Standortbestimmung notwendig
23. 04. 2008

Standortbestimmung bei der Stadtpolizei Aarburg



Standortbestimmung bei der Stadtpolizei Aarburg

Die Umsetzung des neuen Polizeigesetzes ist komplexer als ursprünglich angenommen. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, eine externe und neutrale Evaluation des Projektes machen zu lassen. Er will die lokale Sicherheit zeitgerecht, effizient und nachhaltig gestalten können.

Im Juni 2007 hat sich das Aarbiger Stimmvolk für eine lokale Sicherheit mit einer eigenen Stadtpolizei entschieden. Die Umsetzung hat am 1. Januar 2008 begonnen. Nach Abschluss des ersten Quartals in den neuen Strukturen, stehen auch erstmals Fakten und Zahlen zur Verfügung, die eine Überprüfung des Konzeptes ermöglichen.

Die Startphase wurde durch Schwierigkeiten im Personalbereich geprägt. Das Team musste zu dritt, für vier arbeiten. Zwei der Mitarbeiter, die am 1. Januar 2008 ihren Dienst antraten, haben sich entschlossen, nach der Probezeit den Vertrag nicht zu verlängern. Diese beiden Polizisten haben sich jedoch überdurchschnittlich stark eingesetzt und sehr gute Arbeit geleistet. Während ihrer Amtzeit gaben sie ohne Rücksicht auf Überzeit und Aufwand alles, um die lokale Sicherheit in Aarburg zu gewährleisten.

Trotz aller Bemühungen, sind die Rahmenbedingungen für eine effiziente Polizeiarbeit noch zu wenig ausgereift, was zu starker Überlastung führte. Die Alltagsarbeit zeigt klar auf, dass die Kommunalpolizeiaufgaben umfangreicher sind als zuerst angenommen. Die Komplexität der Polizeistrukturen innerhalb des Sicherheitsnetzwerks hat zur Folge, dass die Erledigung der Geschäfte nicht immer so wie gewünscht verläuft.

Die Einsatzbereitschaft, oder Pikett-Dienst, bedeutet für die PolizistInnen eine viel höhere Belastung als in der Planungsphase berechnet, ging man doch nicht davon aus, dass sie neuerdings zu Zweit gewährleistet werden sollte.

Der Gemeinderat hat, anhand dieser ersten Monate Erfahrungen, die Überprüfung des Konzeptes durch eine externe und neutrale Stelle beschlossen. Er will genau wissen mit welchen Massnahmen die lokale Sicherheit als Dienstleistung für die Aarbiger Bevölkerung besser gewährleistet werden kann. Er will seiner Bevölkerung Grundlagen für eine effiziente und bürgernahe Sicherheit vorlegen können. So muss auch das Polizeireglement auf dieses Ziel neu ausgerichtet werden. Nach wie vor soll das Konzept im Rahmen des sehr komplexen Polizeinetzwerks integriert und zeitgerecht umgesetzt werden.

Der Gemeinderat will rasch möglichst das Team des Polizeichefs J-M. Roulin wieder vervollständigen. Er hat die Kantonspolizei gebeten, im Rahmen der Übergangsbestimmungen des Polizeigesetzes, die Leistungen der lokalen Sicherheit für und zum Wohl der Gemeinde vorübergehend sicherzustellen.

Der Gemeinderat erwartet den Bericht vor der Sommerpause.

Er wird zu gegebener Zeit über die Ergebnisse und allfällige Massnahmen informieren.

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