29. 03. 2012

Verkehrsmassnahmen Städtli



Durchfahrt Städtchen wird optimiert
Gemeinderat hat ergänzende Massnahmen beschlossen

Seit der Inbetriebnahme der OKUA im November 2007 ist es ruhiger geworden im Städtchen. Die Absicht des Gemeinderates, dem Gewerbe genügend Luft zum Leben zu lassen und dabei aber auch den Bewohnern genügend Rechnung zu tragen, ist insgesamt aufgegangen. Trotzdem gibt es noch Optimierungsmöglichkeiten.

Heute fahren noch rund 5‘500 Fahrzeuge täglich durchs Städtchen. Dies sind etwa 1‘000 Fahrzeuge mehr als seinerzeit dem Projekt zugrunde gelegt wurden, aber etwa 20‘000 Fahrzeuge weniger als vor 2007! Gemäss den Lärmschutzvorgaben sollten es jedoch nur 3‘500 Fahrzeuge pro Tag sein, damit dereinst keine Lärmsanierung nötig wird und die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden können.

Der Verkehr im Städtchen soll nicht weiter anwachsen
Der Verkehr wächst jährlich generell um 2 %. Diese Zahl ist erhärtet, und auch die Tatsache, dass der Verkehr sich immer den schnellsten Weg zum Ziel sucht. Daher muss der Verkehr rund um die Ortskernumfahrung bzw. durchs Städtchen regelmässig überprüft werden. Vor zwei Jahren hat der Gemeinderat drei Ziele festgelegt, die er verfolgen will:

• Der Durchgangsverkehr soll möglichst auf die Umfahrung
• Das Städtchen ist nicht als Stauraum zu benützen
• Möglichst einfache und verständliche Verkehrsführung

Mit diesen drei postulierten Zielen soll sichergestellt werden, dass sich der Verkehr durchs Städtchen noch weiter reduziert oder aber zumindest nicht ansteigt. Dabei hat der Gemeinderat immer wieder das Gespräch mit dem Gewerbe gesucht und dabei aber auch die Anliegen der Städtchenbewohner nicht ausser acht gelassen.





Die Interessen des Städtchen-Gewerbes berücksichtigen
Bereits im Januar 2011 hat Ressortleiter Rolf Walser das Städtchengewerbe zum Informationsaustausch und Gespräch eingeladen. Die Inputs wurden aufgenommen. Zusammen mit der Abteilung Verkehr des Departements Bau, Verkehr und Umwelt wurden Lösungen gesucht und die Vorschläge möglichst in den Massnahmen berücksichtigt. Die danach vom Gemeinderat verabschiedeten Massnahmen wurden diesen Februar nochmals mit Vertretern des Gewerbes konsolidiert und danach definitiv beschlossen. Die Abteilung Bau Planung Umwelt wurde nun mit der Publikation sowie mit der Umsetzung beauftragt.

Das Verkehrsregime lässt sich nicht ganz einfach nur mit Einführung einer Tempo 30 Zone lösen wie andernorts, da die Verkehrsbeziehung Olten – Gäu und umgekehrt durchs Städtchen eine deutliche Abkürzung darstellt gegenüber dem Weg über die Umfahrung, zumindest distanzmässig. Daher mussten bereits 2007 zusätzliche Beschränkungen verfügt werden.



Massvolle Erweiterung der Durchfahrtsbeschränkung am Abend
Die Durchfahrtsbeschränkung „Im Verkehr mit der Altstadt gestattet“ für PW und Motorräder von 24.00 – 06.00 Uhr wird ausgedehnt auf 22.00 Uhr – 06.00 Uhr. Am einfachsten wäre eine generelle Regelung „Im Verkehr mit der Altstadt gestattet“ für den ganzen Tag. Jedoch kann der Gemeinderat das Argument des Gewerbes nachvollziehen, dass dabei die Läden langsam in Vergessenheit geraten, wenn der Durchgangsverkehr vollständig untersagt wird.





Lösung für das Gebiet Wallgraben / Bifang
Für die Beziehung Gäu – Olten via Boningerbrücke wurde mit Eröffnung der Umfahrung ein Linksabbiegeverbot verfügt. Dieses hat jedoch immer wieder zu Diskussionen geführt und ist auch schwierig zu kontrollieren. Vor allem die Zufahrt zum Gebiet Wallgraben / Bifang ist damit unbefriedigend geregelt, da dieses vom Durchfahrtsverbot von der Boningerbrücke her betroffen ist. Mit der neuen Ergänzung des Linksabbiegeverbots mit „Ausgenommen bis Wallgrabenweg“ kann dieses Gebiet neu auch von Boningen her durchs Städtchen angefahren werden und der Umweg über die Umfahrung entfällt.

Diese Massnahme wird im Städtchen gering mehr Verkehr generieren. Daher sind weitere Massnahmen zu erlassen, welche das Verkehrsaufkommen reduzieren.





Die Tempo 30 Zone wird verlängert
Damit die Fahrt durchs Städtchen für den Durchgangsverkehr weniger attraktiv wird, wird die 30-er Zone verlängert. Das nördliche Portal wird von der Alten Turnhalle zum Alten Friedhof verschoben. Dies verlängert die Strecke mit 30 Km/h als Maximalgeschwindigkeit um gut 300 m. Dadurch wird auch der Verkehrsfluss zwischen Alter Post und Altem Friedhof auf einer relativ langen Strecke beruhigt.

Zone Tempo 30 und Durchfahrtsbeschränkung nicht mehr identisch
Dadurch sind neu die beiden „Zonen“ nicht mehr flächengleich. Währenddem die zeitliche Durchfahrtsbeschränkung „Im Verkehr mit der Altstadt gestattet“ immer noch von der Alten Post bis zur Alten Turnhalle gilt und mit den beiden Wechselsignalen angezeigt wird, führt die 30-er Zone von der Alten Post neu bis zum Alten Friedhof. Die Stelen mit der Signalisation „Zone 30“ zeigen dies an.

Nahziele werden auf der Umfahrung signalisiert
Der Kanton wird die Anzeigetafeln auf der Umfahrung mit den effektiven Nahzielen anstelle „Transit“ ergänzen, wo dies sinnvoll ist, namentlich mit „Boningen“. Dadurch erhofft sich der Kanton und der Gemeinderat, dass auch vermehrt die Fahrzeuglenker in Richtung Boningen die Umfahrung nehmen und via die Ausfahrt Bahnhof und Bahnhofstrasse zur Boningerbrücke gelangen.

Zone Tempo 30 für den Fliederweg als letzter Baustein
Zusammen mit den vorgenannten Verkehrsbeschränkungen wird auch noch für die Fliederstrasse eine Tempo 30 Zone ausgeschrieben. Die amtliche Publikation läuft vom
2. April bis am 1. Mai 2012. Danach werden alle dafür vorgesehenen Gebiete in der Gemeinde mit der 30-er Zone ausgestattet sein.

Die Umsetzung all dieser Massnahmen ist im Laufe dieses Frühlings / Frühsommers vorgesehen und bildet einen vorläufigen Abschluss der Verkehrsplanungen rund um die OKUA sowie den 30-er Zonen. Jedoch werden im Rahmen des regionalen Verkehrsmanagements, welches der Kanton in Auftrag gegeben hat, sowie der ausgelasteten Oltnerstrasse die nächsten Aufgaben nicht allzu Lange auf sich warten lassen, ist sich Lars Bolliger, Leiter Bau Planung Umwelt, sicher.





 

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