25. 01. 2012

Agglomerationsprogramm 2. Generation - Gemeinderat unterstützt Massnahmen



Betriebs- und Gestaltungskonzept Bahnhofstrasse (K130) geniesst hohe Priorität


Im Agglomerationsprogramm AareLand als A-Massnahme aufgeführt.

Der Gemeinderat Aarburg begrüsst die vorgesehenen Massnahmen im Rahmen des Agglomerationsprogramms 2. Generation und unterstützt auch die Vernehmlassung des Regionalverbands Zofingenregio. Gegenüber dem Departement Bau Verkehr und Umwelt bekräftigt er die Priorisierung des Projekts Bahnhofstrasse Aarburg. Der neue Aareübergang ist an die Wigger-talstrasse Nord anzuschliessen. Mit verschiedenen Massnahmen soll die Oltnerstrasse nachhaltig entlastet werden.

Bis Ende Juni 2012 muss das Agglomerationsprogramm AareLand 2. Generation dem Bund eingereicht werden. Die Departemente Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau und Bau und Justiz des Kantons Solothurn haben das Programm in die Behördenvernehmlassung gegeben. Es zeigt die terminliche Planung auf und gliedert die Massnahmen in A-Massnahmen (2015 – 2018), B-Massnahmen (2019 – 2022) und C- Massnahmen (2023 – 2026). Von entscheidender Bedeutung sind derzeit die A-Massnahmen der Periode 2015 – 2018 (u.a. Bahnhofstrasse), die effektiv umgesetzt und durch den Bund mitfinanziert werden sollen.

Kanton und Gemeinde erstellen Auflageprojekt BGK Bahnhofstrasse
Das Betriebs- und Gestaltungskonzept wurde letztes Jahr abgeschlossen und von Kanton und Gemeinde verabschiedet. Zur Zeit wird das Auflageprojekt erarbeitet. Im ersten Halbjahr 2012 soll erstmals ausführlich über das Projekt öffentlich informiert werden. Die Sanierung und Aufwertung der Achse Bahnhof - Städtchen ist ein weiteres, wichtiges Puzzleteil im Rahmen der Stadtaufwertung. Die Mitfinanzierung des gemeinsamen Projekts von Kanton und Gemeinde durch den Bund soll gesichert werden.

Oltnerstrasse als Brennpunkt
Die Problematik der überlasteten Kantonsstrasse K 103 zwischen der Umfahrung Aarburg und Olten, welche der Stadt Olten und Umgebung als Autobahnzubringer dient, wurde bereits mehrfach dem Kanton dargelegt. Auch ein Gespräch über die Kantonsgrenze mit der Stadt Olten hat stattgefunden. Im Masterplan Aarburg Nord der Gemeinde werden konzeptionelle Lösungen aufgezeigt und im Rahmen des Verkehrsmanagements Wiggertal werden diese ebenfalls studiert. Massnahmen für die nachhaltige Entlastung der mit täglich über 26 000 Fahrzeugen befahrenen Kantonsstrasse ist von höchster Priorität. Der Gemeinderat beantragt dem Kanton, dass der Teil Verkehrsmanagement zwingend als A-Massnahme im Agglomerations-Programm 2. Generation geführt wird.

Ausbau und Aufwertung der Oltnerstrasse als Grundlage für eine positive Entwicklung
Die Aufwertung und ein Ausbau der Oltnerstrasse (B-Massnahme) zu einer attraktiven Zentrumsachse zwischen dem Bahnhof Olten und der Umfahrung Aarburg mit Autobahnzubringer auf die A1/A2 ist unausweichlich, soll das Gebiet Aarburg Nord in Zukunft entwickelt werden können. Dazu gehören nebst dem regionalen Verkehrsmanagement auch genügend Fahrspuren für den öffentlichen Verkehr und den Velofahrer. Aber auch die Erschliessung des Gewerbe- und Dienstleistungsgebietes direkt ab der Oltnerstrasse ist mit einer Mehrzweckspur sicherzustellen.

Alternativen für den Velofahrer
Mit dem Masterplan Aarburg Nord sieht Aarburg eine neue, von der Kantonsstrasse abgelöste Langsamverkehrsachse vom Städtchen über die Feldstrasse und Wartburgstrasse vor. Diese Achse endet jedoch wegen dem Engnis in der Kloos zwangsläufig. Dem Velofahrer auf der Oltnerstrasse bleibt kaum genügend Platz und es bleibt ein gefährlicher Abschnitt auf dem Weg zum Bahnhof Olten.
Eine Aarequerung in der Kloos hinüber auf den Ruttiger bildet für die Velofahrer eine flankierende Massnahme zur Oltnerstrasse mittels einer separaten Verbindungsachse für den Freizeitverkehr als Zugang zur Stadt Olten und die linke Aareseite. Jedoch ist auch auf der Oltnerstrasse ab der Kloos zum Bahnhof Olten für den Veloverkehr eine separierte und sichere Veloverbindung vorzusehen. Die Massnahmen für die Velofahrer sollen analog der Aufwertung und Ausbau Oltnerstrasse als sogenannte B-Massnahme im Agglomerationsprogramm geführt werden.

S-Bahn-Haltestelle Aarburg Nord als langfristige Planung
Die SBB-Haltestelle Aarburg Nord ist im kantonalen Richtplan als Vororientierung eingetragen. Diese Haltestelle würde nach heutigem Stand von drei S-Bahn-Linien bedient werden und als ergänzendes Angebot den Verkehr auf der Strasse entlasten. Der Gemeinderat misst dieser Massnahme langfristig eine hohe Bedeutung für eine positive Entwicklung von Aarburg Nord zu. Im Agglomerationsprogramm soll die
S-Bahn-Haltestelle Aarburg Nord als C-Massnahme für die Jahre 2023 – 2026 aufgenommen werden.

Linksufrige Aaretalstrasse
Als weitere längerfristige Massnahme zur Entlastung der Oltnerstrasse ist die linksufrige Aaretalstrasse entlang der SBB-Linie am Fusse des Born aufzunehmen. Dieses „visionäre“ Projekt aus den siebziger-Jahren figurierte als Vororientierung im neuen kantonalen Richtplan, wurde jedoch vom Grossen Rat wieder gestrichen. Der Kanton Aargau ist gefordert, koordinierend mit dem Kanton Solothurn kantonsübergreifende Lösungen für die Zukunft zu suchen.

Weitere Verkehrsmassnahmen
Zur Entlastung der Verkehrssituation im Raum Olten – Oftringen – Rothrist gehört auch die Weiterführung der Wiggertalstrasse ab Bernstrasse in die Rishalde in Rohrist und ein neuer Aareübergang im Bereich der Wiggermündung / Autobahnbrücke in den Kanton Solothurn. Eine kantonsübergreifende Planung ist auch hier notwendig.




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