26. 01. 2011

Projekte Bahnhof West und Gishalde: Faktisch gibt es mehr Bauland, aber man halte sich die Vorteile vor Augen



Projekte Bahnhof West und Gishalde: Es  wird keine Auszonung des Baulandes an der Alten Zofingerstrasse geben

Der Gemeinderat Aarburg wird mit dem Kanton nicht mehr über eine Verlängerung des verhandelten Bauverzichts und auch nicht über eine Auszonung des Baulandes an der Alten Zofingerstrasse verhandeln. Fakt ist und bleibt, dass wenn die Einzonung Gishalde an der Urne nicht bestätigt wird, der Landabtausch zwischen Kanton, Firma Franke und Gemeinde nicht zustande kommt, der Landstreifen an der Alten Zofingerstrasse weiterhin Bauland im Besitz der Firma Franke bleibt, das Pionierprojekt 2000 Watt nicht gebaut wird und die Gemeinde das Land beim Bahnhof für die Realisierung des Wettbewerbsprojektes „Bahnhof West“ vom Kanton zum Preis von 1.6 Millionen Franken erwerben muss.

Das Referendum gegen den Zonenplanbeschluss „Gishalde“ der Gemeindeversammlung vom 26. November 2010 will erreichen, dass kein zusätzliches Bauland eingezont wird. Gegen die Projekte Bahnhof West und Gishalde habe man nichts einzuwenden. Das Land an der Alten Zofingerstrasse ist jedoch auszuzonen.

Land an der Alten Zofingerstrasse bleibt Landwirtschaftsland über eine volle Planungsperiode von 15 Jahren
Der Gemeinderat wird aufgrund der Forderung des Referendums nicht mehr mit dem Kanton über eine allfällige Verlängerung des Bauverbots und auch nicht über eine Auszonung des Baulandstreifens an der Alten Zofingerstrasse verhandeln. Die Verhandlungen wurden mit einem hervorragenden Ergebnis für die Gemeinde Aarburg abgeschlossen. Der Gemeinderat hat erreicht, dass der Baulandstreifen über eine volle Planungsperiode von 15 Jahren Landwirtschaftsland bleibt. Eigentümerin wird der Kanton und damit die Aargauer Bevölkerung. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Aarburg entscheiden, ob ihnen der verhandelte Bauverzicht von 15 Jahren tatsächlich zu wenig weit geht. Folgen sie dem Referendumskomitee, und lehnen sie somit den Landabtausch zwischen Kanton, Firma Franke und Gemeinde ab (Beschluss Gishalde),  verwerfen sie die grösste Chance, welche sich dem Aarestädtli in den letzten Jahrzehnten geboten hat.

Pionierprojekt 2000 Watt, unentgeltlicher Landerwerb und Realersatz für Landwirte stehen auf dem Spiel
Der Gemeinderat weiss – das Forum Stadtaufwertung hat dies bestätigt - , dass das Geschäft komplex ist und den Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf die Referendumsabstimmung hin noch einfacher dargelegt werden muss. Der Gemeinderat wird dies in den nächsten Wochen versuchen nicht ohne an dieser Stelle „einfach“ festzuhalten, dass wenn die „Gishalde“ abgelehnt wird, die Gemeinde Aarburg nichts davon hat, nicht einmal ausgezontes Land an der Alten Zofingerstrasse. Hingegen, wird die Einzonung Gishalde auch an der Urne befürwortet, verpflichtet sich ein einheimisches Unternehmen (Franke), innert 8 Jahren seit der rechtsgültigen Einzonung ein Pionierprojekt im Wohnbau zu realisieren, ansonsten fällt das Land zurück in die Landwirtschaftszone. Dazu kommt, dass der Kanton mehr Spielraum erhält, um den vom Autobahnausbau auf 6 Spuren betroffenen Landwirte Realersatz anbieten zu können. Und schliesslich profitiert die Gemeinde in erheblichem Masse selber, indem sie das Restgrundstück „Rondelle“ aus dem Bau der Ortskernumfahrung unentgeltlich erhält. Die Gemeinde kann das Land am Bahnhof samt Projektentwicklung (fertiges Überbauungsprojekt mit Gestaltungsplan) dementsprechend zu einem höheren Preis verkaufen.

Faktisch gibt es mehr Bauland, aber man halte sich die Vorteile für die Gemeinde vor Augen
Natürlich resultiert mit der Einzonung von insgesamt 153 Aren in der Gishalde faktisch mehr Bauland, der Gemeinderat ist aber hundertprozentig der Auffassung, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger diesen „Nachteil“ annehmen sollen. Die Vorteile für die Gemeinde überwiegen bei weitem. Die Gemeinde Aarburg und der Gemeinderat stehen vor grossen künftigen Herausforderungen. Die Landwirtschaft und die Erhaltung des Kulturlandes ist der Behörde wichtig. Die Landwirtschaft alleine kann es aber nicht richten. Die den Gemeinden aufgebrummten Aufgaben und Ausgaben nehmen stetig zu. Die Gemeinde Aarburg hat das Potenzial, diesen Herausforderungen durch eine aktive Strategie, die Nachhaltigkeit, Identität und wirtschaftlichen Erfolg will, zu begegnen. Der Gemeinderat fordert die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bereits heute auf, den Gemeinderat und die Verwaltung in ihren Anstrengungen, das Allerbeste für die Gemeinde zu unternehmen, zu unterstützen.









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