22. 09. 2010

Strompreise ab 2011 / Rechtserwerb für Ausbau Högerli / Überprüfung verschiedener Ausgaben



Leichte Erhöhung der Strompreise 2011

Energie wird teurer, Netznutzung günstiger

Der Gemeinderat hat die Stromtarife 2011 der Technischen Betriebe genehmigt. Obschon die teurere Energie des Aargauischen Elektrizitätswerkes AEW den Kunden weiterverrechnet werden muss, steigen die Strompreise nur leicht.

Das AEW hat per 1. Januar 2011 eine Tariferhöhung von durchschnittlich 1.3 Rappen pro Kilowattstunde auf die Energie angekündigt. Die Technischen Betriebe müssen diese Mehrkosten an ihre Stromkunden weiterverrechnen. Im Gegenzug reduziert das AEW die Netznutzung im Durchschnitt um 0.4 Rappen pro Kilowattstunde. Diese Reduktion kann grossmehrheitlich an die Aarburger Kunden weitergegeben werden. Aus einer Überdeckung des Vorjahres können die Netznutzungskosten der jeweiligen Tarife teilweise zusätzlich reduziert werden. Die Tarife für die Systemdienstleistungen (SDL) werden aufgrund eines Bundesverwaltungsgerichtentscheides von aktuell 0.4 Rappen pro Kilowattstunde auf 0.77 Rappen pro Kilowattstunde angehoben.

Unter dem Strich wird die Strompreiserhöhung der Technischen Betriebe Aarburg für das nächste Jahr weniger hoch ausfallen, als von anderen Elektrizitätswerken publiziert.

Seit der Einführung des neuen Stromversorgungsgesetzes (StromVG) müssen die Technischen Betriebe Aarburg die Stromtarife für das Folgejahr jeweils bis am 31. August publizieren. Alle Tarife sind >> hier aufgeschaltet.

"Profitieren Sie vom vergleichsweise günstigen Aarburger Strom, aber gehen Sie mit den Ressourcen schonend um“, empfehlen die Technischen Betriebe Aarburg ihren Kunden.





Rechtserwerb für den Ausbau „Högerli“

Die Kantonale Schätzungskommission nach Baugesetz führt vom 20. September bis 19. Oktober eine kombinierte öffentliche Auflage des Projekts, der Rodung und des Landerwerbs für den Ausbau der Erschliessung „Högerli“ durch. Die Akten können im Rathaus, 1. Stock, eingesehen werden. Die Einwohnergemeindeversammlung Aarburg hatte zweimal einem Kreditbegehren des Gemeinderates für die Erschliessung des unüberbauten Baugebietes nicht stattgegeben. Jetzt muss die Schätzungskommission nach Baugesetz über die Erschliessungsbegehren entscheiden. >> hier im Online-Schalter kann der detaillierte Publikationstext (erschienen im Allgemeinen Anzeiger vom 16.09.2010) aufgerufen werden.





Strategische Überprüfung verschiedener Aufgaben

Die Prognosen zum Rechnungsergebnis 2010 und zum Budget 2011, verknüpft mit der langfristigen Finanzplanung 2010–2017 veranlasst den Gemeinderat, verschiedenste Aufgaben einer strategischen Überprüfung und Neubeurteilung zu unterziehen. Nicht überprüft werden die Angebote Heimatmuseum, Bibliothek, Schwimmbad und „Alte Turnhalle“ (Jugend, Kultur). Diese Angebote bilden tragende Bestandteile des öffentlichen Lebens und gehören zu den Angeboten der Gemeinde.

Ein Brocken unter den Aufgaben und Ausgaben bildet die Soziale Wohlfahrt mit der Sozialhilfe. Bei einem Umsatz von rund 26 Millionen Franken der Einwohnergemeinde schlagen die sozialen Aufgaben mittlerweile mit 7.5 Millionen Franken zu Buche. Die Nettoausgaben belaufen sich auf 3.3 Millionen Franken. Der Gemeinderat will deshalb eine restriktivere Sozialpolitik umsetzen und das Ausgabenwachstum bremsen. Die Sozialpolitik verfolgt unverändert eine menschenwürdige Lebensführung der in Not geratenen Menschen. Im Einzelfall will er, dass Personen intensiv und nachhaltig betreut werden, insbesondere will er, dass Menschen, die durch die Gemeinde subsidiär unterstützt werden müssen, eine Tagesstruktur erhalten und in einem sozialen Umfeld einer Beschäftigung nachgehen können. Die Potentiale der Personen sollen erhalten bleiben und eingefordert werden, im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe. Die Gemeinde führt ein Integrationsprogramm Tagesstruktur. Beteiligt sind insbesondere der Forstbetrieb und der Werkhof.

Die Gemeindeexekutive hat sich eingehend mit dem Kantonalen Sozialdienst über den Handlungsbedarf ausgetauscht. Der KSD beurteilt die Situation von Aarburg als „nicht optimal“ und unterstützt die Gemeindebehörde nach seinen Möglichkeiten.






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