29. 11. 2011

Schulhaus Hofmatt: Instruktions- und Alarmierungs-Übung mit Lehrerschaft und Schülern durchgeführt und hochmoderne IT-Infrastruktur samt Alarmierungssystem "IAE" erfolgreich ausgetestet



ALARM !  Rauch und Feuer im Schulhaus Hofmatt !

Alarm, Alarm ! Das „IAE“-System (Information/Alarm/Evakuation) ist ausgelöst worden ! Rauch und Feuer im Schulhaus Hofmatt !

Die modernen Sirenen in den Gängen und in jedem einzelnen Schulzimmer des altehrwürdigen Schulhauses Hofmatt heulen. Die allgegenwärtige Lautsprecherstimme im und ums Schulhaus herum fordert vehement und unüberhörbar dazu auf, sofort nach draussen zu gehen und den Sammelplatz aufzusuchen. Rauch und Feuer wurden festgestellt. Raus, nichts wie raus! Die Schülerinnen und Schüler sind von den Lehrpersonen bestens für den Ernstfall vorbereitet worden. Die Verhaltensregeln (Es brennt – was tun?) sind allen bestens bekannt. Diszipliniert, ruhig und rasch werden die Kinder in Zweierkolonne aus dem Gebäude geführt. Die Klassen sind komplett, Lehrerinnen und Lehrer kennen die Anzahl Schüler an jedem Schultag genau. So bleibt niemals ein Kind in den Gängen oder auf der WC-Anlage vergessen. Etwas verschüchtert doch zügig marschieren die „Knöpfe“ aus dem Haupttor hinaus, weg aus der Gefahrenzone, hin zum Sammelplatz. Der Schulhausplatz darf nicht blockiert werden, er wird von der Feuerwehr und weiteren Einsatzkräften zur Rettung und Löschung gebraucht. Da dürfen keine Schüler herumstehen, keine Retter behindert werden. Auch ist die Gefahr von herunterfallenden Brandteilen viel zu gross. Alle wissen genau, wo der Sammelplatz liegt: Zügig und geordnet runter durch die Personenunterführung Hofmatt und geführt hin zur Mehrzweckanlage Paradiesli. Dort vor dem Eingang der MZA wird klassenweise aufgestellt und weiter instruiert.




Erfolgreiche Übung beobachtet
Beobachtet wurde die Übung von Lehrpersonen, Hauswarten, Mitgliedern des Projektteams welche das System der gesamten Informations-Technologie „IT“ einführt, weiter von den Technikern der beauftragten Firma Alpiq AG Olten und von den Zuständigen für die Sicherheit in der Gemeinde. Aufgefallen ist sofort, dass in einem der Schulzimmer ein Lautsprecher ausgefallen ist. Beim Test am Vortag lief er doch noch einwandfrei! Deshalb ist wichtig, dass der Lehrer im Ernstfall auch ein Auge auf die Kollegen und deren Klassen links und rechts hat. Denn wenn ein Lautsprecher im Schulzimmer nicht funktioniert, hört man durch die dicken Schulzimmerwände und –Türen je nach Lärmpegel im Klassenzimmer nicht sofort, dass es im Gang draussen „güügget“…

Modernste IT-Technik mit Alarmierungssystem für alle Schulhäuser
Herzstück der modernen Alarmierungsanlage „IAE“ ist die neue IT-Anlage. Schule Aarburg ans Netz, so hiess die Maxime. Wie in vielen anderen Gemeinden war der Übergang von einer historisch gewachsenen, von Laien gebauten und unterhaltenen heterogenen Informatik-Infrastruktur zu einer zeitgemässen professionalisierten ICT-Lehr- und Lernumgebung sicherzustellen. Dafür hat die Gemeindeversammlung im Juni 2009 in verdankenswerter Weise und mit zukunftsgerichteten Blick einen namhaften Kredit als Grundinvestition für das Informatikkonzept an der Schule Aarburg bewilligt. Mit diesem IT-Konzept verbunden ist eine höchst moderne Telefonie-Anlage. Die Grundinvestition musste aber nachträglich erweitert werden. Die erbrachten Vorleistungen im IT-Bereich und bei der Telefonie sowie bauliche Gründe (simpel gesagt: dicke, schalldichte Wände und bereits vorhandene Kabelkanäle) führten dazu, dass das Alarmierungssystem „IAE“ zusätzlich mit Lautsprechern in alle Gänge und vor allem in alle Schulzimmer aller Schulanlagen gezogen wurde.

Die Masterstation des technischen Wunderwerks ist im Schulhaus Paradiesli untergebracht. Auch eine sogenannte USV, eine „Unterbruchfreie  Stromversorgungsanlage“, ist eingebaut. Bei Stromausfall ist damit noch lange „Pfus“ vorhanden, um die Alarmierung auch im Falle eines Stromunterbruchs auf eine gewisse Zeit hinaus zu gewährleisten. Überdies ermöglicht die moderne Anlage für die Schulhauswarte die technische Überwachung von Geräten und Steuerungen im Schulhaus aus der Ferne bzw. über das Mobil-Telefon. Vor allem aber bringt das Alarmierungssystem hohen Nutzen und hohe Sicherheit für die Schüler und Lehrpersonen in den 3 Aarburger Schulanlagen bei Rauch, Brand oder sonstigen Ereignissen (wie zum Beispiel bei Amokdrohungen, wie unlängst in einer Nachbargemeinde eingegangen), welche einer Evakuation bedürfen.




Glasfasernetz genutzt
Alle Schulabteilungen sind nun „am Netz“ und die IAE-Anlage steht auf Standby aktiviert. Aarburg verfügt für seine Schulbauten über eine sehr schnelle Glasfaser-Verkabelung. Das erlaubt nun auch den Einsatz der kostengünstigen gemeindeinternen VOIP-Telefonie. Diese garantiert während Jahren eine genügend grosse Datendurchleitungs-Kapazität. Vor allem aber fallen mit der VOIP-Telefonie für die Gemeinde erhebliche Abo- und Gesprächsgebühren weg. Der dafür aufgewendete Mehrbetrag ist in wenigen Jahren amortisiert!

Weitere Schulungen und Alarmübungen nötig und vorgesehen
Die IT-Infrastruktur samt flächendeckendem Alarmierungssystem über alle Aarburger Schulhäuser ist erfolgreich eingeführt und erstmals beübt worden. Die Bedienung des Alarmierungssystems und der Evakuationssituation wird weiterhin einmal pro Jahr in einem der 3 Aarburger Schulkomplexe getestet Auch die Katastrophenorganisation „RFO – Regionales Führungsorgan“ der Zivilschutzregion Wartburg (Gemeinden Aarburg und Oftringen) sieht vor, gelegentlich einmal eine umfassende Alarmierungs- und Evakuationsübung anzulegen. 



Für die
ARBEITSGRUPPE ICT - Schule Aarburg ans Netz

Urs Wicki
Gemeindeschreiber-Stv./
Bereichsleiter Sicherheit

Gemeinde Aarburg
Rathaus, Städtchen 37
CH-4663 Aarburg

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