05. 11. 2008

Führungsreform / Stadtaufwertung / Personelles / Weihnachtsmarkt



Gemeinderat reformiert die Führung des Gemeindebetriebs

Auf den 1. Januar 2009 wird ein neues Geschäfts- und Kompetenzreglement (GKR) in Kraft treten.
 
Im Frühjahr 2008 ging der Gemeinderat in Klausur und setzte eine Reform der Führung auf strategischer und operativer Ebene in Gang.

Speditive Erarbeitung des Reglements
Heute liegt ein Entwurf des neuen Geschäfts- und Kompetenzreglements (GKR) mit Anhängen vor, das in den nächsten Tagen durch den Gemeinderat zur Mitwirkung beim Personal verabschiedet wird. Mitte Dezember ist die definitive Beschlussfassung durch den Gemeinderat und die Inkraftsetzung auf den 1. Januar 2009 geplant.

Das GKR regelt den Geschäftsablauf von Gemeinderat und Verwaltung und hält in seinen Anhängen die Kernaufgaben der strategischen Führung (Gemeinderat), die Aufgaben der operativen Ebene, das Führungsmodell (Organigramm), die Führungs- und Kommunikationsplattformen sowie die Kompetenzmatrix fest. Letztere gibt Auskunft darüber, welche Aufgaben an wen delegiert werden. Bekanntlich gibt der neue § 39 des Aargauischen Gemeindegesetzes dem Gemeinderat die Möglichkeit, Kompetenzdelegationen vorzunehmen. Von dieser Möglichkeit macht die Aarburger Exekutive nun Gebrauch.

Bereit für die Zukunft
Die Erneuerung der Betriebsführung ist notwendig, damit die Einwohnergemeinde ihre vielfältigen und oft komplexer werdenden Aufgaben auch in Zukunft zur Zufriedenheit von Bevölkerung und dritten Leistungsempfängern wahrnehmen kann. Der Gemeinderat als Kollegialbehörde und insbesondere die einzelnen Ressortchefs werden stärker als bisher strategisch führen und handeln dürfen und müssen. Das heisst, die Frage auf das „Was ist zu tun“ in den einzelnen Geschäftsbereichen wird primär Inhalt der Beratung im Kollegialgremium sein. Die Fachleute in der Verwaltung und in den Betrieben konzentrieren sich vor allem auf das „Wie ist es zu tun“ und setzen die Beschlüsse des Gemeinderates operativ um. Die Verwaltung wird wie der Gemeinderat vor neue Herausforderungen gestellt werden. Zwar handelt es sich grundsätzlich nicht um ganz neue Aspekte der Gemeindeführung, doch die Geschäftsführung ist heute zwischen Gemeinderat und Verwaltung stärker vermischt, als dies in Zukunft durch die Definition von Schnittstellen zulassen wird.

Fundierte Begleitung

Die Arbeit wurde durch das Unternehmen BDO Visura begleitet. In der Person von Beat Rüegger, ehemaliger Gemeindeschreiber und Verwaltungsleiter von Aarburg und heute Leiter Öffentliche Verwaltungen bei der Visura, steht ein Kenner des Aarburger Verwaltungsbetriebes und Experte mit Rat und Tat zur Seite.

Der Einwohnergemeinde-Betrieb wird wie bisher im Ressortprinzip geführt. Der Gemeindeammann ist Vorsitzender und Schirmherr über die politischen Abläufe. Die Verwaltung wird durch eine dreiköpfige Geschäftsleitung geführt, die sich aus dem Gemeindeschreiber (Geschäftsleiter), der Leiterin Finanzen und dem Leiter Bau Planung Umwelt zusammensetzt. Sie stehen gleichzeitig ihren Abteilungen Zentrale Dienste, Finanzen (neu inklusive Steuern) und Bau Planung Umwelt vor. Weitere Abteilungen sind die Sozialen Dienste sowie die Technischen Betriebe. Die Verwaltungsstruktur wird bewusst einfach und schlank gehalten. Die Beschlussfassung über das Geschäfts- und Komptenzreglement fällt in die Zuständigkeit des Gemeinderates.





Stadtaufwertung - viel Arbeit im Hintergrund

Die Stadtaufwertung nimmt kontinuierlich Formen an, obschon die Bevölkerung noch nicht über definitive Ausrichtungen und Massnahmen informiert werden kann. Bekanntlich werden für das Areal Güterstrasse-Bahnhofstrasse - zum Planungsperimeter gehört auch das mittlerweile rekultivierte Grundstück „Rondelle“ des Kantons - die Nutzungsbedürfnisse abgeklärt und der Architektur-Wettbewerb vorbereitet.

Vorbereitung Wettbewerb
Im Januar 2009 sollten die Grundlagen soweit erarbeitet sein, dass die Steuerungsgruppe und schliesslich der Gemeinderat die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb festlegen können. Parallel dazu nimmt der Gemeinderat mit ersten potenziellen Investoren Kontakt auf, um Investitionsinteressen zu sondieren. Die Nutzungsplanung „Gishalde“ (ebenfalls Bearbeitungsschwerpunkt der Stadtaufwertung) sowie „Tiefelach/Rindel“ (Landwirtschaftsbetrieb Familie Schär) wurden der kantonalen Abteilung Raumentwicklung zur Vorprüfung eingereicht. Bezüglich Altstadt sind die flankierenden Massnahmen weitgehend umgesetzt.



Stadteingang gepflästert
Leider konnte die Grüngestaltung im Eingangsbereich Süd nicht wie geplant realisiert werden, der Gemeinderat klärt allerdings Alternativen ab. Der Strassenraum ist indessen mit den ausgeführten Pflästerungen städtebaulich gut gelöst und anstelle der vorgesehenen Bäume wurden zwei Laternen gestellt, die gestalterisch und funktional überzeugen. Mit der kant. Denkmalpflege und dem Ortsbildschutz werden Grundlagen für weitere Aufwertungsmassnahmen erarbeitet. Nicht befriedigend gelöst ist die Knoten-Situation Bahnhofstrasse-Boningerbrücke-Altstadt. Der Knoten wird Bestandteil sein der Sanierung und Gestaltungsplanung Bahnhofstrasse im Abschnitt Firma JAS bis zur Boningerbrücke. Die Zuständigkeit liegt im Wesentlichen beim Kanton als Strasseneigentümer. Die Bahnhofstrasse wird vorläufig nicht ins Gemeindeeigentum überführt wie ursprünglich geplant worden war. Die Sicherheitsvorschriften für die Tunnels führte bekanntlich dazu, dass Rothrist über die Bahnhofstrasse beziehungsweise den Centralplatz erreicht wird (Linksabbieger im Tunnelportal verschwand) und die Bahnhofstrasse dadurch den Status einer Kantonsstrasse beibehält.

Polizeikontrollen
In den nächsten zehn Tagen werden die Wechselsignale bei der Boningerbrücke/Städtli gestellt, welche klarer signalisieren werden, dass die Linksabbieger von Boningen „ohne Verkehr mit der Altstadt“ über den Bahnhofkreisel fahren müssen. Polizeikontrollen zum Linksabbiegen in die Altstadt haben ergeben, dass beispielsweise während einer Kontrollperiode von anderthalb Stunden 40 Fahrzeuge die Abkürzung durch das Städtli gewählt haben. Die Fahrzeuglenker, welche das Linksabbiegeverbot missachtet haben, mussten und werden auch in Zukunft gebüsst werden müssen. Tendenziell hat der Verkehr durch die Altstadt zugenommen. Verkehrszählungen werden demnächst verbindlich Aufschluss über die Wirkung der flankierenden Massnahmen geben. Bekanntlich sollten nach dem Bau der Umfahrung nicht mehr als rund 4'500 Fahrzeuge die Altstadt passieren.

Finanzielles
Die Gemeindeversammlung vom 20. Juni 2008 beschloss für die Stadtaufwertung einen Initial-Planungskredit von 527 000 Franken. Die Mittel werden (zweckgebunden) für die Planung Güterstrasse-Bahnhofstrasse verwendet. Damit die Aufwertungsmassnahmen nicht auf dieses Gebiet beschränkt bleiben, hat der Gemeinderat im Budget 2009 einen Kredit von 150 000 Franken aufgenommen. Ziel ist und bleibt, aus dem späteren Verkauf des Areals Güterstrasse-Bahnhofstrasse den „Fonds roulant“ zu äufnen, um weitere Schritte in der Stadtaufwertung zu realisieren.





Brocante an der Aare

Der Gemeinderat sichert den Organisatoren Michel Spiess und Roland Erlbacher Leistungen des gemeindeeigenen Werkhofs und der Technischen Betriebe zur Durchführung der 2. Brocante an der Aare im Jahr 2009 zu. Die Brocante wird wiederum am ersten Juli-Wochenende stattfinden. Der ersten Austragung war trotz teilweise schlechter Witterung ein guter Erfolg beschieden. Der Gemeinderat dankt den beiden Initianten bereits heute für die Durchführung der zweiten Auflage des qualitativen Antiqutätenmarktes.







Schweiz bewegt

Das Bundesamt für Sport hat dem Gemeinderat den Schlussbericht zu „schweiz.bewegt - Fit für die Euro“ zugestellt. Die Schluss-Ergebnisse der Gemeinde-Duelle sind in diesem Bericht abgedruckt. Aarburg darf auf eine geleistete Bewegungszeit von insgesamt 15'659 Stunden und 7 Minuten (Faktor 2.7 auf Grund der Gemeindegrösse) stolz sein und sich im Feld der Vorderstplatzierten „sonnen“. Ob die Bewegungswoche (auch ohne Euro) im nächsten Jahr durchgeführt wird steht derzeit noch offen. Die Durchführung hängt wiederum von der Mitwirkung von Helferinnen und Helfern ab. Die Schweizer Sportwoche 2009 unter dem Motto „Fit und gesund auf den Parcours“ findet vom 5. bis 12. Mai 2009 statt. Die Gemeinde wird in den kommenden Wochen mit Vereinen und Einzelpersonen abklären, ob eine Sportwoche in Aarburg auch nächstes Jahr zur Austragung gelangen kann.







Personelles

Soziale Dienste
Barbara Scherrer, welche die SVA-Zweigstelle während fast 14 Jahren geleitet hat, wird sich im kommenden Jahr einer neuen Herausforderung stellen. Die Stelle konnte intern mit Christina Gander besetzt werden. Die freigewordene Stelle von Christina Gander wird Yannick Suter übernehmen. Er hatte im Sommer 2008 die Lehre auf der Verwaltung absolviert und steht vor der Beendigung der Rekrutenschule.

Abteilung Steuern
Fabienne Zumbühl wird die Abteilung Steuern ab 10. November 2008 verstärken. Sie ersetzt den bereits ausgetretenen David Fischer (Besuch FH). Rita Baumann (neuer Arbeitgeber) und Sladjana Bitterli (Familie) haben ihre Teilzeitstellen bei der Abteilung Steuern ebenfalls gekündigt. Diese Stellen werden momentan nicht wieder besetzt.

Zentrale Dienste
Die Assistentin des Gemeindeschreibers, Mirjam Born, durfte Mutterfreuden entgegen sehen. Das 90%-Pensum hat sie per Dezember 2008 gekündigt. Aline Steinegger, welche bereits die Mutterschaftsurlaubsvertretung übernommen hatte, wird diese Stelle neu besetzen.

Schulsozialarbeit
Die Schulpflege wählte Anita Voellmy, Erlinsbach, als neue Schulsozialarbeiterin. Anita Voellmy wird in Aarburg ab Januar 2009 zu 60% tätig sein. Die zweite offene Stelle soll in der ersten Jahreshälfte 2009 besetzt werden. Die Behörden freuen sich über die Wahl und hoffen, damit den Grundstein für eine langfristige Entwicklung gelegt zu haben.





Aarburger Weihnachtsmarkt am 29. November 2008

Weihnachtsstimmung mit Licht und Musik
Am 29. November 2008 leuchtet Aarburg mit seinem attraktiven Weihnachtsmarkt. Das Städtchen gehört ganz dem Marktpublikum, das an über 70 Ständen ein vielfältiges Weihnachtsangebot vorfindet und sich auch an verschiedenen kulinarischen Ständen und Marktbeizli verpflegen kann. So lädt das Museumscafé der Raiffeisenbank in historischem Ambiente zum Verweilen ein, die Jodler erwarten die Gäste im alten Feuerwehrlokal und im Bärenkeller servieren die Parteien ein feines Raclette.

Auf dem Bärenplatz können Kinder und Erwachsene mit der Künstlerin Andrea Stahl, aartburg, kleine Objekte schweissen und an den kunstvollen Feuerschalen die Hände wärmen. Gleich nebenan am OK-Stand „Aarburg leuchtet“ werden die Sternenkörbchen und die Himmelslaternen für die Leucht-Events an der Aare verkauft. Gemeinsam lassen Besucherinnen und Besucher ab 17 Uhr die Lichter auf der Aare schwimmen und die roten Himmelslaternen in die Nacht steigen – ein unvergleichliches, emotionales Erlebnis, das die Menschen zusammenbringt.



Im Bärensaal singen und spielen die Xang und Klang Gruppe der Primarschule Höhe (10.30 und 11.30 Uhr) und die Aarburg High School Singers (13 und 14.30 Uhr) im Bärensaal. Und um 16 Uhr erwartet der Samichlaus mit dem Eseli die Kleinen und Grossen auf dem Bärenplatz.

Als Höhepunkt findet um 18 Uhr das vom Schlüssel - Kultur in Aarburg organisierte Konzert der Go Spirits im Bärensaal statt. Mit Leidenschaft und Seele berührt die Band Go Spirits ihr Konzertpublikum. Erleben Sie die unvergleichlich schwarze Soulstimme der Leadsängerin Sandra Rippstein, begleitet von Lukas Muralt, Maja Remensberger sowie Martin Zangerl (Orgel & Piano), Pat Enz (Gitarren) und Daniel Brand (Bass) und Martin Silfverberg (Schlagzeug) live in Aarburg.

Es wird ein Markt sein, der alle Sinne anspricht und in der schönen vorweihnachtlichen Zeit Emotionen weckt. Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Um-gebung sind herzlich willkommen, wenn Aarburg leuchtet.

Das Städtchen ist für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Parkplätze sind signalisiert und der Busverkehr wird die Besucherinnen und Besucher mitten ins Städtchen bringen.

Kontakt:
Marlise Egger Andermatt, mea.kommunikation@bluewin.ch, 062 791 07 07





Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt an: Baumschule Haller AG für Umbau Erdgeschoss und Obergeschoss am Tych 20; Rolf Borner für Neubau Dachlukarne auf bestehendes Wohnhaus und Einbau Wärmepumpe an der Längackerstrasse 17; Hotel Krone AG für Wohnraumerweiterung Dachgeschoss an der Bahnhofstrasse 52; Ruris AG für Neubau Wohn- und Geschäftshaus an der Torgasse 10.



 





 

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