 fest. 
Der Aarburger Gemeinderat hat an seiner Klausur die Zielsetzungen bis zum Ende der laufenden Legislatur festgelegt. Unter ständiger Kontrolle und Masshaltung des Finanzhaushalts soll die Strategie der Stadtaufwertung konsequent weitergeführt werden. Ein Meilenstein bildet die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage „Höhe“.

Der Gemeinderat Aarburg schätzt sich in der glücklichen Lage, seit Inbetriebnahme der Ortskernumfahrung Ende 2007 über klare Grundlagen für die Zukunftsgestaltung der Gemeinde zu verfügen: Zum einen wurde das Gemeinde-Leitbild erstellt, zum anderen wurde die Strategie für die Gemeindeentwicklung festgelegt. Diese Strategie heisst unverändert »Stadtaufwertung Aarburg«.

Fünf zentrale Elemente
Die Bevölkerung soll den Inhalt des Plans, wie die Gemeinde erfolgreich in die Zukunft geführt werden soll, noch besser kennen. Deshalb gibt der Gemeinderat an dieser Stelle die fünf zentralen Elemente wider, um dann die Ziele der nächsten zwei Jahre bekannt zu geben:

Stadtaufwertung Aarburg
Mit der Stadtaufwertung will die Gemeinde Aarburg ihr Potenzial ausschöpfen, den nächsten Schritt in der Stadtentwicklung vollziehen und ihr Ansehen steigern gemäss dem Leitgedanken:

«Aarburg ist eine florierende, attraktive Kleinstadt»

Die Stadtaufwertung wirkt sich positiv auf das Ortsbild aus, auf das Zusammenleben der Aarburgerinnen und Aarburger und auf die Wirtschaft. Sie dient der Weiterentwicklung Aarburgs zu einer selbstbewussten Gemeinde, die ihre Zukunft aktiv gestaltet.

Um dies zu verwirklichen und dauerhaft zu sichern, verfolgt die Stadtaufwertung die folgenden Ziele:

• Starke Identität: Mit der Festung, dem Städtli und dem Aarequai verfügt Aarburg über ein Ortsbild, dessen Stärken noch nicht voll genutzt werden. Die Stadtaufwertung bringt diese Stärken besser zur Geltung und macht sie nutzbar. Nach aussen hin gewinnt Aarburg damit an Profil und Wiedererkennbarkeit. Nach innen stärkt ein belebtes Ortszentrum die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit Aarburg.

• Wirtschaftlicher Erfolg: Die Stadtaufwertung verbessert die Chancen des Aarburger Handels und Gewerbes. Sie erleichtert die Ansiedlung neuer Unternehmen sowie erfolgreicher Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die das stimmige Ambiente bereichern. Damit fördert die Stadtaufwertung die Schaffung von Arbeitsplätzen.

• Attraktiver Wohnort: Durch hochwertigen Wohnraum, eine starke Wirtschaft und ein harmonisches Ortsbild wird die Gemeinde Aarburg mit der Stadtaufwertung mehr als zuvor zum begehrten Zuhause.

• Geplante Entwicklung: Im Rahmen der Stadtaufwertung wird aktiv Einfluss genommen auf die planmässige Gestaltung des öffentlichen Raums sowie die Bauten privater Investoren. So werden hochwertige Möglichkeiten für einen Nutzungsmix zum Wohnen, Arbeiten, zur Freizeitgestaltung und zum Einkaufen geschaffen.

• Langfristige Entwicklung: Die Stadtaufwertung ist ein langfristiger Prozess. Sie bezieht die Bürgerinnen und Bürger ein und ist solide, verantwortungsvoll geplant. Sie schafft die Basis für die Zukunft des Aarburger Gemeinwesens und der Aarburger Wirtschaft.





Zielsetzungen 2012/13

Der Gemeinderat legt die Ziele für die noch restlichen zwei Jahre der laufenden Amtsperiode fest, um die Arbeiten auf diese Zielerreichungen hin zu konzentrieren. Für die Bearbeitung der Ziele und Massnahmen sind die einzelnen Ressorts verantwortlich:

Ressort Stadtaufwertung, Wirtschaft
Das Ressort 1 von Gemeindeammann Karl Grob hat die Aufgabe, die Stadtaufwertung gesamthaft zu koordinieren. Mit den Firmen und Wirtschaftsverbänden werden regelmässige Kontakte gepflegt. Im Bereich „Regionalpolitik“ soll die Position für die nächsten zwei Jahre festgelegt werden. Es handelt sich insbesondere um die künftige Ausrichtung des Regionalverbands zofingenregio. Das Ressort 1 fokussiert im Weiteren auf eine „kundenfreundliche und effiziente Verwaltung“. Es ist Aufgabe der Kadermitglieder, bis 2013 das Stadtbüro nach Budget bzw. Spezialfonds zu realisieren. Die Verwaltung wird zudem ein Internes Kontrollsystem (IKS) einführen. Dazu gehört die Aufnahme der verschiedenen Geschäftsprozesse. Diese Arbeiten werden die Grundlage für die künftigen Anforderungen an einen zeitgemässen Verwaltungsbetrieb bilden. Sowohl die Elektronische Geschäftsverwaltung als auch E-Government werden in der Folge-Legislatur umgesetzt werden müssen.




Finanzen im Auge behalten
Das Ressort 2 von Vizeammann Alois Spielmann konzentriert sich in den nächsten zwei Jahren auf eine Finanzhaushaltpolitik, welche die Strategie des Gemeinderates nicht behindert, jedoch die Ausgaben- und Investitionsgrenzen klar aufzeigt. Die Führungsinstrumente des Gemeinderates sind insbesondere die Finanzplanung (über mehrere Jahre) und die jährlichen Budgets. Durch die Quartalsreportings während des Rechnungsjahres soll das Ausgabencontrolling verstärkt und das Budget noch besser eingehalten werden. Die finanziellen Auswirkungen der Budgetbeschlüsse und der Einsatz von Leistungsverträgen sollen noch stärker geprüft werden. Das Rechnungsmodell muss bis Ende 2013 auf HRM2 umgestellt werden.

Ressort Bau, Planung und Umwelt
Im Vordergrund der Zielerreichung des Ressorts 3 mit Gemeinderat Rolf Walser steht die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Höhe. Der Souverän hatte an der letzten Gemeindeversammlung einen Ausführungskredit von 7.78 Mio. Franken bewilligt. Das Betriebs- und Gestaltungskonzept Bahnhofstrasse ist weit vorangeschritten. Am 10. Mai wird die Bevölkerung anlässlich einer Informationsveranstaltung des Kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt umfassend orientiert. Zu den weiteren Zielsetzungen gehören die Gestaltungsplanung Altstadt, die Ausführung des Bärenplatz (Vorlagen an die Stimmberechtigten geplant auf November 2012) sowie die Revision der Nutzungsplanung mit der gesetzlichen Anpassung der Begriffe. Parallel zum „Projet Urbain“ (siehe Ressort 5) verfolgt das Ressort Bau, Planung und Umwelt die Teilprojekte des Masterplans Aarburg Nord, der durch den Gemeinderat im letzten Jahr verbindlich festgelegt wurde. Zum umfassenden Zweijahresprogramm des Ressorts gehören im Weiteren die Erschliessung Paradiesli - Falkenhof (3. Etappe) sowie die definitive Linienführung der Wiggertalstrasse in Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Region.





Bildung einer Aktiengesellschaft für die Technischen Betriebe
Das Ressort 4 von Gemeinderat Bruno Christen arbeitet prioritär an der Verselbständigung der Technischen Betriebe. Das Geschäft soll den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 21. September 2012 unterbreitet werden. Vorgängig wird die Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung umfassend ins Bild gesetzt. Weitere Zielsetzungen bis zum Ende der Legislatur sind die Erneuerung teilweise überalterter Leitungsnetze (Wasser, Elektro inkl. Trafostation und Kabelverteilkasten), die Revision der Reglemente Wasser und Elektro nach AG-Bildung, die Überarbeitung Qualitätssystem ISO9001:2008 sowie Projektstudien für die Erneuerung der Wasserreservoire Spiegelberg und Rindel und die Gewährleistung der Löschreserve.

Projet Urbain, Jugendarbeit und Kindertagesstätte
Das Schul- und Sozialressort 5 von Gemeinderat Michael Meier hat die Aufgabe, das Quartierentwicklungsprogramm (Projet Urbain) Aarburg Nord zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz umzusetzen (Krediterteilung an der Urnenabstimmung vom 11.3.2012). Der Gemeinderat wird über den Start des Projekts noch separat informieren. Im Weiteren betreut das Ressort auf dem eingeschlagenen Weg die Sozialpolitik, indem auch „Neues“ (wie zum Beispiel das Arbeitsprogramm „Passage“) ausprobiert werden soll. Im Bereich Vormundschaft steht der Wechsel zum Familiengericht als neue Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) an. Im Vordergrund stehen die einwandfreie Aktenübergabe und ein gutes Einvernehmen mit der KESB. Die ausserfamiliäre Kinderbetreuung (Kindertagesstätte) soll in der Gemeinde ohne Subventionen gewährleistet werden können. Die Schule erhält Unterstützung durch schulnahe Angebote wie die Schulsozialarbeit und durch die Vernetzung des „Projet Urbain“. Die Jugendarbeit soll ebenfalls wieder fest verankert werden.

Zusammenarbeit mit der Bevölkerung
Die Erreichung der Ziele und die Abwicklung der damit verbundenen Aufgaben bedingt in vielen Teilen die Mitarbeit und/oder Unterstützung der Aarburger Einwohnerinnen und Einwohner. Die vielen positiven Signale und die Zustimmungen zu entscheidenden Sachgeschäften stimmen den Gemeinderat zuversichtlich, zusammen mit der Bevölkerung Schritt für Schritt in Richtung einer florierenden, attraktiven Kleinstadt unternehmen zu können. Der Gemeinderat dankt an dieser Stelle der Bevölkerung für das Vertrauen.


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