19. 10. 2011

"Stadtaufwertungsprozess ist der richtige Weg"



„Stadtaufwertungsprozess ist der richtige Weg“

Das Gemeinderanking der „Weltwoche“ bestätigt, was der Gemeinderat schon weiss: Aarburg belegt im Ranking jener Schweizer Gemeinden, die über 2000 Einwohnerinnen und Einwohner zählen, Rang 644. Der Platz im hinteren Drittel der Rangliste bereitet dem Gemeinderat keine Sorgen. Er ist überzeugt, für die langfristige Entwicklung des Aarestädtchens die richtigen Weichen gestellt zu haben.

Das Gemeinderanking der „Weltwoche“ ist umstritten, da dieses „nur“ die Arbeitsmarktsituation, die Dynamik aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und des Wohnungsbaus, den Steuerertrag, die Steuerbelastung und die Sozialstruktur bewertet. Softfaktoren wie die Zufriedenheit der Einwohnerinnen und Einwohner sowie die Identität mit ihrer Wohngemeinde und dergleichen sind nicht abgebildet.

Wirtschaftskraft jedoch schonungslos aufgedeckt
Dennoch, die Wirtschaftskraft wird aufgrund der harten Fakten schonungslos aufgedeckt. Wer die Aarburger Zahlen kennt, überrascht die „Weltwoche“-Bewertung aber nicht. Dass Aarburg nicht zu den Besten punkto Steuerertrag, Steuerbelastung und Sozialstruktur gehört, weiss der Gemeinderat. Er hat den Stadtaufwertungsprozess deshalb in Gang gesetzt und will für das Gemeinwesen langfristig insbesondere auch wirtschaftlichen Erfolg erlangen. Rang 275 in der Kategorie Dynamik widerspiegelt teilweise die bereits erfolgten Anstrengungen.

Masterplan Aarburg Nord beschlossen   << Masterplan
Diese Anstrengungen führt der Gemeinderat zügig weiter. Bekanntlich will er am Quartierentwicklungsprogramm „Projets urbains“ des Bundes teilnehmen (Kanton und Fachhochschule unterstützen das Projekt). Und soeben hat der Gemeinderat den Masterplan Aarburg Nord verabschiedet. Die Last des Durchgangsverkehrs über die Oltnerstrasse, die grossen Unterschiede in der Wohn- und Lebensqualität und der Druck von Investoren, haben die Gemeinde zu einer Situationsanalyse und zu einem darauf basierenden Masterplan veranlasst. Der Masterplan umfasst das Gebiet zwischen Städtli und Festung im Süden, Kloos und Einfahrt in die Stadt Olten im Norden, sowie vom Säliwald im Osten und von der Aare im Westen.

Öffentlicher und privater Raum
Unter die Lupe genommen wurden der private und der öffentliche Raum. Der Zonenplan sowie die Bau- und Nutzungsordnung sollen angepasst werden. Diskussionspunkte werden die künftigen Nutzungen (Entflechten von Wohnen und Dienstleistung/Gewerbe, Gewerbezone um Dienstleistungszone ergänzen, Konzentration mittelgrosse Verkaufsnutzung entlang der Oltnerstrasse etc.) und die Gestaltungsplanpflicht im Betrachtungsperimeter werden. Die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums beinhaltet Massnahmen in drei Bereichen: „Grünraum, Wald und Wiesen“, „Strassen und Wege für den motorisierten Verkehr“ und „Strassen und Wege für den Langsamverkehr“. Kernelemente des strategischen Instruments des Gemeinderates sind der Ausbau Oltnerstrasse, die S-Bahnhaltestelle Aarburg Nord (auf der Strecke Aarburg-Olten verkehren drei S-Bahnlinien) und der Aareübergang für den Langsamverkehr zur Anbindung an den Ruttiger. Von der Kloosmatt über den Strang Wartburgstrasse-Feldstrasse-Bifangstrasse-Hausmattweg ins Städtli wird durchgehend für den Langsamverkehr und Fussgänger geöffnet und als Begegnungsraum aufgewertet.

Realisierungshorizont
Nachdem der Masterplan (Phase I) nun vom Gemeinderat beschlossen wurde, werden die Problemstellungen und die Lösungsansätze verschiedenen Akteuren der Kantone Aargau und Solothurn, der Stadt Olten, des Regionalverbands Zofingenregio, des Verbunds Aareland, des Forums Stadtaufwertung sowie den Grundeigentümern und dem Gewerbe in den nächsten Wochen und Monate vorgestellt und die Erwartungen an sie angesprochen. Die Allgemeine Nutzungsplanung soll im Juni 2013 der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Im Rahmen der Finanzplanung werden die Teilprojekte terminiert.

Auswirkungen auf das Gemeinderanking
Die Stadtaufwertungsmassnahmen Aarburg Nord sowie die Überbauungsprojekte Fortimo, Franke und „Bahnhof West“ der Gemeinde werden sich positiv auf das Rating auswirken. Der Weg vom hinteren Drittel ins vordere Drittel ist eingeschlagen!



Gemeinde Aarburg
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