Grüsse aus Aarburg
16. 06. 2010

Attraktivität wird messbar / Einwohnerzahl steigt an / Arbeitslosenzahl verringert sich / Baubewilligungen



Attraktivität der Gemeinde auf dem Prüfstand

Die Gemeinde beteiligt sich am Luzerner Projekt „Wohnpräferenzen“. Ab dem 1. Juli erheben die Aarburger Einwohnerdienste mittels Fragebogen Daten der um-, zu- und wegziehenden Haushalte. Die Gemeinde macht bei einem Projekt der Hochschule Luzern mit und verspricht sich Antworten auf die Fragen der Wohnstandortpräferenzen der Haushalte.

Total 86 Gemeinden, darunter auch die Gemeinde Aarburg und weitere 8 Gemeinden der Region Zofingen, beteiligen sich am Projekt „Wohnpräferenzen“ unter der Federführung der Hochschule Luzern. Am Projekt beteiligt ist auch die Luzerner Wirtschaftsförderung und weitere Vertreter aus der Wirtschaft.

Gemeinden sind in einem Standortwettbewerb
Weshalb ziehen Haushalte aus Aarburg weg und andere lassen sich hier nieder? Was bewegt Personen dazu, innerhalb unserer Gemeinde die Wohnsituation zu wechseln? Welche Kriterien beeinflussen die Wahl des Wohnobjektes? Simple Fragen, die für die Erarbeitung der Gemeindestrategie wichtig sind, jedoch bislang noch nicht systematisch beantwortet wurden. Dies soll sich nun ändern. Das Projekt „Wohnpräferenzen“ der Hochschule Luzern - Wirtschaft verfolgt das Ziel, ein System zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen zu entwickeln und es zu ermöglichen, dass die Resultate der Befragung in Aarburg mit den anderen Gemeinden im Standortwettbewerb verglichen werden können.

Erste Resultate im Frühling 2011
Die Daten werden ab dem 1. Juli 2010 mittels Befragung der um-, zu- und wegziehenden Haushalte erhoben. Diese sollten unter anderem Angaben zu ihrem Haushalttyp, zur Ausbildung und zum Arbeitsort machen, sowie die Gründe nennen, weshalb sie sich bei der Wahl des Wohnorts für Aarburg entschieden haben beziehungsweise weshalb sie wegziehen.  Gerechnet wird, dass mehrere tausend Personen an der Befragung teilnehmen. Die Informationen werden von der Hochschule Luzern – Wirtschaft ausgewertet. Die ersten Ergebnisse werden im Frühling 2011 vorliegen, die zweite Auswertung ist bis Ende 2011 geplant.





Unterstützung von Bund und Privatwirtschaft
Schweizweit gibt es kein ähnlich umfassendes Erhebungs-, Vergleichs- und Früherkennungsverfahren der Wohnpräferenzen der Haushalte. Deshalb wird es von der Förderagentur für Innovation KTI des Bundes unterstützt. Sie zahlt knapp die Hälfte – 240 000 Franken – der Kosten. Den Rest übernehmen vor allem der Kanton Luzern, Vertreter aus der Privatwirtschaft und die beteiligten Gemeinden in Form von Arbeitsleistungen. Ohne die Hilfe der Gemeinden und des Kantons wäre das Projekt nicht möglich.

Aussagen für die Stadtaufwertung
Der Gemeinderat erwartet durch die Projektresultate nützliche Informationen zur Präferenz des Wohnstandortes. Diese Informationen sollen in die Gemeindestrategie einfliessen. Und die Strategie des Gemeinderates für die nächsten Jahre ist unmissverständlich festgelegt: Die Stadtaufwertung! Es gilt, eine florierende, attraktive Kleinstadt zu werden. Derzeit treibt der Gemeinderat die Überbauung am Bahnhof (Wettbewerbsprojekt) voran. Er will am südlichen Eingangstor eine städtebaulich überzeugende Lösung treffen und attraktive Wohn- und Arbeitsplätze schaffen. Die Immobiliengesellschaft Fortimo AG aus Sankt Gallen verfolgt ein qualitatives Überbauungsprojekt  auf dem Weber-Areal Ost. Und im Städtli selber ist es der öffentliche Raum, der aufgewertet werden soll. Die Befragung „Wohnpräferenz“ wird zweifellos auch Schwachpunkte zum Vorschein bringen und möglicherweise auf fehlende Angebote in der Gemeinde im Vergleich mit anderen Gemeinden hinweisen. Der Gemeinderat ist sich aber bewusst, dass weder einige Wegzüge verhindert werden können, noch dass alle Angebote alleine durch die Gemeinde finanzierbar sind. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor und Motor ist und wird die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kommune sein, ist der Gemeinderat überzeugt.

Blick in die Zukunft
Die Projektverantwortlichen haben Grosses vor, wenn das Projekt Erfolg hat, möchte man es auf andere Kantone oder gar die ganze Schweiz ausweiten. In diesem Fall sollen die Erhebungen gewerbsmässig durchgeführt und die erhobenen Daten kommerziell verwertet werden.





Einwohnerzahl ansteigend

Per 31. Mai waren in Aarburg 6 991 Personen (Vormonat 6 972) angemeldet, nämlich 4 193 Schweizerinnen und Schweizer (4 187) und 2 798 (2 785) Ausländerinnen und Ausländer. Der Anteil der Schweizerischen Bevölkerung beträgt 60 Prozent, der Anteil der ausländischen Bevölkerung 40 Prozent, wovon 31.5 Prozent als Niedergelassene C in Aarburg leben. Knapp 8 Prozent weisen einen Aufenthaltsstatus B auf und rund 0.5 Prozent sind vorläufig Aufgenommene respektive Kurzaufenthalter. Die Asylsuchenden sind beim Kant. Sozialdienst registriert und erscheinen nicht in der Einwohnerstatistik. Derzeit werden in der Gemeinde 48 Asylsuchende beherbergt.





Arbeitslosenzahl leicht rückläufig

In Aarburg sinken die Arbeitslosenzahlen leicht analog der Zahlen von Bund und Kanton. 21 Zugängen in der Statistik, stehen 28 Abgänge gegenüber. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist allerdings auf 50 gestiegen und entspricht der Feststellung des AWA, dass wegen der starken Zunahme der Arbeitslosigkeit im letzten Jahr die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter ansteigt. Insgesamt sind in Aarburg derzeit 287 Personen auf Stellensuche.





Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt: an Eigentümergemeinschaft Or / Tonus / Bahcivan für Neueinteilung Verkaufsflächen an der Feldstrasse 2; an Immonetwork AG für Neubau MFH an der Grossmannallee 8.


Gemeinde Aarburg
Rathaus, Städtchen 37
CH-4663 Aarburg

Telefon 062 787 14 20
Fax 062 787 14 10
E-mail: info@aarburg.ch