06. 05. 2010

Projekt Bahnhof West und Gishalde gehen in eine entscheidende Runde



Weitere wichtige Meilensteine in der Stadtaufwertung von Aarburg

Die beiden Projekte Bahnhof West und Gishalde sind zentrale Entwicklungsschwerpunkte im Gesamtprojekt für die Stadtaufwertung. Sie haben hohes Potential, Aarburg als attraktiven Wohn-, Freizeit- und Arbeitsstandort voranzubringen. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Aarburg haben es in der Hand, den Projekten zum Durchbruch zu verhelfen. Beide Projekte bedingen eine Teiländerung der Allgemeinen Nutzungsplanung.

Aarburg hat sich zum Ziel gesetzt, eine florierende, attraktive Kleinstadt zu werden. Dazu hat der Gemeinderat das Gesamtprojekt «Stadtaufwertung» ins Leben gerufen. Startschuss bildete die Einweihung der Ortskernumfahrung Ende 2007. Zehn Entwicklungsschwerpunkte sind definiert, einer davon ist mit der Neugestaltung des Bahnhofsplatzes im Sommer 2009 bereits verwirklicht.
Mit den Projekten Gishalde sowie Bahnhof West (Güterstrasse-Bahnhof) werden zwei weitere Entwicklungsschwerpunkte konkretisiert. Damit verbunden ist eine Teiländerung der Allgemeinen Nutzungsplanung, da Land ein- bzw. umgezont werden muss. Darüber wird die Einwohnergemeindeversammlung voraussichtlich im November zu entscheiden haben.


Bahnhof West – erste Adresse in Aarburg
Der Raum des Entwicklungsschwerpunkts Bahnhof West (Güterstrase-Bahnhof) liegt an einer für das Ortsbild von Aarburg zentralen Stelle. Die sensible Lage am Bahnhof bildet das Eingangstor zur Altstadt mit der historischen Festung als Kulisse.
Mit einem von der Einwohnergemeindeversammlung bewilligten Planungskredit treibt der Gemeinderat das Projekt Bahnhof West planerisch so weit voran, dass es mitsamt einem ausgearbeiteten Projekt an einen oder mehrere Investoren verkauft werden kann. Das aus einem Projektwettbewerb im Sommer 2009 hervorgegangene Siegerprojekt bildet die Grundlage für den Gestaltungsplan.
«Für uns war es wichtig, an diesem Ort eine städtebaulich und architektonisch hochstehende Gestaltung nach unseren Vorstellungen zu finden.» begründet Gemeindeammann Charly Grob das Vorgehen der Gemeinde. «Das Siegerprojekt weist eine organisatorisch intelligente und nutzungsflexible Gebäudestruktur aus. Diese erlaubt einen hochwertigen Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten, Freizeitgestaltung und Einkaufen.»


Gishalde – hochwertiges und nachhaltiges Wohnen
Mit etwa 60 bis 70 Wohneinheiten auf einer Fläche von rund 15'000 m2 in der «Gishalde» will Franke exemplarisch aufzeigen, dass sich die 2000 Watt-Gesellschaft ohne Einbusse an Lebensqualität realisieren lässt. Die zur Zielerreichung erforderlichen Massnahmen werden mit einer Sondernutzungsplanung bzw. mit Verträgen schriftlich festgehalten.

Die Wohnbauten sollen nach der strengen Minergie-Norm P erstellt und nachhaltige Mobilitätskonzepte gefördert werden. Für die Entwicklung qualitativer Bebauungs- und Gestaltungsvorschläge verpflichtet sich Franke zur Durchführung eines Wettbewerbs unter Beizug von Fachleuten für nachhaltiges Bauen.
«Wir wollen mit dem Projekt nicht nur einen Beitrag zur Förderung nachhaltigen Bauens leisten», so der verantwortliche Projektleiter Markus Dobnik von Franke, «sondern auch zur positiven Entwicklung der Gemeinde beitragen. Denn das Erstellen hochwertiger und nachhaltiger Wohnbauten stimmt exakt mit den im Rahmen der Stadtaufwertung verfolgten Ziele überein.»


Enge Verzahnung der beiden Projekte
Die Ein- und Umzonungsbegehren sind miteinander eng verzahnt. Sie sind Resultat intensiver Gespräche zwischen der Gemeinde, dem Kanton sowie Franke. Der ursprüngliche Standort des Franke-Projekts im Gebiet «Alti Stross» eignet sich aufgrund der mangelnden Anbindung an den öffentlichen Verkehr nur bedingt. Die 2000 Watt-Gesellschaft verlangt nach einem grundlegend geänderten Mobilitätsverhalten, in dem der motorisierte Individualverkehr keine wesentliche Rolle mehr spielt.

In der Folge hat Franke als Grundeigentümerin von rund 1,5 ha Bau- und 8,8 ha Landwirtschaftsland nach einer Abtauschlösung gesucht. Im Gebiet zwischen der Alten Strasse und der Wigger befindet sich der Kanton Aargau in der genau umgekehrten Situation. Mit dem Ausbau der Nationalstrasse sowie der Renaturierung und Teilverlegung der Wigger geht Landwirtschaftsland verloren. Der Kanton verfügt nicht über genügende und geeignete Landwirtschaftsflächen, um den betroffenen Grundeigentümern Realersatz anbieten zu können. Weil der Kanton Aargau im Gebiet Gishalde im Nahbereich nördlich oberhalb des Bahnhofs über beträchtliche Landreserven verfügt, ergibt die Abtauschlösung zwischen Franke und dem Kanton Synergien.

Mit dem Tauschgeschäft kommt der Kanton Aargau zu rund 1,5 ha Bauland. Franke
erhält kein neues Bauland, aber solches an geeigneterer Stelle. Der Kanton hat die Verpflichtung, das Staatsvermögen im Sinne aller Kantonsbewohnerinnen und -bewohner zu bewahren. Eine Auszonung des Baulands im Gebiet «Alti Stross» kommt deshalb nicht in Betracht. Der Kanton Aargau verpflichtet sich jedoch vertraglich, das Bauland innerhalb der nächsten 15 Jahre nicht baulich zu nutzen.


«Rondelle» an die Gemeinde Aarburg
Die mit der Ortskernumfahrung und den Anschlussknoten zwischen den Tunnelabschnitten nun auf allen Seiten von Strassen umgebene «Rondelle» führt zu einer veränderten städtebaulichen Ausgangslage. Diese gilt es im Zusammenhang mit dem Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof West zu nutzen. Der Kanton unterstützt aktiv die Entwicklung der Gemeinde und ist bereit, im Zuge des Tauschgeschäfts als Kompensation für das erhaltene Bauland die «Rondelle» an die Gemeinde Aarburg unentgeltlich abzutreten. Damit profitieren alle Beteiligten, Gemeinde, Kanton und Franke, von der Tauschlösung.


Plan im Grossformat 
siehe >> hier.





Öffentliche Info-Veranstaltung

Alle Einwohnerinnen und Einwohner von Aarburg sind eingeladen zur Informationsveranstaltung über das Mitwirkungsverfahren der Projekte Bahnhof West und Gishalde am Dienstag, 18. Mai, 19.30 Uhr, im Saal des Restaurant Bären.

Der Gemeinderat Aarburg, der Kanton Aargau und die Firma Franke AG stellen dabei die beiden Projekte im Detail vor.





Gemeinde Aarburg
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